Riders Republic: Der Steep-Nachfolger setzt auf die große Stärke des Vorgängers

Auf der Ubisoft Forward wurde mit Riders Republic der Nachfolger zu Steep angekündigt. In unserer Preview erklären wir die Stärken und Schwächen des Spiels.

von Dennis Zirkler,
10.09.2020 22:15 Uhr

Riders Republic - Preview-Trailer zum Steep-Nachfolger zeigt erstes Gameplay 4:57 Riders Republic - Preview-Trailer zum Steep-Nachfolger zeigt erstes Gameplay

Genre: Sportspiel | Entwickler: Ubisoft Annecy | Plattform: PC | Release: 25. Februar 2021

Mit Steep wagte sich Ubisoft 2016 in ein absolutes Nischengebiet vor: Im Outdoor-Sportspiel machten die Spieler die Alpen mit Ski, Snowboard und Wingsuit unsicher. Als größte Stärke befanden wir im Test von Steep damals die frei erkundbare und riesige Spielwelt.

Auf der Ubisoft Forward wurde nun mit Riders Republic der offizielle Nachfolger des Funsport-Titels angekündigt – und erneut setzen die Entwickler von Ubisoft Annecy auf die Stärken einer beeindruckenden Open World. Im Vorfeld des Events haben wir mit Creative Director Igor Manceau gesprochen, der uns verraten hat, wie man sowohl Sportmuffel als auch Enthusiasten gleichermaßen ins Boot holen will.

Was macht Riders Republic besonders?

Wie schon sein Vorgänger Steep soll Riders Republic ein riesiger Open-World-Spielplatz werden: Statt in den Alpen sind wir diesmal in den Vereinigten Staaten unterwegs. Die Entwickler haben sieben berühmte Nationalparks verbunden (Mammoth Mountain, Yosemite, Sequoia, Grand Teton, Bryce Canyon, Zion & Canyonlands), um erneut eine gigantische Spielwelt zum Entdecken zu bieten.

Zwar sind die Abstände zwischen den Gebieten deutlich geringer als in der wirklichen Welt, die Parks an sich wurden aber mithilfe von GPS-Daten realitätsgetreu nachgebildet. Laut Manceau könnte Spieler hier quasi ein virtuelles Urlaubserlebnis erwarten:

"Wenn du schonmal da warst, wirst du diese Orte definitiv wiedererkennen. Wenn du noch nicht dort warst, bekommst du die Chance, sie quasi wie in Wirklichkeit zu besuchen."

Auch spielerisch setzt Riders Republic auf die Mechaniken des Vorgängers: Mit Ski, Snowboard, Wingsuit, Raketen-Wingsuit und - ganz neu - Fahrrädern erkunden wir nicht nur die Spieltwelt, sondern stellen uns auch unterschiedöichen Herausforderungen wie Rennen oder Trick-Wettbewerben mit bis zu 50 Teilnehmern gleichzeitig.

Diese lassen sich nun sogar in einem gewerteten Team-PVP-Modus bestreiten: Der Creative Director hob hier besonders den neuen Modus Tricks Battle Arena hervor. Kompetetive Spieler begeben sich hier mit ihren Mannschaftskameraden auf eine rasante Punktejagd in speziell dafür hergerichteten Spielgebieten, das Team mit den meisten besseren Moves gewinnt. Zwar haben wir den Modus noch nicht gesehen, bei Manceaus Beschreibung mussten wir aber direkt an Tony Hawk's Pro Skater denken.

Riders Republic bietet mit dem Modus "Tricks Battle Arena" Team-PVP in speziellen Stunt-Arenen. Riders Republic bietet mit dem Modus "Tricks Battle Arena" Team-PVP in speziellen Stunt-Arenen.

Wer bei Riders Republic lieber entspannen will, kann sich stattdessen in einen der Social Hubs zurückziehen: Diese Areale sind extra dafür gedacht, um neue Kontakte zu schließen - aber ihr könnt natürlich auch versuchen, eure Mitspieler hier mit coolen Moves oder besonders schicken Outfits zu beeindrucken.

