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Fluch der Karibik: Vor 15 Jahren wurde ein offizieller sechster Film veröffentlicht, er ist 10 Minuten kurz und ihn kennt so gut wie niemand

Mit Tales of the Code: Wedlocked existiert ein kleines, aber feines Prequel zum allerersten Fluch der Karibik, das in nur drei Tagen gedreht wurde.

Fluch der Karibik 6 soll kommen! Doch wenn wir einen 10-minütigen Kurzfilm berücksichtigen, müsste es eigentlich Teil 7 heißen. Bildquelle: Disney Fluch der Karibik 6 soll kommen! Doch wenn wir einen 10-minütigen Kurzfilm berücksichtigen, müsste es eigentlich Teil 7 heißen. Bildquelle: Disney

Irgendwo am Horizont lauert momentan das Comeback von Fluch der Karibik. Disney plant, das gefeierte Piraten-Franchise mit einem großen Knall zurückzubringen. Ob mit oder ohne Johnny Depp als Captain Jack Sparrow muss sich noch zeigen, etwas frischer Wind würde der Reihe nach der kollektiven Enttäuschung bei Teil 4 und 5 aber allemal guttun.

Eine kleine Vorgeschichte zu Fluch der Karibik 1

Wusstet ihr aber, dass es genau genommen schon einen sechsten Pirates of the Caribbean gibt? Und ja, ebenso von offizieller Seite! 

Falls nicht, können wir es euch nicht verübeln. Denn das zehnminütige Prequel zum ersten Film von 2003 hat es genau genommen nie nach Deutschland geschafft. Das Werk Pirates of the Caribbean: Tales of the Code: Wedlocked wurde bislang nur als Bonus-Content einer Blu-ray-Special-Edition in den USA veröffentlicht. 

Hierzulande kommt man gar nicht auf offiziellem Wege (etwa via Disney Plus) an das gute Stück, doch man munkelt, dass ihr vielleicht auf YouTube fündig werdet ...

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Worum geht’s? Das zehnminütige Prequel, das sich vor Jack Sparrows Ankunft in Port Royal abspielt, dreht sich primär um drei vertraute Gesichter von Fluch der Karibik: Vanessa Branch als Giselle, Lauren Maher als Scarlett und David Bailie als Cotton. Johnny Depp persönlich ist allerdings nicht mit dabei.

So bereiten sich die beiden Frauen auf ihre jeweils eigenen Hochzeitszeremonien vor und stellen fest, dass sie im Begriff sind, denselben Mann zu heiraten: Jack Sparrow. In Wahrheit hat der (ehemalige) Captain der Black Pearl beide gegen einen wertvollen Hut versteigert. 

Der Kurzfilm liefert ein wenig Kontext zum wenig erfreulichen Wiedersehen von Giselle und Scarlett mit Jack auf Tortuga. Ebenso bekommen wir eine Erklärung, warum genau Jacks Boot kurz vor seiner Ankunft im Hafen von Port Royal überhaupt absäuft und wie der arme Cotton seine Zunge verlor.

Video starten 3:13 Fluch der Karibik: Secrets of the Lamp setzt die Piraten-Serie 2027 inoffiziell fort

Warum es den Piraten-Kurzfilm überhaupt gibt

Die Entstehungsgeschichte von Wedlocked ist übrigens eine interessante: Dafür verantwortlich ist James Ward Byrkit, der etwa beim Animationsfilm Rango als Drehbuchautor beteiligt war oder den Sci-Fi-Film Coherence als Regisseur verantwortete. Ebenso steuerte er für Fluch der Karibik 1-3 oder auch bei Edgar Wrights Baby Driver die Storyboard-Zeichnungen bei.

Wie es dazu kam, dass Byrkit einen eigenen Piraten-Kurzfilm drehte? Laut einem Interview mit dem Pirates of the Caribbean Wiki kam ihm die Idee beim Set des ersten Films, wo er eng mit Regisseur Gore Verbinski zusammenarbeitete:

Ich war am Set und habe die Arbeit von [Produktionsdesigner] Rick Heinrichs bewundert und meinte zu Gore: Wir sollten in unserer Freizeit einen Film drehen. Und er meinte zu mir: Mach das!

Also ging ich zu [den Drehbuchautoren] Ted Elliott und Terry Rossio und fragte sie, ob sie eine Idee für einen Kurzfilm über den Piratenkodex hätten. 

Sie fanden, dass Vanessa Branch und Lauren Maher ihre eigene Geschichte haben sollten, und so fingen wir an, Wedlocked zu schreiben. Die DVD-Abteilung gab uns etwas Geld, damit eine Crew zusammenstellen und eine 16-mm-Kamera mieten konnten, um drei Tage lang zu drehen. Und Vanessa und Lauren erwiesen sich als großartig!

Für einen zehnminütigen Kurzfilm, der in nur drei Tagen gedreht wurde, ist das Ergebnis allemal beeindruckend. Das Set trieft geradezu vor Atmosphäre, während wirklich viele Statisten in aufwändiger Piraten-Montur involviert sind. Fairerweise stand das alles aber natürlich für die Dreharbeiten des eigentlichen Kinofilms zur Verfügung, anders wäre Wedlocked nicht so schnell und einfach zu produzieren gewesen.


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