Samsung kommt Gerüchten zufolge Apple zuvor. Der Hersteller bringt ein ganz neues Foldable auf den Markt. Es soll ein wesentlich breiteres Display aufweisen und besonders für den Medienkonsum optimiert sein.
Meine Neugier wurde jedoch durch ein ganz anderes Produkt geweckt: die Galaxy Watch Ultra 2. Anfang des Jahres spitzten sich schon meine Lippen. Wenn ich mir die ganzen neuen Leaks im Internet und die von Samsung selbst veröffentlichten Details anschaue, scheint der Hersteller es mit der Outdoor-Uhr verdammt ernst zu meinen.
Galaxy Watch Ultra 2: Auf dem Papier eine Wucht!
Trotz ihrer Schwächen hat mir die erste Generation der Galaxy Watch Ultra durchaus gefallen. So lag sie zum Beispiel ziemlich wuchtig am Handgelenk und die Krone an der Seite war lediglich ein reduzierter Action-Button.
Das Magazin 9to5Google hat Samsungs kurzes Teaser-Video »entziffert« und daraus lassen sich einige wichtige Verbesserungen für den Nachfolger ableiten. Das Video betrifft zwar in erster Linie die Galaxy Watch 9, von den Neuerungen scheint jedoch auch die Ultra 2 zu profitieren (via Winfuture).
- Robust und schmaler: Die zweite Generation wird demnach wohl schmaler sein und weiterhin auf ein Titangehäuse setzen.
- Akku: Trotz des kleineren Gehäuses verbauen die Südkoreaner offenbar einen größeren Akku. Ganze 800 mAh sollen demnach ins Gehäuse gepresst werden, was einer Steigerung von 35 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell mit 590 mAh entspricht.
- Performance: Samsung verabschiedet sich offenbar von den eigenen Exynos-Chips. Der Wechsel zu Qualcomms neuem Elite-Wearable-Prozessor dürfte für sehr gute Effizienz und flüssige On-Device-KI sorgen.
Gleichzeitig spricht der Hersteller von einem kristallklaren Display. Wenn die Gerüchte zutreffen, erreicht die Galaxy Watch Ultra 2 stolze 5.000 Nits. Dieser Wert gilt allerdings mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur unter bestimmten Bedingungen und auch nur für einen kleinen Teil des Bildschirms.
Im Teasertext steht außerdem: »Entwickelt für extremes Trailrunning, Tauchen, Radfahren und intensive Workouts«. Hier könnte also noch mehr kommen. Offensichtlich möchte sich Samsung hier ganz bewusst mit Garmin, Apple und Co. messen.
Sicher ist zudem eine der coolsten Funktionen der Pixel Watch 4: Hebt man das Handgelenk, ist der Sprachassistent direkt bereit, Aufgaben entgegenzunehmen.
Samsung dreht die App auf links
Mit den Smartwatches von Samsung konnte ich mich nicht 100 Prozent anfreunden. Das lag zu einem großen Teil an der App selbst.
Die Aufbereitung der Daten war mir zu unübersichtlich und ich fühlte mich nicht ernst genommen, wenn mein Schlafverhalten spielerisch mit Tieren verglichen wurde.
Samsung hat bereits offiziell bestätigt, dass die App überarbeitet wird. Die App erhält ein neues Layout, das sich in die fünf übersichtlichen Kernbereiche aufteilt: Schlaf, Aktivität, Ernährung, Achtsamkeit und Vitalwerte.
| Kategorien | Das steckt dahinter |
|---|---|
| Vitals (Vitalwerte) | Analysiert im Schlaf fünf Biosignale (Herzfrequenz, Atemfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Hauttemperatur und Blutsauerstoff) und warnt aktiv bei Abweichungen vom Normalwert. |
| Herzgesundheits-Score | Es werden Daten zu Schlaf, Stress, Aktivität und Körperzusammensetzung kombiniert und zu einem einzigen täglichen Wert zusammengefasst, um den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems langfristig zu bewerten. |
| Tägliche Herz-Kreislauf-Belastung (Cardio Load) | Es misst die Trainingsbelastung des Herzens im Verhältnis zur persönlichen Fitness, um Überlastung zu vermeiden und optimale Trainingsreize zu setzen. |
| Fitnessindex | Vergleicht Werte wie die VO₂max (Ausdauer) und die Schrittzahl mit den Daten von Gleichaltrigen, um Stärken und Schwächen aufzuzeigen und personalisierte Ziele zu setzen. |
Meiner Meinung nach sieht die App im Vergleich zu vorher deutlich ansprechender aus. Im Unterbau der Software wird Galaxy AI aber wohl für mehr Tipps sorgen, die erfahrungsgemäß wenig bis keinen Mehrwert bieten.
Der Preis wird sicher happig
Einige Spezifikationen der Galaxy Watch Ultra 2 scheinen so gut wie sicher, während andere Details noch bis zum 22. Juli abzuwarten bleiben. Gleiches gilt für den Preis.
Im Netz kursieren Europreise von 750 Euro. Damit läge der Preis 50 Euro über dem des Vorgängermodells.
Der Preis läge damit weiterhin unter dem seines direkten Konkurrenten, der Apple Watch Ultra 3, die der iPhone-Hersteller für 900 Euro (UVP) ins Rennen schickte.
Und dennoch sind 750 Euro eine ordentliche Stange Geld für eine Smartwatch, trotz der vielversprechenden Spezifikationen der Uhr. Die lesen sich für mich aber dadurch nicht weniger beeindruckend.





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