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Grand Theft Auto - Die Geschichte der GTA-Reihe bis GTA 5
Ja, GTA kann auf eine lange Geschichte voller denkwürdiger Charaktere, Städte und Storys zurückblicken. Nicht umsonst wird der sechste Hauptteil der Reihe fast so heiß erwartet, wie die Erdbeertorte mit Sahne von Oma inmitten eines brütend heißen Sommers.
Mindestens genauso bekannt sind die Gangster-Spiele für eine Handvoll Missionen, die uns noch heute schweißgebadet hochschrecken lassen. Wir präsentieren euch die sechs qualvollsten GTA-Missionen, allesamt frisch aus der Vorhölle importiert.
Der Bombenanschlag, Teil 2 (Bomb da Base: Act 2) in GTA 3
Zu GTA gehört auch immer eine gute Portion Zerstörung. Meistens seid ihr dabei eher rabiat, greift zu Raketenwerfern oder rast mit 200 Kilometern die Stunde durch die Innenstadt. Umso »unnatürlicher« fühlen sich da Missionen wie Bomb da Base: Act 2 in GTA 3 an.
Hier greift ihr zum Sniper Rifle, um euren Kollegen 8-Ball zu decken. Während der Sprengstoffexperte Bomben auf einem Frachtschiff platziert, müsst ihr die Handlanger des kolumbianischen Drogen-Kartells ausschalten, bevor sie 8-Ball erwischen.
Ihr habt also eine waschechte Escort-Mission vor euch und wie diese es nun mal verlangen, ist die KI der zu beschützenden NPCs nicht auf eurer Seite. 8-Ball denkt selbst nicht nach und rennt liebend gerne geradewegs in den nächsten Feind rein, wenn ihr ihn nicht rechtzeitig von der Bildfläche geholt habt. Die hakelige Analog-Steuerung machte das Ganze nicht leichter.
Schutt und Asche (Demolition Man) in GTA: Vice City
Ferngesteuerte Autos, Boote und Flugzeuge sind ja eigentlich der Traum eines jeden Junggebliebenen. Aber spätestens, wenn ihr an Demolition Man in GTA: Vice City verzweifelt seid, lasst ihr sicher lieber die Finger davon.
Es geht mal wieder darum, Konkurrenz zu sabotieren. Dieses Mal spielen illegale Betäubungsmittel aber keine Rolle. Der Star dieser Mission ist ein unfertiges Bauprojekt. Eure Aufgabe ist es, mittels eines ferngesteuerten Mini-Helikopters Sprengsätze in den Etagen zu verteilen, um den Kasten in die Luft zu jagen.
Als wäre die Steuerung nicht schon träge genug, müsst ihr das alles auch noch in einem engen Zeitrahmen von wenigen Minuten über die Bühne bringen. Ein weiteres Problem ist die geringe Haltbarkeit eures Gefährts. Donnert ihr zu oft gegen Wände oder werdet von mies gelaunten Bauarbeitern verdroschen, explodiert ihr selbst und die Mission scheitert.
Supply Lines... in GTA: San Andreas
Die Entwickler waren offenbar so stolz auf ihre RC-Heli-Mission, dass sie im Nachfolger GTA: San Andreas den nächsten evolutionären Schritt gingen. In Supply Lines steuert ihr keinen Hubschrauber, sondern ein Mini-Flugzeug per Fernbedienung.
Ihr helft dem Elektronik-Nerd Zero dabei, fünf Kuriere seines Erzrivalen Berkley auszuschalten. Rohe Waffengewalt wäre viel zu langweilig, deshalb greift ihr zu einem unauffälligen Modellflugzeug. Damit saust ihr Bikern und Vans hinterher und schießt deren Fahrer nieder. Ist das erledigt, gilt es, unbeschadet wieder zum Ausgangspunkt zurückzufliegen.
Auch hier kommt die Steuerung wieder mit Expressticket aus der Hölle. Das Flugzeug ist extrem empfindlich und kommt bei jeder falschen Bewegung ins Trudeln. Das wäre nur halb so wild, wenn euch nicht kontinuierlich der Sprit ausgehen würde, wodurch jede Abweichung von der optimalen Route zum potenziellen Missionskiller wird. Gleichzeitig lassen sich die Kuriere natürlich nicht kampflos umlegen und treten ordentlich aufs Gas, sobald sie den ersten Schuss vernehmen oder antworten direkt mit Gegenbeschuss.