Um beim Thema Outfits zu bleiben: In Riders Republic werdet ihr wieder hunderte Gegenstände durchs bloße Spielen freischalten können - dazu gehören neue und bessere Sportgeräte und Kosmetik-Items wie Mützen, Jacken und Hosen, die zum Großteil wieder von echten Sponsoren und Marken stammen. Manceau bestätigte uns im Interview, dass es keine Pay2Win-Elemente und neue Inhalte kostenlos gegeben werden - Mikrotransaktionen sollen lediglich in Form der üblichen Cosmetics angeboten werden. Im Vorgänger gab es hier beispielsweise 90er-Jahre-Skioutfits oder Dinosaurierkostüme.

Riders Republic - Screenshots ansehen

Für wen ist Riders Republic interessant?

Zwar konnten wir bislang nur den Vorgänger spielen, aber Riders Republic scheint diesem sehr ähnlich zu werden. Dementsprechend richtet sich der Titel auch wieder an dieselben Spielertypen:

Open-World-Fans bekommen eine riesige Spielwelt vorgesetzt, in der sie an jeder Ecke neue Herausforderungen und berühmte Wahrzeichen entdecken können, während sich Sportspiel-Anhänger hingegen über fünf Sportarten in einem Titel freuen können.

Manceau hat uns versprochen, dass hier der Einstieg ähnlich simpel wie in Steep werden wird: Die grundlegende Steuerung der verschiedenen Sportgeräte soll intuitiv und schnell gelernt sein, so dass auch Anfänger schnell und unbeschadet steile Abhänge herunterkommen können. Profis können sich hingegen richtig in das Trick-System hineinfuchsen, um in den Online Matches die Rangliste zu erklimmen.

Riders Republic bietet neben den aus Steep bekannten Sportgeräten nun auch verschiedene Fahrräder. Riders Republic bietet neben den aus Steep bekannten Sportgeräten nun auch verschiedene Fahrräder.

Was gefällt uns bisher? Was bleibt unklar?

Mit Riders Republic setzt Ubisoft eher auf eine Evolution des Steep-Prinzips als auf eine Revolution, was erstmal nichts Schlimmes sein muss. Ein Sportspiel steht und fällt zudem damit, wie intuitiv es sich steuert, was wir noch nicht beurteilen können.

Was gefällt uns bisher?

  • Beeindruckende Open World mit sieben amerikanischen Nationalparks, die detailgetreu nachgebaut wurden.
  • Fünf verschiedene Sportgeräte sorgen für Abwechslung.
  • Multiplayer-Modi für jeden Spielertypen.

Was bleibt unklar?

  • Die Langzeitmotivation bei Steep war gering - reichen die neuen Features, um es diesmal besser zu machen?
  • Das Trick-System des Vorgängers war manchmal unberechenbar - insbesondere für einen Ranked-PVP-Modus muss hier nachgebessert werden.

Riders Republic soll am 25. Februar 2021 für PC, Google Stadia, PlayStation 4 & 5 sowie Xbox One und Series X erscheinen.

Potenzial | Gut

Dennis Zirkler
@YungWerner

Ich bin zwar großer Fan von FIFA und dem Football Manager, ansonsten kann ich mit Sportspielen aber nur relativ wenig bis gar nichts anfangen. Trotzdem hat es Riders Republic geschafft, mein Interesse zu wecken.

Das liegt insbesondere an der Open World: Ich habe schon mehrfach in den USA Urlaub gemacht und auch einige der im Spiel vertretenen Nationalparks besucht - der Sequoia Park hat mir dabei sogar so gut gefallen, dass ich mir anschließend ein Riesenmammutbaum-Tattoo habe stechen lassen. Wenn der Titel auch noch spielerisch überzeugen und das in Steep noch recht gewöhnungsbedürftige Trick-System zugänglicher machen kann, werden auch alte Sportmuffel wie ich einen Grund haben, sich Ubisofts neuestes Projekt genauer anzuschauen.

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