Der Esel - Graveyard Keeper
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Graveyard Keeper - Trailer: Die Friedhof-Antwort auf Stardew Valley ist jetzt da
Florian Franck: Der Esel in Graveyard Keeper wechselt seine Meinung häufiger als manche Menschen ihre Unterwäsche. Zu Beginn versucht er uns vom Kapitalismus zu überzeugen, im späteren Verlauf schmiedet er Pläne für eine Anarchie. Und zwischendurch hat er eine wahre Existenz-Krise. Aber er glaubt stets an sein Ziel und an seine Bestimmung. Sein trockener Humor rundet ihn als Nebencharakter wunderbar ab. Sein Leben ist einfach: Leichen aus der Stadt holen und vor unserer Tür abwerfen. Bis ihm auffällt, dass er mit seinem bisherigen Leben nicht zufrieden ist. So verlangt er eine bessere Bezahlung und einen freien Tag.
In unserer schnelllebigen Gesellschaft wünscht man sich oft einen Ausgleich, Ruhe und Entspannung. Der Esel durchläuft im Graveyard Keeper eine Wandlung und hat mir gezeigt, dass das Leben aus weitaus mehr besteht als reiner Arbeit. Und doch stellt man fest, dass es teilweise jammern auf hohem Niveau ist. Für ein paar Wochen würde ich gerne mit dem Esel tauschen, mich dann aber vermutlich genauso schnell nach etwas neuem sehnen.
Als Esel freunde ich mich mit anderen Tieren in der Stadt an und merke, dass sie eigentlich keine richtigen Freunde sind. Denn sie sind am Ende nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Also wende ich mich dem Friedhofswärter zu und versuche mit meiner zynischen Art eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Nur um am Ende festzustellen, dass uns wahre Freunde auch in der Not zur Seite stehen, wenn etwa das Rad am Karren geölt werden muss.
Anmerken lasse ich mir das natürlich nicht. Dankbarkeit wird in der Welt von Graveyard Keeper überbewertet und der Friedhofswärter scheint viel beschäftigt zu sein. Dabei würde es eigentlich nur einer kurzen Aussprache bedürfen, um festzustellen, dass man gemeinsam viel stärker ist und jede Aufgabe meistern kann. Aber als Esel ist man wohl auch zu stolz, um das anzusprechen.
Ein Passant - GTA-Reihe
PLUS
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Platz 1: GTA 5 - »Wie viele Spiele sind das eigentlich?« - Die zehn besten Open-World-Spiele
Sören Diedrich: Ab und zu brauche ich einfach eine große Ladung Adrenalin. Das Gefühl, stets auf einem schmalen Grad zwischen Abenteuer und Verderben zu wandeln, und nicht zu wissen, ob ich den morgigen Tag noch erleben werde. Daher gibt es für mich keinen geeigneteren NPC als einfach mal in die Haut eines Passanten der GTA-Reihe zu schlüpfen!
Vorzugsweise würde ich mich für die sonnigen Straßen von Vice City entscheiden, allein schon wegen der herrlichen Musik. Und dann würde sich mir die existenzielle Frage auch schon aufdrängen, die sich jeder GTA-NPC stellen muss: Was fange ich mit dem Tag an? Es ist schließlich mit hoher Wahrscheinlichkeit mein letzter.
Anschließend würde mein Experiment wohl eher enttäuschend verlaufen. Ich müsste feststellen, dass ich eigentlich nichts machen kann und darf - außer doof in der Gegend rumzulatschen und darauf zu warten, dass ich von einem Auto, einem Panzer oder einem herabstürzenden Flugzeug geplättet werde.
Aber hey, eine Idee habe ich dann doch, wie ich wenigstens für einen kurzen Moment im Rampenlicht stehen könnte: Ich fahre Auto. Zwar nur mit gefühlt Schrittgeschwindigkeit, aber wenn ich etwas Glück habe, wird plötzlich die Fahrertür aufgerissen. Ich werde angebrüllt, aus meiner Karre gezerrt und auf den heißen Asphalt am Vice Beach geworfen. Fünf Sekunden Ruhm, herrlich. Dann überfährt mich ein Polizeiwagen.
Victor Sullivan - Uncharted-Reihe
Holger Harth: Ihr erlebt große Abenteuer im Dschungel, erledigt Massen von bewaffneten, böswilligen Söldnern und müsst den Schatz am Ende doch durch eure Finger gleiten lassen? Dann bin ich an eurer Seite, Victor »Sully« Sullivan. Senior-Schatzjäger, Mentor und stolzer Oberlippenbartträger. Mein bester Freund Nathan Drake meint zwar, dass mein Bart das drittgruseligste ist, das er je erlebt hat, aber ich bin mir sicher, dass da nur der Neid aus ihm spricht.
Ich traf ihn damals, als er noch ein Waisenjunge in Kolumbien war. Der Bengel klaute mir einen bedeutenden Ring direkt vor der Nase weg. Ich erkannte sofort sein Potential und leitete ihn in den nächsten Jahren an. Ich gab ihm Führung, damit er zumindest auf moralisch ehrliche schiefe Bahn geriet. Ich weiß ja, wie das ist, wenn man sich seine Karriere durch ein paar Fehlgriffe verbaut. Aber mein Rauswurf aus der Navy war nicht das Schlechteste in meinem Leben.
Aber zu mir: Auf mich ist immer Verlass und in den brenzligsten Situationen komme ich gerade richtig, um meinen Freunden aus der Patsche zu helfen. Egal wie ausweglos die Lage ist, mir fällt immer noch ein Dreh ein, um die Situation zu unseren Gunsten zu kippen. Darüber hinaus bleibe ich fast immer locker und entspannt, nur mein Humor kommt nicht immer an. Dafür bin ich in der internationalen Unterwelt gut vernetzt und kenne in jedem Land genau den oder die Richtigen für den Job. Wenn ihr also vertrauenswürdig seid und mal ein großes Ding abziehen wollt, ruft mich an. Das einzige, was ihr ertragen müsst, sind meine Zigarren. Aber das lasse ich mir auch im fortgeschrittenen Alter nicht nehmen.
Jetzt seid ihr dran: In die Rolle welches Nebencharakters würdet ihr gerne schlüpfen? Schreibt es uns in die Kommentare!
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