Eine weitere Star-Trek-Legende verlässt uns: Kurz nach dem Tod von Walter Koenig alias Pavel Chekov müssen wir uns jetzt auch noch von Captain Picard höchstpersönlich verabschieden. Patrick Stewart ist am 28. Oktober 2026 in Los Angeles im Alter von 86 Jahren an den Folgen von Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz verstorben.
Patrick Stewart hinterlässt seine Ehefrau Sunny Ozell sowie seine Kinder Daniel und Sophie Alexandra aus seiner ersten Ehe mit Sheila Falconer und vier Enkelkinder. Ein emotionaler Post auf seinem offiziellen Instagram-Account bestätigt die traurige Nachricht:
Seine sonore Stimme und sein einzigartiges Talent werden für immer ein Synonym für unvergessliche Darbietungen in jedem Genre sein. Er erforschte das menschliche Dasein in seiner ganzen poetischen Komplexität und brachte Hoffnung nicht nur in die entlegensten Winkel des Marvel Cinematic Universe, sondern auch an die ikonischste letzte Grenze der Science-Fiction an Bord des Raumschiffs Enterprise. [...] Seine beruflichen Erfolge wurden in bescheidener Weise durch sein philanthropisches Engagement und seinen Einsatz für Menschenrechte, Überlebende häuslicher Gewalt, Flüchtlinge weltweit, psychologische Betreuung von Veteranen und Tierschutz ergänzt – insbesondere für seine geliebten Pflegehunde der Rasse Pitbull. Er war Ritter, Kanzler, Motorsportbegeisterter und lebenslanger Fan des FC Huddersfield. Man wird sich an ihn wegen der Würde, des Mitgefühls und der Menschlichkeit erinnern, die er in jede Rolle einbrachte – in seiner Kunst und in seinem Leben.
Das Erbe von Patrick Stewart lebt weiter
Stewart wurde am 13. Juli 1940 als dritter Sohn von Gladys Stewart und Alfred Stewart geboren. Mit 16 Jahren brach er die Schule ab und verdiente sich als Journalist seinen Lebensunterhalt. Dank eines Stipendiums begann er mit 19 Jahren seine Ausbildung an der Old Vic Theatre School in der Nähe von Bristol. Er setzte sich unter anderem öffentlich für die Rechte der LGBTQ+ Community ein.
1975 spielte er in seinem ersten Film North and South mit. Es folgten zahlreiche weitere Rollen, bis er 1987 schließlich im Star-Trek-Universum landete. In Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert war er das allererste Mal als Jean-Luc Picard zu sehen.
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In Avengers: Doomsday wird Patrick Stewart das letzte Mal auf der großen Leinwand zu sehen sein
Andere von euch kennen ihn vielleicht eher als Professor Charles Xavier aus X-Men. Den Mutanten spielte er von 2000 bis einschließlich 2026. Avengers: Doomsday wird nicht nur das letzte Mal sein, dass wir ihn in einer seiner legendärsten Rollen sehen, es wird das letzte Mal sein, dass wir ihn überhaupt in neuen Projekten sehen.
In den sozialen Medien nehmen viele seiner ehemaligen Co-Stars bereits kurz nach der Todesmeldung auf emotionale Weise Abschied. Patrick Stewart hat wirklich viele Leben berührt. Ein paar Reaktionen verlinken wir euch gleich hier:
SIR PATRICK STEWART (1940–2026)
Vor allem anderen zeichnete sich Patrick dadurch aus, dass er in Yorkshire geboren und aufgewachsen war, jener stolzen Grafschaft im Norden Englands, die er bis zum Schluss liebte. Man hörte es an seinem Akzent und an der strengen Ehrlichkeit, mit der er einem sagte, was er dachte und fühlte. Die Menschen aus Yorkshire halten nichts von Halbwahrheiten oder dem Ausweichen vor großen Themen. Er trug sein Herz auf der Zunge, was ihn zu einem Mann machte, auf den man sich verlassen konnte, den man bewundern konnte und – in meinem Fall – lieben konnte.
Wir lernten uns vor einem halben Jahrhundert als ehrgeizige junge Schauspieler bei der Royal Shakespeare Company kennen, spielten jedoch nicht in denselben Produktionen mit. Meine erste prägende Erinnerung daran entstand einige Jahre später, als ich ihn auf einer Straße in der Londoner Innenstadt traf und er mir von einem Angebot erzählte, eine Hauptrolle in „Star Trek“ zu übernehmen. „Aber Patrick, denk doch an deine Bühnenkarriere in Großbritannien. Willst du wirklich das Risiko eingehen, dich jahrelang in Hollywood zu verlieren?“
Nun, er ging das Risiko ein – und Gott sei Dank für uns alle, dass er es tat, nicht nur für seine treuen Trekkies, sondern auch für das Film- und Theaterpublikum, das staunte, wie er seinen internationalen Ruhm nutzte, um in einer Reihe von Kinoerfolgen (natürlich „X-Men“) und in großartigen klassischen Stücken von Shakespeare, Ibsen, Arthur Miller, Peter Shaffer, Pinter und Beckett in Stratford-upon-Avon, im Londoner West End und am Broadway zu glänzen.
Amerika war seine Wahlheimat, wo er seine geliebte Sunny kennenlernte, die ihn in Krankheit und Gesundheit, in guten wie in schlechten Zeiten, stets begleitet hat. Doch er hat seine Wurzeln nie vergessen: Die größte Errungenschaft des angesehensten und beliebtesten Schauspielers seiner Generation auf beiden Seiten des Atlantiks war seine Ernennung zum Kanzler der Huddersfield University in Yorkshire. Sein Abschiedsauftritt in „Avengers: Doomsday“ steht noch aus.
Heute haben wir einen der ganz Großen der Bühne und der Leinwand verloren. Und für mich war er ein großartiger Freund und Mensch. Ich habe so viel von ihm gelernt. Ich werde dich vermissen, Patrick Stewart, mein ganzes Leben lang.
Was für eine herzzerreißende Woche das war. Sir Patrick Stewart war ein Freund, ein Kollege und ein großartiger Schauspieler. Von der Theaterbühne bis zur Kommandobrücke der Enterprise brachte er Intelligenz, Anmut und ein tiefes Gespür für Menschlichkeit in alles ein, was er tat. Captain Picard verkörperte das Beste in uns, ebenso wie der Mann, der ihn spielte. Ich empfand große Zuneigung und Bewunderung für ihn und sein Werk.
Meine Gedanken sind bei Sunny und seiner Familie. Er wird uns sehr fehlen.
Wir könnten hier wirklich tausende Beiträge auflisten, denn die Anteilnahme an Patricks Tod ist wirklich enorm. Wenn ihr wollt, teilt uns doch gerne eure allerliebsten Momente oder die beste Rolle des Schauspielers in den Kommentaren mit.
Ruhe in Frieden, Patrick Stewart. Das zweite Mal in dieser Woche kann die Autorin den Bildschirm nur noch verschwommen sehen, deshalb schließen wir auch diese Todesmeldung mit schönen Zitaten:
Es ist möglich, keine Fehler zu machen und trotzdem zu verlieren. Das ist keine Schwäche; das ist das Leben.
— Jean-Luc Picard
Schmerz entsteht aus der menschlichsten aller Fähigkeiten — der Hoffnung.
— Professor X
Ich war schon immer optimistisch, was die Zukunft der Menschheit angeht. Immer. Selbst in den bedrückendsten Zeiten.
— Patrick Stewart
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