Love, Death & Robots: 18 Überraschungen
Wo gucken? Netflix
Empfohlen von: Petra Schmitz
@Flausensieb
Trage ich hier Eulen nach Athen? Vermutlich, aber die Vorgabe von Kollege Phil war nun mal: Binge-Empfehlung für Spieler. Dass meine Wahl auf Love, Death & Robots fällt, kommt also nicht von ungefähr.
Und vielleicht gibt es ja wirklich ein paar unter euch, die die Anthologie noch nicht kennen und nach Lesen dieser Empfehlung anschauen wollen. Ich beneide euch, ich würde die 18 von unterschiedlichen Studios animierten Kurzfilme auch gerne nochmal sehen, ohne sie zu kennen.
Es erwarten euch also 18 fantastisch animierte Kurzfilme zwischen sechs und 17 Minuten Länge. Nicht alle sind brillant, nicht alle kommen mit einem coolen Twist am Ende, aber sie sind alle anders. Mal ernst, mal lustig, mal bitterböse. Wer bei »When the Yogurt Took Over« nicht mindestens den Kopf vor so viel elaboriertem Unsinn schütteln oder bei »Fish Night« nicht ein wenig verklärt seufzen muss, der war während der Folgen wahrscheinlich gerade im Bad und hat vergessen, Pause zu drücken.
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Der Spaß mit Love, Death & Robots entsteht auf zwei Arten: zum einen natürlich durch die Filme selbst, zum anderen über die dauernden Überraschungen. Was wird wohl die nächste Folge bringen? Ist es Scifi, Fantasy, Dystopie, Joghurts, die die Weltherrschaft an sich reißen?
Und warum ist das nun ausgerechnet etwas für Spieler? Komm, Petra, sag schon! Naja, zum einen natürlich wegen der Thematiken und weil's animierte Filme sind. Und zum anderen, weil ihr die Arbeiten von vielen der beteiligten Studios aus Spiele-Trailern längst kennt: Digic Pictures oder Platige Image oder Axis Studios oder, oder, oder!
Taboo: Hello Darkness my old friend
Wo gucken? Amazon Prime
Empfohlen von: Natascha Seuser
@_rainbowf0x
Es ist eigentlich ein Wunder, wenn ich es schaffe eine Serie komplett zu schauen. Taboo schafft es jetzt allerdings schon zum dritten Mal in meine aktuelle Watchlist. Die Atmosphäre zieht einen direkt in das London des frühen 19. Jahrhundert.
Es ist dunkel, grau, nass, kalt und man kann schon fast die Bürger Londons dieser Zeit riechen. Zum Glück nur fast. Tom Hardy kehrt dabei als totgeglaubter James Delaney nach 12 Jahren aus Afrika zurück, um das Erbe seines Vaters anzutreten - ein kleiner Fjord.
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Klingt eigentlich nach Müll, ist aber ein strategisch wichtiges Landstück im Britisch-Amerikanischen Krieg. Deleany begibt sich ins Kreuzfeuer der Nationen - und nicht nur die sind von seiner Rückkehr nicht gerade begeistert. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich an Taboo am besten finde... Die Charaktere? Das Setting? Die Story? Meiner Meinung nach ist alles brillant!
Die Simpsons: Who needs the Kwik-E Mart? I do!
Wo gucken? Disney+
Empfohlen von: Holger Harth
@doc_chop
Seit ich mich erinnern kann laufen im Vorabendprogramm die Simpsons im Fernsehen. Dadurch ist die Serie für mich zu einem abendlichen Feierabendritual geworden.
Eine Kleinigkeit essen und hoffen, dass eine gute Folge dazu ausgestrahlt wird. Zu den verrückten Geschichten rund um die gelbe Familie aus Springfield muss ich eigentlich keine großen Worte mehr verlieren. Insgesamt 30 Staffeln sind in Disneys neuem Streaming-Service verfügbar, aber das ist viel mehr als man eigentlich braucht.
Denn Kenner wissen, dass die Serie spätestens ab Staffel 10 viel von ihrem einstigen Charme verloren hat. Statt einer Satire auf die amerikanische Gesellschaft sind Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie immer mehr zu einer Satire ihrer selbst geworden. Warum ich jetzt trotzdem wieder mit der Serie angefangen habe?
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Weil ich immer noch über die Monorail in einer Kleinstadt schmunzeln kann, das Springfield Film Festival mit dem »Mann der einen Football in die Leiste bekommt« besser als jede Oscarverleihung ist und vielleicht fahre ich ja doch noch irgendwann einen Homer, das Auto gemacht für Homer. Aber ich bin auch etwas mutig und werde, trotz falschem Seitenverhältnis, über Staffel 10 hinweg schauen. Mal abwarten wie lange ich es durchhalte.
Andromeda: Sci-Fi-Tipp mit Trash-Fassade
Wo gucken? Amazon Prime
Empfohlen von: Alexander Köpf
@NebulaMutara
Andromeda sag ich nur, Gene Roddenberry's Andromeda! Der Geheimtipp unter den Geheimtipps für Science-Fiction-Fans. Erfahrungsgemäß bin ich zwar einer der ganz wenigen, der so denkt, ich halte die Serie um Captain Dylan Hunt und das namensgebende Raumschiff Andromeda Ascendant dafür aber für umso brillanter.
