Ryzen 3000: Neuer Chipsatztreiber löst dringendste Probleme

Seit dem Release hat Ryzen 3000 Probleme mit Destiny 2 und diversen Hardware-Überwachungs-Tools. Ein neuer Chipsatz-Treiber soll die Probleme nun provisorisch beheben.

von Alexander Köpf,
31.07.2019 13:47 Uhr

Trotz des ansonsten gelungen Starts der Ryzen-3000-Familie gibt es vereinzelte Probleme. AMD bietet nun erste erfolgversprechende Lösungen an.Trotz des ansonsten gelungen Starts der Ryzen-3000-Familie gibt es vereinzelte Probleme. AMD bietet nun erste erfolgversprechende Lösungen an.

Ein neuer Chipsatz-Treiber für Ryzen 3000 soll Probleme beim Start von Destiny 2 und der Ausgabe von Werten in Monitoring-Tools lösen. Auch die WHEA-Fehlermeldungen in der Ereignisanzeige von Windows ist AMD angegangen.

Eine AGESA-Version für eine umfassendere Lösung via Bios-Update befindet sich derzeit in der Testphase, wie Robert Hallock, Senior Technical Marketing Manager bei AMD, in einem Blog-Eintrag mitteilte.

Probleme beim Monitoring

Laut Hallock sind die Ryzen-3000-Prozessoren so angelegt, dass sie möglichst schnell auf Leistungsanfragen reagieren können. Ermöglicht wird dies durch die sogenannte Collaborative Power and Performance Control (UEFI CPPC2), mit der Reaktionszeiten von einer Millisekunde erreicht werden sollen.

Gerade diese Sensibilität soll aber zu anormalen Ausgabewerten einer Mehrzahl gängiger Monitoring-Tools führen, da diese zwar »low CPU load«-Anwendungen seien, jedoch häufig höchste Performance und den aktuellen Power State vom Prozessor abfragten.

Wie AMD-interne Analysen nun ergaben, liegen dadurch hohe Spannungen und Taktraten an, obwohl sich die CPU eigentlich im Idle befinden sollte.

Mit der neuen Chipsatz-Treiberversion 1.07.29 wird der »AMD Ryzen Balanced Power Plan« nun so angepasst, dass die CPU zwar immer noch schnellstmöglich auf Workloads reagieren kann, jedoch Fälle geringer Last richtig interpretiert und entsprechend ausgibt.

CPU-Vergleich mit Benchmarks - Kaufberatung Prozessoren

Mit AMD Ryzen Master können Zen-Prozessoren manuell übertaktet werden. Auto-Overclocking und Precision Boost Overdrive sind ebenfalls enthalten. Mit AMD Ryzen Master können Zen-Prozessoren manuell übertaktet werden. Auto-Overclocking und Precision Boost Overdrive sind ebenfalls enthalten.

Zudem wurde AMD Ryzen Master mit neuen Methoden zur Spannungs- und Temperaturausgabe ausgestattet und soll somit ab Version 2.0.1.1233 das Verhalten der CPU realistischer wiedergeben können.

Destiny 2 startet wieder

Mit dem Chipsatz-Treiber 1.07.29 sollen endlich auch die Schwierigkeiten beim Start von Destiny 2 behoben werden, wenn auch nur provisorisch.

Ein erster Versuch, mit der Microcode-Version AGESA 1.0.0.3ABA das Problem umfassend zu beseitigen, scheiterte. Die Programmbibliothek musste zurückgezogen werden, da sie die PCIe-Geschwindigkeit von BXB-C von Gen4 auf Gen2 reduzierte und zu Systeminstabilität führte.

Erst mit AGESA 1.0.0.3ABB sollen die Konflikte dauerhaft der Vergangenheit angehören. Derzeit befindet sich der Microcode bei den Board-Herstellern und wird intensiven Tests unterzogen. Laut Hallock kann das aber noch einige Wochen dauern.

Chipsatz-Treiber, AMD Ryzen Master und Details zum Community Update #5 in der Downloadübersicht:


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