Erst vor wenigen Tagen machte ein geleakter Test zu Nvidias Geforce RTX 3090 im Netz die Runde. Demnach sei das absolute Spitzenmodell der Geforce-Ampere-Grafikkarten lediglich um die zehn Prozent schneller als die RTX 3080 - und das bei über 100 Prozent höheren Anschaffungskosten.
Nvidia hat nun reagiert und offiziell eine Performance-Range angegeben, mit der ihre Kunden rechnen können. Konkret heißt es, die RTX 3090 werde »zwischen zehn und 15 Prozent schneller« sein als das nominelle Flaggschiff RTX 3080. Gleichzeitig wird die RTX 3090 rhetorisch weiter in Richtung Titan RTX-Nachfolge geschoben.
Alles Marketing? Eigentlich wurde die RTX 3090 explizit mit dem Geforce-Label versehen, welches in der Regel aber genau Spieler ansprechen soll. Warum ihr euch auch mit Kauf einer RTX 3080 noch gedulden solltet, erklärt Hardware-Redakteur Nils:
Wie sieht es mit der Lieferbarkeit aus? Auch was die Lieferbarkeit der RTX 3090 anbelangt, scheint Nvidia vorab beschwichtigen zu wollen und entschuldigt sich dafür, dass es zum Verkaufsstart nur begrenzte Stückzahlen geben wird. Dabei dürfte auch das Chaos zum und um den Launch der RTX 3080 eine entscheidende Rolle spielen.
RTX 3090 für 8K-Gaming
Die Aussage, dass die RTX 3090 ideal für »Extreme-Gamer« sei, die 8K-Auflösung erleben wollen, mag vielleicht zutreffend sein - obwohl Tests an dieser Stelle noch nicht vorliegen. Aber eine ernsthafte Zielgruppe dürfte das zumindest im Moment noch nicht sein.
8K ist noch wenig verbreitet: Auch wenn hier keine offiziellen Daten vorliegen, braucht man nur zu sehen, wie groß der Anteil an Spielern mit 4K-Monitoren ist - laut Steam Hardware-Umfrage sind das 2,24 Prozent der eigenen Spielerschaft.
Specs der RTX 3090 waren bekannt
Auf der anderen Seite sind die Spezifikationen der RTX 3090 seit der Präsentation bekannt. Und wenn man einmal nachrechnet, bietet die auch als »BFGPU« (Big Ferocious GPU) bezeichnete Karte rund 20,6 Prozent mehr Recheneinheiten als die RTX 3080 (10.496 versus 8.704). Die Performance verhält sich allerdings nicht direkt proportional zur Zahl der Recheneinheiten.
20 Prozent waren nie realistisch: Gleichzeitig fallen die Taktraten etwas niedriger aus (1.695 versus 1.710 MHz Boost). Der etwas schnellere Videospeicher samt breiterem Speicherinterface (19,5 Gbps 384 Bit versus 19,0 Gbps 320 Bit) wird einen Effekt haben, erfahrungsgemäß halten sich die Performance-Vorteile jedoch in Grenzen.
20 Prozent Performance-Plus gegenüber der RTX 3080 zu erwarten oder sogar noch mehr, war also ohnehin kaum realistisch.
Wer sich dennoch für den Kauf einer RTX 3090 entscheidet und wissen will, ob der eigene PC dafür überhaupt reicht, dem empfehlen wir unseren Upgrade-Guide - auch wenn es darin um die RTX 3080 geht.
Was denkt ihr? Seid ihr enttäuscht oder nicht? Schreibt es gerne in die Kommentare! Übrigens: Den GameStar-Test zur RTX 3090 könnt ihr heute ab 15 Uhr lesen.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.