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Inhaltsverzeichnis
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Legendär schlecht: Psycho Killer - Machete, Murks & Multimedia

Exklusivspiele sollen eigentlich Hardware verkaufen, Psycho Killer diente eher zur Abschreckung: Der inbrünstig schnaufende Mörder mit dem irren Blick hat eine Commodore-Konsole auf dem Gewissen.

von Heinrich Lenhardt,
08.06.2019 08:00 Uhr

Psycho Killer - Die schlechtesten Spiele aller Zeiten PLUS 4:20 Psycho Killer - Die schlechtesten Spiele aller Zeiten

Noch beherrscht Commodore den deutschen Heimcomputermarkt, doch die Zukunft liegt im Wohnzimmer und hat die Form einer silbrig glänzenden Scheibe. Im März 1991 beginnt die Firma mit dem Verkauf des »Commodore Dynamic Total Vision« (CDTV), einer auf Amiga 500-Technik basierenden Premium-Konsole mit eingebauten CD-ROM-Laufwerk.

Das edle Stück ist mit rund 1.000 US-Dollar und 1.500 D-Mark deutlich teurer als ein normaler Amiga-Computer, verspricht aber dank des neuen Datenträgers Compact Disc nie zuvor gesehene Spielegenüsse.

Dabei wirken die ersten CDTV-Programme ausgesprochen ernüchternd. Die Umsetzung des Denkspielhits Lemmings ist schlechter als die Amiga-Vorlage, weil das CDTV den Zwei-Spieler-Modus nicht unterstützt. Die Steuerung mit dem Fernbedienungs-Controller ist so dürftig, dass im Spielhandbuch empfohlen wird, doch besser eine Maus zu kaufen.

Auch speziell für das Medium CD entwickelte Software kann nicht überzeugen: Women in Motion entpuppt sich als eine Sammlung von »Bewegungsstudien« aus dem späten 19. Jahrhundert. Verschwommene Uralt-Fotos unbekleideter Frauen als Kaufgrund für eine teure CD-Konsole? Nein, das Gerät braucht eine echte Killer-App - im wahrsten Sinne des Wortes.

Mord und Totschlag - Wie wirkt Gewalt in Spielen?

Der Autor
Heinrich Lenhardt berichtet seit 1984 über Computerspiele und hat neben legendären Klassikern auch so manches merkwürdige Machwerk erlebt - wie etwa das furchtbare Knight Rider mit einem krümeligen Pixel-Hasselhoff. Seit er Psycho Killer gespielt hat, schläft er nur noch mit eingeschalteter Nachttischlampe und verlässt die Wohnung nicht mehr ohne Machete, Axt oder mindestens Turnschuh!

Was soll der Matsch?

Ein kalter, grauer Tag Ende Oktober. Ein Mann verlässt sein Haus. Er geht auf ein Auto zu. Er steigt ein. Die Spannung steigt unaufhörlich. Was nun? In einer dramatischen Lenkrad-Nahaufnahme wird der Zündschlüssel ins Schloss eingeführt.

So beginnt die »Handlung« des wohl einzigen Serienmörder-Adventures, bei dem die Spieler häufiger und spitzer kreischen als die Opfer. Der interaktive Film Psycho Killer wirkt eher wie ein Fotoroman mit Taschengeld-Budget, bei dem kurze Videoclips die Tristesse der matschig digitalisierten Bilder unterbrechen.

Ein bewundernder Blick auf die Schuhmode der frühen Neunziger. Das erste »Puzzle« besteht darin, schnell aufs Bremspedal zu klicken. Der transparente, nahezu unsichtbare Cursor der CDTV-Version erschwert die Aufgabe.Ein bewundernder Blick auf die Schuhmode der frühen Neunziger. Das erste »Puzzle« besteht darin, schnell aufs Bremspedal zu klicken. Der transparente, nahezu unsichtbare Cursor der CDTV-Version erschwert die Aufgabe.

Der erste interaktive Moment lässt nicht lange auf sich warten: Ein anderes Auto blockiert die Landstraße, die Ansicht wechselt plötzlich zum Fußraum: Wir müssen schnell mit dem schwer erkennbaren Cursor auf das Bremspedal klicken, sonst nimmt das Abenteuer ein jähes Ende. Und weil Psycho Killer eine Netto-Durchspieldauer von unter zehn Minuten hat, die dringend gestreckt werden muss, gibt es keinerlei Speicheroption.

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