Ich liebe eine gute Herausforderung – und davon hat Path of Exile 2 reichlich. Das Action-Rollenspiel lebt von seinen komplexen Mechaniken, den knallharten Bosskämpfen und den unzähligen Möglichkeiten, seinen Charakter zu perfektionieren.
Doch es gibt einen Aspekt, der mir bereits jetzt die Vorfreude auf die nächste Season trübt: die immer gleiche Kampagne, die ich bei jedem neuen Charakter erneut durchspielen muss.
Statt mich sofort ins Endgame zu stürzen, quäle ich mich in einigen Monaten wieder durch dieselben Quests und Akte, die ich nach 50 Stunden in der Testversion und knapp einem Monat nach Early Access Release bereits in- und auswendig kenne. Und das macht selbst das beste Loot-Spektakel zur Geduldsprobe.
Wie Diablo 3 und 4 das Problem lösen
Blizzard hat bei Diablo 3: Reaper of Souls erkannt, dass nicht jeder Spieler Lust hat, die Kampagne mehrfach zu durchlaufen. Der Abenteuermodus war die Antwort auf dieses Problem. Ab Level 1 konntet ihr mit einem neuen Charakter die Story komplett überspringen und euch direkt auf Kopfgeldjagden oder Nephalemportale stürzen. Wer sich die Geschichte erneut anschauen wollte, konnte das tun – doch für alle anderen begann der Spaß direkt im Endgame.
Auch Diablo 4 geht diesen Weg konsequent weiter: Sobald ihr die Kampagne einmal abgeschlossen habt, wird der sogenannte Erkundungsmodus freigeschaltet. Damit entfällt die Pflicht, die Story bei jedem neuen Charakter erneut zu spielen. Ihr könnt sofort in die Open World eintauchen, Höllenfluten absolvieren, Dungeons clearen oder Weltbosse herausfordern.
Das Ergebnis? Mehr Zeit für die Inhalte, die mir wirklich Spaß machen, und weniger Wiederholungen, die sich wie Arbeit anfühlen.
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Path of Exile 2 ist (fast) genau, was sich Maurice gewünscht hat
Was ich mir für PoE2 wünsche
Eine Art Abenteuermodus wäre auch in Path of Exile 2 eine elegante Lösung, die sowohl Veteranen als auch Neueinsteigern gefallen dürfte. Ein möglicher Ansatz könnte auch hier sein, den Modus erst dann freizuschalten, wenn ein Spieler die Kampagne einmal erfolgreich abgeschlossen hat. So könnten Neulinge die Welt von Wraeclast zunächst in ihrem vollen Umfang erleben, während erfahrene Spieler ihre Charaktere direkt ins Endgame bringen können.
Statt sich durch die bekannten Akte zu kämpfen, könnten Spieler mit einem neuen Charakter sofort in eine abgespeckte Version des Atlas-Systems starten und sich direkt auf die Mechaniken der jeweiligen Season konzentrieren. Das würde nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Motivation steigern, die neuen Inhalte auszuprobieren. Gleichzeitig könnte Grinding Gear Games auch dafür sorgen, dass der Übergang ins Endgame nicht so abrupt ausfällt, indem sie einige alternative Quests einbauen, die in den Atlas einführen.
Ein solcher Modus könnte außerdem genutzt werden, um Spieler gezielt an die Besonderheiten der aktuellen Season heranzuführen. Statt durch eine lineare Story zu laufen, würde der Fokus von Anfang an auf den neuen Mechaniken liegen. Ein kurzer Einstieg, der die neuen Systeme erklärt und den Spielern die ersten Belohnungen in Aussicht stellt, könnte dabei helfen, den Einstieg ins Endgame so spannend wie möglich zu gestalten.
Am Ende geht es mir natürlich nicht darum, die Kampagne abzuschaffen oder ihren Wert zu mindern. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil von Path of Exile, und ihre Qualität steht außer Frage.
Aber nach dem x-ten Durchlauf wünsche ich mir einfach die Wahl. Die Möglichkeit, direkt ins Endgame zu starten oder anderweitig dorthin zu gelangen, ohne mich erneut durch die Akte quälen zu müssen. Denn genau daran sind in Path of Exile 1 schon einige Seasons für mich gescheitert. Ich hatte schlicht keine Lust, mich erneut durch die Kampagne zu spielen, und habe die neuen Inhalte stattdessen komplett ausgelassen.
Ich hoffe, Grinding Gear Games erhört meinen Wunsch – denn nur dann werde ich wirklich in jeder neuen Season mit Freude einsteigen können.
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