Noch nie von Andromeda gehört, oder klingelt da vielleicht doch etwas im Hinterkopf? Genau, das ist die Serie mit Hercules...äh Kevin Sorbo, die man Anfang der 2000er Jahre meist mitten in der Nacht beim Durchzappen, vor oder nach Stargate SG1 - ich weiß es gar nimma -, in den weiter hinten gespeicherten Privatsendern gesehen, in der Regel für billigen Trash befunden und gleich wieder weggedrückt hat.
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Der Trash-Vorwurf ist auch gar nicht so leicht von der Hand zu weisen. Unter der Haube steckt aber dennoch erstklassige und vor allem sehr komplexe Science-Fiction: Die Andromeda Ascendant samt ihres Captains gerät während eines großangelegten Angriffs der Nietzscheaner auf das intergalaktische Commonwealth zu nahe an den Ereignishorizont eines schwarzen Loches. Durch den dort auftretenden relativistischen Effekt der Zeitdilatation friert die Andromeda in der Zeit ein und kann erst 300 Jahre später aus ihrer misslichen Lage befreit werden.
Der einst friedliche galaktische Bund ist da schon längst Geschichte. Captain Hunt und die Andromeda als vermeintlich letztes Schiff der Ehrengarde versuchen nun in insgesamt fünf Staffeln das Commonwealth wieder aufzubauen und gegen mächtige Feinde zu verteidigen.
Ich will an dieser Stelle gar nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Andromeda wirklich für jeden was ist. Im Gegenteil - ich vermute mal, viele, die tatsächlich einen Blick riskieren, werden sich fragen, was das wohl für ein seltsamer Typ sein mag, der so eine Serie empfiehlt. Wer sich aber durch die ersten Folgen quälen und mit dem nicht mehr ganz zeitgemäßen Look was anfangen kann, für den könnte Andromeda ein wahrer Schatz sein.
Star Trek - Das nächste Jahrhundert: DAS ist Picard!
Wo gucken? Netflix
Empfohlen von: Michael Graf
@Greu_Lich
Es fällt mir echt schwer, das als Star-Trek-Fan im Allgemeinen und Patrick-Stewart-Fan im Besonderen zu sagen, aber ich war maßlos enttäuscht von Picard auf Amazon Prime. Die grundsätzliche Androiden-Story - okay, daraus hätte man etwas machen können. Aber die Autoren haben es in keinster Weise geschafft, dass mir die neuen Charaktere irgendwas bedeuten.
Die Weggefährten des besten Star-Trek-Captains aller Zeiten (Nimm das, Kirk!) schaffen es nicht mal ansatzweise, die gute, alte Next-Generation-Crew zu ersetzen, weil sich die Serie keinerlei Zeit nimmt, sie vernünftig einzuführen. Wir haben ja nur zehn Folgen, also schnell!
Ich habe mich jedem einzelnen Mass-Effect-Begleiter näher gefühlt als diesen Gestalten. Ja, sogar dem dämlichen Zaeed, und den habe ich im Finale von Mass Effect 2 als Ersten sterben lassen! Apropos Finale: Das Ende der ersten Picard-Staffel ist… Okay, sagen wir zwecks Spoiler-Vermeidung: Da wäre mehr möglich gewesen. Oder besser etwas ganz Anderes.
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Warum diese Brandrede? Damit ihr Picard wie ich aus eurem Trek-Kopfkanon tilgen und euch stattdessen auf die einzig wahre Picard-Serie konzentrieren könnt - Star Trek: Das nächste Jahrhundert. Ja, da gab es auch viele furchtbare Folgen (Robin Hood), aber halt auch viele absolut großartige.
Die Prüfungen von Q, die Borg-Folgen, die cardassianische Folter, die Klingonen-Diplomatie - in dieser Serie war Picard noch Picard und seine Crew noch eine Crew, die mir etwas bedeutet hat. Außer Wesley Crusher natürlich, aber hey, Zaeed habe ich auch eine Weile lang ertragen.
The Mandalorian: Star Wars auch für Nicht-Kenner
Wo gucken? Disney+
Empfohlen von: Phil Elsner
@RootsTrusty
Als Star-Wars-Fan ist The Mandalorian für mich eh Pflichtprogramm. Wer Episode 5: Das Imperum schlägt zurück für den besten Film der Reihe hält (und mal ehrlich, wer tut das nicht) oder den eher düsteren Stil von Rogue One bevorzugt, wird hier definitiv mehr als glücklich. Dabei fügt sich die Serie trotzdem extrem harmonisch in den Star-Wars-Kanon und liefert unglaublich viel Fan-Service für Langzeit-Fans der ersten Stunde.
Was aber noch viel wichtiger ist: The Mandalorian hat sogar das Zeug dazu, Star-Wars-Agnostiker und Neueinsteiger zu bekehren! Selbst Leute, die bisher keinerlei Berührungspunkte mit der Marke hatten, haben mir schon von der Serie vorgeschwärmt. Denn The Mandalorian baut sich mit seinen Western-Anleihen und einzigartigen Figuren sehr geschickt eine eigene Identität auf - recht weit abseits von Luke, Han Solo, der Macht oder Darth Vader.
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Um The Mandalorian zu genießen, braucht es kein Star-Wars-Vorwissen. Für alle, die ihre Frau, ihren Freund oder Familienmitglieder nie für Star Wars begeistern konnten, ist The Mandalorian der ideal Einstiegspunkt, um an Ostern einen neuen Versuch zu wagen. Ich verspreche euch: bald wird auch der letzte Skeptiker in eurem Haushalt um die nächste Folge betteln!
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