Update vom 6. Juni 2024: Inzwischen behauptet die Schülerin (Nickname kali), dass es sich bei der Aktion um einen Fake gehandelt hat. Demnach handelte es sich bei dem Screenshot um einen Google-Drive-Ordner, aus dem sie die Spieldateien ihrer regulär gekauften Kopie von Ultrakill herunterkopiert:
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Wo ein Wille, da ein Weg. Wer ein bestimmtes Videospiel ganz dringend haben will, aber nicht das entsprechende Kleingeld in der Tasche hat, der wird entsprechend dieser Faustregel immer einen Weg finden, sich dieses Spiel zu besorgen.
Häufig ist dieser Umweg eine Raubkopie. Vom großen AAA-Rollenspielepos bis hin zum kleinen Indie-Shooter ist kein Spiel vor den Pfoten der Software-Piraten sicher. Dass es illegal ist, diese Kopien zu nutzen, müssen wir wohl niemandem mehr extra sagen.
Kluge Menschen halten sich entsprechend online zurück, wenn sie über Raubkopien sprechen. Schließlich möchte niemand gerne Post vom Anwalt des Publishers bekommen. Eine besonders dreiste Raubkopiererin trieb es allerdings kürzlich auf die Spitze.
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Auf Twitter postete die Userin mit dem Namen Kali Ende Mai ein Bild, das zeigte, wie sie den Indie-Shooter Ultrakill auf ihrem Laptop installierte. Den Trailer zu besagtem Titel haben wir euch oben eingebunden. Dazu schrieb sie frech: Ich liebe es, Indie-Spiele zu raubkopieren
.
Wer kein Geld hat...
Natürlich machte der Post im Netz die Runde und erreichte auch den Entwickler des Boomer-Shooters. Und der reagierte ganz anders als erwartet. Ebenfalls auf Twitter antwortete der Solo-Entwickler Arsi "Hakita" Patala auf den Post der Raubkopiererin:
Als Entwickler des besagten Spiels: Ihr solltet Indie-Spiele supporten, wenn ihr könnt, doch Kultur sollte nicht nur für diejenigen existieren, die sie sich leisten können. Ultrakill würde nicht existieren, wenn ich als Heranwachsender nicht selbst einfachen Zugang zu Filmen, Musik und Spielen gehabt hätte.
Man könnte fast meinen, Hakita sei in der Vergangenheit selbst nicht immer ganz legal im Internet unterwegs gewesen. Aus seiner Sicht sei es legitim, dass auch Spieler mit wenig Geld in den Genuss von Spielen kommen. Einen Vorschlag zur Unterstützung der Entwickler hat er aber dennoch parat:
Wenn ihr kein Geld habt, könnt ihr [Spiele] auch via Mund-zu-Mund-Propaganda unterstützen.
Selbst die Geschäftsleute hier sollten erkennen, dass, wenn man ein Spiel raubkopiert, es dann genießt, darüber berichtet und jemand anderen dazu bringt, es zu kaufen, dies im schlimmsten Fall ein gleichwertiger Handel ist, im besten Fall ein zusätzlicher Verkauf, der nicht stattgefunden hätte, wenn man es nicht raubkopiert hätte.
Der Entwickler macht damit deutlich, der frechen Raubkopiererin nicht wirklich böse zu sein. Zwar verstoße Software-Piraterie zwangsläufig gegen das Gesetz, aus seiner Sicht trage sie aber auch zur Beliebtheit eines Titels und damit auch seinen Verkaufszahlen bei. Den ganzen Thread findet ihr hier:
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Für seine aufgeschlossene Einstellung erntete Hakita in den sozialen Medien viel Zustimmung. Einige User gaben sogar an, das Spiel jetzt erst recht kaufen zu wollen. Auch Raubkopiererin Kali besitzt das Spiel übrigens auf Steam.
Ultrakill befindet sich aktuell im Early Access und kann für knapp 25 Euro auf Steam erworben werden. Wann die finale Version erscheinen soll, ist bislang nicht klar, allerdings ist die Entwicklung schon recht weit fortgeschritten.
Auf Steam ist das Spiel schon jetzt extrem gut bewertet: 98 Prozent der Rezensionen fallen positiv aus.
Eure Meinung ist gefragt: Was haltet ihr von der Antwort des Entwicklers? Wie hättet ihr an seiner Stelle reagiert? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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