Plus-Report: Denuvo im Faktencheck - Ist der Kopierschutz wirklich »schlimmer als jeder Virus«?

Der Denuvo-Kopierschutz ist bei Spielern enorm unbeliebt. Wir überprüfen: Sind die Vorwürfe berechtigt?

von Michael Graf,
02.08.2017 08:00 Uhr

Wir gehen den Vorwürfen gegen Denuvo auf den Grund.Wir gehen den Vorwürfen gegen Denuvo auf den Grund.

Das Kopierschutz- und DRM-System Denuvo Anti-Tamper ist bei Spielern enorm unbeliebt. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage attestieren GameStar-User dem Kopierschutz »spürbar schlechtere Performance«, »Schäden an der SSD« und »ständigen Onlinezwang«, sogar von »Stasi« ist die Rede. Schwarzkopierer, heißt es, bekämen »das bessere Spiel als ich bezahlender Idiot«, und »wenn die Firma irgendwann nicht mehr existiert, kann kein Spiel mehr gespielt werden, da die Abfrageserver abgeschaltet werden.«

Jetzt Plus-Report über Denuvo lesen

Ist Denuvo, wie ein User meint, wirklich »schlimmer als jeder Virus«? In unserem Plus-Report gehen wir den Vorwürfen auf den Grund, sprechen mit Entwicklern, Kopierschutz-Hersteller und Journalisten. Dabei klären wir vor allem die folgenden Fragen:

  • Wie funktioniert Denuvo, und wo im Spiel kommt der Kopierschutz zum Einsatz?
  • Wirkt sich Denuvo wirklich auf die Performance der Spiele aus?
  • Ruiniert Denuvo SSD-Festplatten durch tausend- oder gar millionenfache Zugriffe?
  • Welche Daten sammeln die Denuvo-Hersteller auf ihren Servern?
  • Kann es passieren, dass Denuvo-Spiele eines Tages nicht mehr aktiviert werden können?
  • Warum wird Denuvo oft schon nach wenigen Wochen oder Monaten wieder aus dem Spiel entfernt (siehe Mass Effect: Andromeda)

Dabei zeigt sich, dass einige manche Vorwürfe durchaus berechtigt sind, andere aber rein auf Hörensagen basieren oder sich zumindest nicht verifizieren lassen. Spiele mit Denuvo können durchaus die angeführten Probleme haben - dass sie an Denuvo liegen, ist aber nicht immer belegbar.

Im Endeffekt müssen die Publisher dennoch darüber nachdenken, ob ihnen das Kopierschutz-Wettrüsten gegen Cracker wirklich weiterhilft - oder ob es nicht vielleicht doch Alternativen dazu gäbe. Mehr dazu im Plus-Report.


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