Game Director Jonathan Rogers und sein Team haben den Vorhang für die Inhalte von Patch 0.4.0 für Path of Exile 2 gelüftet. Das Update geht am 12. Dezember 2025 live und im Fokus stehen dabei eine Hybrid-Klasse, Dungeons Marke Eigenbau sowie eine tiefgreifende Überarbeitung des Endgames, bei der Qualität vor Quantität gehen soll. Wir fassen die wichtigsten Informationen des Reveals für euch zusammen.
Der Druide kommt!
Die wohl größte Neuerung ist die Einführung des Druiden, der laut Rogers zu den am schwierigsten zu designenden Charaktertypen gehört. Der Druide ist ein Hybrid aus Stärke und Intelligenz, der sowohl Zauber als auch Angriffe nutzt. Ähnlich wie in Diablo basiert sein Konzept auf dem nahtlosen Wechsel zwischen einer menschlichen Zauberer-Form und verschiedenen Tiergestalten.
In Menschengestalt nutzt ihr Stäbe, um elementare Effekte wie Vulkane zu beschwören, die über längere Zeit Schaden verursachen. Diese Fähigkeiten sind so konzipiert, dass sie aktiv bleiben, während ihr euch in ein Tier verwandelt, um im Nahkampf anzugreifen. Sobald ihr eine Tier-Fähigkeit nutzt, verwandelt ihr euch, ein Zauber verwandelt euch zurück.
Drei Tierformen für jeden Spielstil
Der Druide verfügt über drei spezifische Tierformen, die jeweils eigene Mechaniken mitbringen:
- Der Bär: Diese Form ist langsam, aber dafür umso wuchtiger. Sie nutzt Wut als Ressource, die durch Angriffe aufgebaut wird. Mit genügend Wut könnt ihr verheerende Angriffe oder ultimative Fähigkeiten zünden.
- Der Wolf: Hier liegt der Fokus auf Schnelligkeit und Kälteschaden. Durch Angriffe markiert ihr Gegner. Tötet ihr diese, beschwört ihr ein Wolfsrudel, das an eurer Seite kämpft.
- Der Wyvern: Diese Form bietet eine Mischung aus Nah- und Fernkampf. Ihr könnt fliegen, Feuerbälle speien oder Blitze nutzen. Eine Besonderheit ist das Fressen von Leichen, um Power Charges zu generieren, die eure Angriffe verstärken.
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Druiden und Selbstbau-Dungeons: Der nächste große Patch für Path of Exile 2 zeigt seine Neuerungen
Meta-Gems und Aszendenzen
Der Druide führt neue »Meta Gems« ein, die Interaktionen mit anderen Klassen ermöglichen. So lässt sich beispielsweise der Kriegsschrei »Ferocious Roar« mit Warcries anderer Klassen sockeln, um diese in Bärenform zu nutzen. Auch die beliebten »Spell Totems« aus PoE 1 wurden als Meta Gem vorgestellt, die jeden beliebigen Zauber im Spiel automatisch wirken können, solange ihr Endurance- oder Power-Charges investiert.
Bei den Aszendenzen habt ihr vorerst die Wahl zwischen dem Schamanen, der Wut nutzt, um Zauber zu verstärken und Naturkatastrophen auszulösen, und dem Orakel. Das Orakel nutzt Vorhersehung, um Zeitlinien zu manipulieren und Schadenstypen zu verschmelzen, auf die der Gegner gerade anfällig ist.
Neue Liga: Fate of the Vaal
Mit Update 0.4.0 startet die Liga »Fate of the Vaal«. Die Mechanik dreht sich um den Bau und die Manipulation eines eigenen Dungeons: den Tempel von Atziri. Ihr findet in Wraeclast Überreste der Vaal-Zivilisation, aktiviert diese durch Monster-Opfer und erhaltet Zugang zum Tempel.
Vor jedem Tempel-Run platziert ihr sechs Räume auf einer Karte, um Wege zu verbinden und Belohnungen festzulegen. Die Platzierung ist taktisch relevant: Ein »Commander«-Raum sollte beispielsweise neben einer Garnison platziert werden, um die dortigen Truppen zu verstärken und die Belohnungen zu erhöhen.
Der Clou der Liga ist jedoch die Zeitreise-Komponente. Ein Prototyp am Tempeleingang erlaubt es euch, in die Zeit vor der Zerstörung der Vaal-Zivilisation zurückzureisen. In der Vergangenheit habt ihr Zugriff auf mächtige Vaal-Technologie:
- Doppelte Korruption: In der »Corruption Chamber« könnt ihr bereits korrumpierte Gegenstände ein zweites Mal verändern. Das birgt jedoch ein Risiko: Es besteht eine 50-prozentige Chance, dass das Item zerstört wird.
- Körpermodifikationen: Beim »Flesh Surgeon« könnt ihr eigene Gliedmaßen abtrennen und durch Roboterteile ersetzen lassen, die zufällige Boni gewähren. Sterbt ihr an der OP, wird euer Körper jedoch in den Ursprungszustand zurückgesetzt.
Endgame und Performance
Grinding Gear Games geht mit diesem Update auch grundlegende Probleme im Endgame von Path of Exile 2 an. Ein häufiger Kritikpunkt war die schiere Masse an Monstern in hohen Stufen, die sowohl die Übersicht als auch die Performance beeinträchtigte.
Ab Update 0.4.0 wird die Anzahl der Monster im späten Endgame (ab Tier 15) nicht mehr weiter skaliert. Stattdessen setzen die Entwickler auf stärkere Einzelgegner: Die Monster erhalten 40 Prozent mehr Leben, gewähren aber auch 40 Prozent mehr Erfahrung und lassen 40 Prozent mehr Beute fallen. Dies soll das Gefühl, von Gegnerhorden überrannt zu werden, mindern und gleichzeitig die Performance verbessern.
Technisch wurde zudem an der CPU-Auslastung gearbeitet. Durch Optimierungen bei der Nutzung von Prozessorkernen sollen die Bildraten um mindestens 25 Prozent steigen und nervige Frame-Spikes reduziert werden.
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