Prozessoren - Intel Core i7 8700K beliebter als jeder AMD Ryzen

Nachdem die Liefer- und Preisprobleme bei den neuen Intel-Prozessoren gelöst sind, greifen immer mehr Kunden zu Intels Core i7 8700K und Core i5 8600.

von Georg Wieselsberger,
06.02.2018 08:18 Uhr

Die Statistik von Mindfactory zu den Stückzahlen bei Prozessoren (Bildquelle: Reddit)Die Statistik von Mindfactory zu den Stückzahlen bei Prozessoren (Bildquelle: Reddit)

Der Händler Mindfactory gilt seit einiger Zeit als gute Quelle dafür, wie sich AMD zumindest auf dem deutschen Markt gegen den Konkurrenten Intel beim Verkauf von Prozessoren schlägt. Mindfactory veröffentlicht jeden Monat Statistiken, aus denen im Jahr 2017 sehr deutlich hervorgegangen war, wie AMD im Sommer erstmals seit vielen Jahren bei den verkauften Stückzahlen die Führung übernahm. Besonders der Ryzen 5 1600 und Ryzen 7 1700 gehörten zu den Prozessoren, die dafür sorgten, dass AMD im Juli 2017 schon fast so viele CPUs verkaufen konnte wie Intel.

AMD lag von August bis November 2017 vor Intel

Seit August 2017 bis einschließlich November 2017 konnte AMD dann sogar einen klaren Vorsprung herausarbeiten, der zuletzt bei 58 Prozent aller verkauften Prozessoren bei Mindfactory lag. Im November hatte Intel zwar seine Coffee-Lake-Prozessoren wie den Core i7 8700K bereits veröffentlicht, doch die neuen CPUs waren im Handel kaum oder nur zu überhöhten Preisen zu finden.

Das änderte sich jedoch im Dezember und fast schlagartig wurde aus der Führung mit 58 zu 42 Prozent für AMD ein Rückstand von 46 zu 54 Prozent. Im Januar 2018 setzte sich diese Entwicklung laut einem Beitrag bei Reddit fort und hat das Bild nun komplett gedreht, denn nun führt Intel mit 58 zu 42 Prozent.

Core i7 8700K und Core i5 8600K sehr beliebt

Neben dem meistverkauften Core i7 8700K sorgt auch der nun gut erhältliche Core i5 8600K für Intels wieder steigende Beliebtheit. Die reinen Prozentzahlen täuschen aber darüber hinweg, dass AMD selbst mit 42 Prozent Anteil im Januar 2018 immer noch doppelt so viele Prozessoren verkauft hat wie beispielsweise im März 2017 und immer noch etwas mehr als im durchaus erfolgreichen Juli 2017.

Die weitere Entwicklung bleibt dazu spannend. Das Drama rund um Meltdown & Spectre, die Intel stärker betreffen als AMD, wird sich vielleicht erst noch in den Verkaufszahlen niederschlagen - falls überhaupt - und AMD wird im April seine neue Ryzen-2000-Serie veröffentlichen, die etwas mehr Leistung bieten soll. Dann dürften die Karten wieder neu gemischt werden.

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