Es ist nie ein schönes Gefühl, im virtuellen Abenteuer die Löffel abzugeben und einen Game-Over-Bildschirm oder gar eine eigens für diesen Fall vorbereitete Zwischensequenz zu erblicken.
Aber genau aus diesem Grund sind wir heute hier: Um über einige Game-Over-Momente zu sprechen, die wir in unserem Gaming-Leben sicherlich nie mehr vergessen werden.
The Legend of Zelda: Majora's Mask
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Fangen wir mit dem Mond an. DEM Mond aus dem N64-Klassiker The Legend of Zelda: Majora's Mask.
Nicht nur unser redaktionseigener Zelda-Nerd Sören wird sich als Heranwachsender erschrocken haben, als er zum ersten Mal etwas getrödelt hat und daraufhin mit ansehen musste, wie dieser verdammte Mond tatsächlich auf die Erde kracht und die Spielwelt Termina zerstört – das hätte ihm vorher mal jemand sag… oh, wait.
Drei Tage gibt euch das Spiel Zeit, um Termina zu retten und dem Horror Kid das Handwerk zu legen. Gelingt euch das nicht, erlebt ihr im wahrsten Sinne des Wortes das Ende der Welt mit, inklusive völlig verängstigter und verstörter NPCs. Da ist der Kloß im Hals vorprogrammiert!
Ninja Gaiden (Arcade-Version)
Das erste Ninja Gaiden aus den damaligen Arcade-Spielhallen ist ein wunderbarer Beleg für unsere These aus der Einleitung, dass heutige Spiele sich nicht mehr so viel trauen wie alte Titel. Ninja Gaiden war schon damals kein Nischenspiel, sondern hat für Aufsehen gesorgt. Das aber weniger spielerisch, sondern vor allem aufgrund seines brutalen Game-Over-Bildschirms.
Statt einfach nur Game Over
einzublenden, mussten wir nämlich hilflos mitansehen, wie ein Dämon mit einer Kettensäge unserem Ninja namens Hayabusa den Brustkorb aufschnitt. Es gab aber eine Möglichkeit, den armen Kerl zu retten: 10 Sekunden hatten wir Zeit, um eine neue Münze in den Arcade-Spielautomaten zu werfen. Wie raffiniert!
Banjo-Kazooie
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Nanu, was macht ein Kinderspiel in dieser Liste?
denkt ihr euch? Nun ja, ein Game-Over-Bildschirm muss nicht immer brutal oder besonders grauenvoll sein, um zu schockieren. Denn gerade weil das erste Abenteuer von Banjo und Kazooie primär von N64-Kids gespielt wurde, hatte der Moment des Scheiterns einen besonders bitteren Beigeschmack.
Der Grund: Banjo-Kazooie zeigte uns in einer Zwischensequenz, welche Folgen unser Versagen hatte. Banjos kleine Schwester Tooty, die zu Beginn des Spiels von der hässli… pardon, der finsteren Hexe Gruntilda entführt wurde, wird im Rahmen einer für Kinderaugen harschen Tortur tatsächlich ihrer Schönheit beraubt. Uff, das musste der kleine Timmy erstmal verarbeiten!
NieR: Automata
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26 Enden hat das kultige Androiden-Abenteuer bekanntlich, aber eines davon – nämlich Ende K – ist besonders skurril und unvergesslich. Im Laufe des Spiels erhält unsere Spielfigur von einem NPC eine Makrele. Er betont sogar extra noch, dass Androiden keinen Fisch essen sollten. Ratet mal, was wahrscheinlich 99 Prozent aller Spieler nach dieser Warnung getan haben?!
Die Folge: Eine Einblendung eröffnet uns, dass unsere Spielfigur qualvoll an einer Art Öl-Verkalkung gestorben ist. Spiel vorbei, der Abspann läuft. Und die Moral von der Geschicht': Hinweise von NPCs missachtet man besser nicht! Zumindest nicht in NieR: Automata!
Spec Ops: The Line
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Viele von euch haben beim Thema bedrückende Game-Over-Screens in Videospielen nur darauf gewartet, dass wir Spec Ops: The Line erwähnen. Kein Wunder, denn der Shooter lässt aus so vielen Gründen niemanden beim Spielen kalt. Selbst bei Ladebildschirmen – etwa nach dem vorzeitigen Game-Over – nutzt der Titel die Gelegenheit, uns noch einen reinzudrücken.
Denn zu Beginn des Spiels stehen in den Ladebildschirme noch harmlose Hinweise wie Drücke R zum Nachladen
. Später, wenn die Protagonisten psychisch mehr und mehr am Ende sind, verändern sich diese Hinweise auf beklemmende Art und Weise.
Beißen wir ins Gras und laden neu, stehen da plötzlich Dinge wie Es gibt keinen Unterschied zwischen dem, was richtig ist, und dem, was getan werden muss
oder auch Für dich selbst zu töten ist Mord. Für die Regierung zu töten ist heldenhaft. Für Unterhaltung zu töten ist harmlos.
Harter Tobak, der auch lange nach dem Beenden der Story noch in Erinnerung bleibt.
Und damit wären wir nun am Ende dieser kleinen Aufzählung angekommen. Jetzt seid ihr natürlich gefragt: Welche Game-Over-Momente haben sich für immer in euer Gedächtnis eingebrannt und weshalb genau? Findet ihr solche Ideen wie in Spec Ops: The Line cool oder seid ihr eher ein Freund des schnörkellosen Quickloads ohne aufwendige Ladebildschirme? Schreibt uns eure Gedanken zu dem Thema gerne in die Kommentare!
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