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Seite 2: Pro Evolution Soccer 2014 im Test - Ausgefuchstes Fußballfest

Emotional?

Als gänzlich überflüssig empfanden wir beim Test das neu eingeführte Emotionssystem, das neben der Tagesform zusätzlich die Leistungswerte beeinflussen soll. So sollen sich Auswärtsspiele eher negativ auswirken, während zum Beispiel Aufholjagden zusätzliche Kräfte freisetzen sollen. Uns erinnerte das an das umstrittene Momentum-System aus FIFA 13.

Zum Glück lässt sich diese Option aber ausschalten. Ob das auch für Online-Partien wie bei der Meisterliga gilt, können wir aber noch nicht sagen, da die Online-Modi im Testzeitraum noch nicht zur Verfügung standen. Zu den bekannten Offline-Modi wie »Werde zur Legende« und der Meisterliga gesellen sich keine wirklichen Neuerungen, Veteranen freuen sich allerdings über die Rückkehr des Liga-Modus.

Stars wie Manuel Neuer oder Phillip Lahm sind zwar klar erkennbar, wirken allerdings oft wie Wachsfiguren. Stars wie Manuel Neuer oder Phillip Lahm sind zwar klar erkennbar, wirken allerdings oft wie Wachsfiguren.

Auf gutem, aber nicht überragendem Niveau bewegt sich weiterhin die Technik. So gibt es zwar einige deutliche Verbesserungen, wie ein dynamischeres Fanfeedback (z.B. bei Foul-Fehlentscheidungen) oder plastischeres und detaillierteres Publikum (na endlich!), aber »dank« oder trotz einer feineren Texturierung und Schattierung der Spielergesichter sehen diese nun vollends aus wie halb dahin geschmolzene Wachsfiguren oder kalkweiße Leichen - trotzdem sind die meisten Superstars sofort erkennbar.

Da hilft es auch nichts, dass Nationalspieler bei den Hymnen tatkräftig, aber stocksteif mitsingen, was aber wenigstens die »Wer nicht singt darf auch nicht spielen«-Fraktion erfreuen dürfte. Beim Vortragen der Nationalhymnen und beim Stadioneinlauf kommt es übrigens manchmal zu kleinen Rucklern während der Präsentationsequenz. Die nerven zwar ein wenig, verschwinden dann aber während der Partie, die gewohnt flüssig abläuft.

Animations-Fest

Eine Klasse für sich sind in diesem Jahr die fantastischen Animationen. Die Spieler bewegen sich dank der neuen Engine dynamischer denn je, viele Kicker kann man an ihren typischen Dribbel- oder Schussaktionen erkennen. Außerdem gibt's jetzt viele kleine situationsspezifische Bewegungen. Wenn wir zum Beispiel mit einem technisch versierten Kicker einem Ball hinterherjagen, der kurz vor der Auslinie trudelt, zirkelt er die Pille geschickt mit der Hacke zum Mitspieler um einen gegnerischen Einwurf zu vermeiden. Cool!

Die tollen Animationen lassen sich vor allem in den Wiederholungen sehr gut bestaunen. Die tollen Animationen lassen sich vor allem in den Wiederholungen sehr gut bestaunen.

Nur die Sprintanimationen wirken weiterhin etwas hakelig und unnatürlich. Und das bewährte Kommentatoren-Duo aus Hansi Küpper und Wolf Fuss gibt wie immer leidlich passende oder unfreiwillig komische Interpretationen zum Spielgeschehen von sich, von denen wie üblich einige alt und ein paar neu eingesprochen sind.

Doch bei allen Kritikpunkten ist Pro Evolution eine hervorragende Fußballsimulation, die vor allem in Sachen Spielgefühl, Realismus und Mehrspielerspaß ihres gleichen sucht. Die Eins-gegen-Eins-Duelle (zumindest die von uns testbaren Modi an einer Konsole) machen nach einer gewissen Umstellungsphase wegen der neuen Bedienung und des umgebauten Spielverhaltens jede Menge Spaß und sorgen dank der serientypischen völlig unerwarteten (aber dennoch realistischen) Spielsituationen immer wieder für Diskussionsstoff, Lacher oder Wutanfälle. Ganz so wie beim echten Fußball eben.

Bestes Beispiel: Wir unterliegen mit dem FC Bayern München nach Dutzenden im Slapstick-Stil vergebenen hundertprozentigen Chancen dem AC Florenz durch ein Nachspielzeit-Tor von… Mario Gomez. Rache wird halt doch am besten kalt serviert.

Pro Evolution Soccer 2014 - Ingame-Trailer zum Edit-Mode zeigt Anpassungs-Optionen 1:24 Pro Evolution Soccer 2014 - Ingame-Trailer zum Edit-Mode zeigt Anpassungs-Optionen

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