Nvidias neue Grafikkarten RTX 5090 und RTX 5080 sind bereits erschienen, doch die vielleicht spannendsten neuen Grafikkarten stehen noch aus.
Besonders die beiden 70er-Modelle versprechen starke Leistung zu einem vergleichsweise moderaten Preis – vorausgesetzt, eine geringe Verfügbarkeit und Scalper machen den Käufern keinen Strich durch die Rechnung.
Vor allem die RTX 5070 hat Nvidia mit einer besonders aufsehenerregenden Präsentation in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dank DLSS 4 und Multi-Frame-Generation soll sie in bestimmten Szenarien sogar mit der RTX 4090 mithalten können.
Doch wie sieht es ohne KI-Techniken aus? Wie viel schneller ist die RTX 5070 im Vergleich zu ihrem Vorgänger in Bezug auf die reine Rasterleistung?
RTX 5070 vs. RTX 4070: Die Spezifikationen
| RTX 5070 | RTX 4070 | |
|---|---|---|
| Grafikchip | GB205-300 | AD104-250 |
| Kerne | 6.144 | 5.888 |
| Takt (Basis/Boost) | 2.165/2.510 MHz | 1.920/2.475 MHz |
| Speicher | 12 GByte GDDR7 (192 Bit) | 12 GByte GDDR6X (192 Bit) |
| Speichertransferrate | 28 Gbps | 21 Gbps |
| Speicherbandbreite | 672 GB/s | 504 GB/s |
| Leistungsaufnahme | 250 Watt | 200 Watt |
Anzahl der Rechenkerne
Ein erster und vergleichsweise offensichtlicher Indikator für die Leistung ist die Anzahl der Rechenkerne.
Die RTX 5070 verfügt über 6.144 Shader-Einheiten – nur rund 4,3 Prozent mehr als die RTX 4070. Das lässt bereits erahnen, in welchem Bereich sich das Plus an Rasterleistung bewegt.
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Theoretische Rechenleistung in TFLOPS
Noch genauer lässt sich der Leistungszuwachs anhand der TeraFLOPS bestimmen. TeraFLOPS (TFLOPS) stehen für die Anzahl der Gleitkommaoperationen pro Sekunde (Addition und Multiplikation) und ergeben sich aus folgender Formel:
TFLOPS = Shader-Recheneinheiten × Taktfrequenz (MHz) × Operationen pro Takt / 1.000.000
Für die RTX 5070 bedeutet das: 6.144 Kerne × 2.510 MHz × 2 / 1.000.000 = 30,8 TFLOPS (FP32)
Zum Vergleich: Die RTX 4070 kommt auf 29,2 TFLOPS, was einer theoretischen Leistungssteigerung von 5,5 Prozent entspricht.
Wie aussagekräftig sind TeraFLOPS?
Ein direkter Vergleich der TeraFLOPS gibt oft nur bedingt Aufschluss über die tatsächliche Gaming-Performance. Architektonische Verbesserungen und effizientere Berechnungen können die Leistung beeinflussen.
Bei zwei direkt aufeinanderfolgenden Generationen mit ähnlicher Architektur sind TeraFLOPS jedoch ein brauchbarer Anhaltspunkt für den Leistungszuwachs.
RTX 5070 vs. RTX 4070: Wie groß ist der Unterschied in Spielen?
Unsere Einschätzung: Die RTX 5070 dürfte in Bezug auf die Rasterleistung etwa drei bis acht Prozent schneller sein als die RTX 4070.
Sobald jedoch Raytracing und insbesondere DLSS 4 ins Spiel kommen, verändert sich das Bild. Multi-Frame-Generation kann bis zu drei Zwischenbilder erzeugen, was in unterstützten Spielen die Bildrate erheblich steigert.
Ob das jedoch ausreicht, um Nvidias vollmundiges Versprechen zu erfüllen, die RTX 5070 liefere die Performance einer RTX 4090, steht auf einem anderen Blatt.
Beeinflusst der schnellere Grafikspeicher die Performance?
Nicht direkt. Die Geschwindigkeit beziehungsweise Bandbreite des Speichers sorgt in erster Linie dafür, dass der Grafikchip konstant mit ausreichend Daten wie Texturen und Modellen versorgt wird, damit er sein Leistungspotenzial ausschöpfen kann.
Wird der Speicher jedoch zum Flaschenhals, weil er die Daten nicht schnell genug bereitstellt, kann ein leistungsfähigerer Speicher durchaus die FPS erhöhen.
Das ist besonders relevant bei hohen Auflösungen wie 4K oder 8K, wenn hochauflösende Texturen, komplexe Modelle und Raytracing berechnet werden müssen. In solchen Szenarien kann eine höhere Speicherbandbreite den Unterschied zwischen ruckelndem und flüssigem Gameplay ausmachen.
Inwieweit sich die RTX 5070 für das Spielen in 4K eignen wird, können aber erst unabhängige Tests zeigen, mit denen nach aktuellem Stand Ende Februar zu rechnen ist.

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