Erst zu schwach, jetzt viel zu stark? In Rainbow Six entbrennt eine Operator-Debatte

Ying galt lange Zeit als einer der schwächsten Operator in Rainbow Six: Siege. Nach einem Buff empfinden Kritiker die Angreiferin als völlig OP.

von Christian Just,
28.04.2020 19:01 Uhr

Viele Spieler halten Ying in Rainbow Six: Siege neuerdings für viel zu mächtig. Viele Spieler halten Ying in Rainbow Six: Siege neuerdings für viel zu mächtig.

Ying aus Rainbow Six: Siege ist nicht mehr die alte. Während sie lange Zeit in der R6-Meta als zu schwach galt, hat ein Patch vom 20. April ihr nun einen ordentlichen Buff verliehen. Viele Spieler und Youtuber sind nun der Ansicht, dass diese Verbesserung deutlich zu stark ausgefallen ist.

Wer ist Ying? Die Angreiferin aus Rainbow Six: Siege verfügt über ein LMG oder eine Schrotflinte als Hauptwaffen sowie Fähigkeiten, die darauf abzielen, die Verteidiger mit speziellen Granaten zu blenden.

Was wurde gebufft? Zum einen verursacht Yings leichtes Maschinengewehr nun mehr Schaden, statt ehemals 43 teilt es nun 46 Schadenspunkte pro Treffer aus. Außerdem trägt sie nun vier anstelle von drei Blendgranaten bei sich und bei ihren Taktik-Gadgets wurde die Claymore-Mine durch eine Rauchgranate ersetzt.

Was bedeutet das für's Gameplay? Durch die zusätzliche Blendgranate kann Ying die Verteidiger nun noch besser kampfunfähig machen. Ihr LMG ist neuerdings eine entscheidende Spur tödlicher und die Rauchgranate sorgt dafür, dass Ying in R6: Siege ganze Bereiche verhüllen kann, um einen Angriff vorzubereiten.

Das sagen die Spieler zur neuen Ying

Auf Reddit herrscht der allgemeine Tenor, dass Ubisoft es mit dem jüngsten Buff für Ying zu gut gemeint hat. Während sich Ying-Fans natürlich über die Neuerungen freuen, befürchten viele, dass sie unfaire Auswirkungen auf die Meta von Rainbow Six haben könnten.

So merkt ein Nutzer sarkastisch an, er »liebe es, die Hälfte des Matches einen weißen Bildschirm« zu haben. Während Thread-Erstellerin misty2669 mit einer Zeichnung ihre Liebe für die gebuffte ausdrückt, entgegnet ein Kommentator darunter sehr trocken: "Aber Verteidiger hassen sie".

Andere wollen die erstbeste Gelegenheit nutzen, um Ying in Matches zu sperren. Hier wird also deutlich, dass der Buff des Operators durchaus kontrovers diskutiert wird.

Zahlreiche Youtuber haben Ying in Rainbow Six: Siege bereits in Videos behandelt und mithilfe der Blendgranaten ganze Gegnerteams im Alleingang ausgeschaltet. Das setzt natürlich immer voraus, dass man überhaupt so gut spielen kann, es zeigt aber auf jeden Fall, welches Potenzial in der neuen Ying steckt.

Der Youtuber Matimi0 etwa hat mit Ying mächtig auf den Putz gehauen:

Besonders interessant bei dem Gameplay-Video: Bei Minute 01:40 nimmt Matimi0 die gegenüberliegende Position ein und spielt gegen einen Ying-Operator im Gegnerteam. Hier könnt ihr also sehen, wie die Effekte von Ming aussehen, wenn man zu ihren Gegnern gehört. Und auch hier zeigt sich, dass überlegenes Gameplay auch einen potenziell übermächtigen Operator schlagen kann.

Ob Ubisoft den Buff für Ying in Rainbow Six: Siege in einem der nächsten Patches zumindest abschwächt, muss die Zeit zeigen. Falls das Thema noch längere Zeit ein für Diskussionen unter den Fans und bei großen Youtubern sorgt, ist das zumindest denkbar. Wir haben bei Ubisoft nachgefragt und werden diese Meldung aktualisieren, sofern wir eine Antwort bekommen.

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