Wrong Side of the Tracks in GTA: San Andreas
Eine gute Sache hat Wrong Side of the Tracks in GTA: San Andreas tatsächlich hervorgebracht: Ein denkwürdiges Meme, das auch über die GTA-Grenzen hinaus munter herumgereicht wird. Aber für diesen Jux mussten wir damals ganz schön leiden.
Es dreht sich ein weiteres Mal um Rivalen: Die Vagos-Gang hat sich am Bahnhof auf das Dach eines Zuges geschlichen und euer »Freund« Big Smoke will die Chance nutzen und sie abmurksen. Dafür fahrt ihr ein Geländemotorrad, von dem aus Big Smoke auf die Gegner schießt. Was einfach klingt, hat sicher das Leben einiger PS2-Gamepads gekostet.
Auch diese Mission ist zeitlich wieder eng getaktet und da Smoke vor lauter Rauch offenbar nicht allzu viel sieht, schießt er gerne mal stumpf auf den Wagon statt auf die Köpfe der Gegner. Während ihr den perfekten Schusswinkel für ihn sucht, müsst ihr natürlich etlichen Hindernissen und einem entgegenkommenden Zug ausweichen.
Lebt auch nur einer der Gang-Mitglieder noch, wenn der Zug das Viertel verlässt, ist die Mission gescheitert und Smoke wagt es auch noch, die Schuld auf euch zu schieben: »All we had to do was follow the damn Train, CJ!«
Yoga beruhigt (Did Somebody Say Yoga?) in GTA 5
Nach all den haarsträubenden Missionen wird es Zeit für ein wenig Entspannung. Da hilft eine ausgedehnte Yoga-Session doch sicher, richtig? Haha, falsch! GTA 5 belehrt euch in Did Somebody Say Yoga? eines besseren.
Michael, den ihr in dieser Mission spielt, steckt mitten in der Midlife-Crisis und die äußert sich vor allem durch wiederkehrende Aggressionen (vielleicht hat er selbst zu viel GTA gespielt). Um wieder Herr über sein Temperament zu werden, überredet ihn seine fremdgehende Frau zu einer Yoga-Session. Hier dürft ihr jetzt ran.
Ihr müsst mittels Analogsticks und richtigen Knopfdrücken verschiedene Posen einnehmen. Je nachdem, in welchem Zustand eure Gamepads sind, kann es hier ganz schön hakelig werden. Aber viel schlimmer ist eigentlich, dass diese Passage quälend lang dauert, wodurch die Mission zu den unbeliebtesten des Spiels gehört.
Verkaufsmission: Kurierdienst für den Motorradclub in GTA Online
In GTA Online hattet ihr zumindest die Möglichkeit, dieser Missionsreihe aus dem Weg zu gehen. Wolltet ihr in der riesigen Multiplayer-Sandbox jedoch unter die Unternehmer gehen, musstet ihr durch verschiedene Verkaufsmissionen durch. Die schlimmste davon war wohl der Kurierdienst des Motorradclubs.
Um eure Waren, die ihr in euren Etablissements herstellt, an den Mann und die Frau zu bringen, habt ihr euch in dieser Variation hinter den Lenker eines behäbigen Postautos geschwungen. Mit diesen schleichend langsamen Gurken seid ihr über die Map zu verschiedenen Abladestellen getuckert. Befand sich auf eurer Route ein Berg, half nur noch beten.
Abgesehen davon wäre die Pakettour eigentlich eine entspannte Aufgabe für den Sonntagnachmittag gewesen, wären da nicht noch die anderen Spieler auf der Map. Ein globales Signal aktivierte alle derzeitigen Spieler auf dem Server, für die ihr in eurem 30 km/h-schnellen Postauto ein gefundenes Fressen wart.
Diese Variante der Verkaufsmissionen war so unbeliebt, dass sie mit dem Money-Fronts-Update im Juni 2025 entfernt wurde. Aber freut euch nicht zu früh: Die Abfallauto-Variante ist immer noch im Spiel.
Diese sechs Missionen sind aber bei Weitem nicht die einzigen schwarzen Schafe der GTA-Geschichte. Da wäre noch S.A.M. aus GTA 3, Robbing Uncle Sam aus San Andreas und Scouting the Port aus GTA 5. Welche Beispiele würdet ihr noch in den Ring werfen? Teilt eure Erinnerungen gerne in den Kommentaren!
Für noch mehr GTA-Nostalgie schaut in der obigen Link-Box vorbei. Da verrät euch Kollege Patrik, welche der Hauptfiguren eigentlich am längsten in den Knast müsste und welche absurden Mythen sich um die Reihe ranken.

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