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Inhaltsverzeichnis
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Plus-Report: Faszination Gran Turismo - Warum andere Rennspiel-Entwickler neidisch sind

Mit dem kürzlich angekündigten PS4-Titel Gran Turismo Sport will Kazunori Yamauchi das Rennspiel-Segment revolutionieren. Erneut! Denn dieses Ziel verfolgt der autoverrückte Designer seit 18 Jahren auf geradezu manische Weise. Wir werfen einen Blick in den Rückspiegel.

von Thorsten Küchler,
11.11.2015 09:47 Uhr

Faszination Gran Turismo - Warum die Rennspielreihe Kult ist 3:59 Faszination Gran Turismo - Warum die Rennspielreihe Kult ist

The Real Driving Simulator - Mit diesem ebenso unbescheidenen wie trockenen Untertitel brüstet sich die Gran Turismo-Serie seit ihrem PlayStation-1-Debüt im Jahr 1997. Für die einen völlig berechtigtes Eigenlob, für die anderen maßlose Selbstüberschätzung: Denn trotz aller Erfolge ist die berühmteste Rennspiel-Serie der Welt gleichzeitig auch die umstrittenste. Schließlich stehen zahlreichen revolutionären Errungenschaften auch ebenso viele Altlasten gegenüber – und die Konkurrenz um Forza Motorsport, Project CARS und Co hat nicht nur aufgeholt, sondern ist für viele Genre-Fans schon längst an Gran Turismo vorbeigerast. Das ändert jedoch nichts an Gran Turismos Status als einflussreichste Rennspiel-Simulation aller Zeiten: Ohne Polyphony-Chef Kazunori Yamauchi und seinen japanischen Millionenseller wäre der virtuelle Motorsport von heute ein anderer – darauf würde der Autor dieses Artikels seinen Seat Ibiza verwetten!

Die Wiederholungen der Rennen sind Teil 1 ein fester Bestandteil der Serie. Klug gewählte Kameraperspektiven und detaillierte Fahrzeugmodelle sorgen für den entsprechenden TV-Look.Die Wiederholungen der Rennen sind Teil 1 ein fester Bestandteil der Serie. Klug gewählte Kameraperspektiven und detaillierte Fahrzeugmodelle sorgen für den entsprechenden TV-Look.

Pinguine statt Peugeot

Motor Toon Grand Prix sieht zwar wie ein simpler Arcade-Spaß aus, bietet aber eine erstaunlich komplexe Fahrphysik – der Vorbote von Gran Turismo.Motor Toon Grand Prix sieht zwar wie ein simpler Arcade-Spaß aus, bietet aber eine erstaunlich komplexe Fahrphysik – der Vorbote von Gran Turismo.

Am 16. Dezember 1994 erscheint (ausschließlich) in Japan ein PlayStation-Spiel mit dem Titel Motor Toon Grand Prix: Die Arcade-Raserei kupfert schamlos beim Klassenprimus Mario Kart ab und dreht sich um quietschbunte Fantasy-Charaktere, die in verformten Vehikeln durch die Gegend brettern. Niemand ahnt, dass eben dieses belanglose Durchschnittswerk so etwas wie der Startschuss für eine Rennspiel-Revolution sein würde: Denn der Designer des Spiels ist ein Herr namens Kazunori Yamauchi – und der probiert sich bereits bei Motor Toon Grand Prix klammheimlich an der möglichst authentischen Simulation echter Fahrzeuge. Mit seinem an Wahnsinn grenzenden Enthusiasmus für Automobile steckt der gerade mal 27 Jahre alte Spielemacher letztlich auch seine Vorgesetzten an: Die Sony-Chefetage genehmigt Yamauchi die Produktion seines Lebenstraums – und der heißt Gran Turismo. Dessen Titel (Italienisch für »Große Fahrt«) entpuppt sich als geradezu prophetisch: Denn Yamauchis Ambitionen machen die Entwicklung für das damals noch Polys genannte, interne Sony-Studio zur ellenlangen Tortur. Als das Spiel dann jedoch Ende 1997 auf den Markt kommt, wird schnell klar: Die Mühen haben sich gelohnt!

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