Manche Dinge werden erst dann zu etwas ganz besonderem, wenn man sie miteinander kombiniert. Karamell und Nüsse beispielsweise. Cola und Fanta. Oder Action und Adventures. Hier kommen sowohl Adrenalinjunkies als auch Rätsel-Fans auf ihre Kosten.
In Shadow of the Tomb Raider etwa haben manche gar keine Lust auf Rätsel, während andere keinen Bock auf Kampfpassagen haben. Und darum hat sich Eidos Montréal etwas einfallen lassen. Im Spiel stehen euch nicht nur unterschiedliche Gesamt-Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, sondern auch unterschiedliche Stufen für die einzelnen Aspekte Kampf, Gelände und Rätsel, die ihr frei miteinander kombinieren könnt. So bestimmt ihr, welcher Teil des Spiels im Fokus steht.
Man könnte fast sagen, dass drei Spiele in einem stecken!
Shadow of the Tomb Raider Test - Durch den Weltuntergang zum krönenden Abschluss
Kampfschwierigkeit: Silhouetten, Schaden und Zielhilfe
Bei den Kämpfen verhält sich der Schwierigkeitsgrad ziemlich klassisch. Auf der untersten Stufe stecken die Gegner wenig ein und teilen selbst wenig aus. Außerdem bekommt ihr einige Boni oben drauf. In der Spielwelt liegen viele Munitionskisten herum und eine Zielhilfe sorgt dafür, dass ihr eure Feinde auch trefft.
Aktiviert ihr den Überlebensinstinkt, zeigt euch das Spiel außerdem die Silhouetten der Gegner, die vor allem fürs heimliche Ausschalten extrem nützlich sind. Rote Feinde solltet ihr nicht erledigen, wenn ihr unentdeckt bleiben wollt, da sie sich im Sichtkontakt mit ihren Kollegen befinden. Gelbe Gegner hingegen sind isoliert, da fällt es nicht auf, wenn ihr sie leise ausschaltet.
Auf normalem Schwierigkeitsgrad fällt die Zielhilfe weg und Munitionskisten tauchen seltener auf. Die Gegner halten nun mehr aus und ihre Kugeln sind tödlicher. An den Silhouetten verändert sich zwischen Einfach und Normal hingegen nichts.
Auf »schwer« fehlen sie dafür komplett, hier werden Gegnergar nicht markiert. Und natürlich stecken sie noch mehr ein und teilen noch mehr aus. Das ist aber noch nicht alles: Auf den unteren Schwierigkeitsgraden heilt sich Lara auch im Kampf, auf der höchsten Stufe fällt die automatische Regeneration weg.
Fällt eure Gesundheit in den Keller, müsst ihr auf Heilpflanzen zurückgreifen und euch manuell heilen. Gegner spüren euch außerdem schneller auf und Treffermarkierungen fallen weg. Wenn ihr eine größere Herausforderung beim Schleichen und Schießen wollt, solltet ihr diese Option wählen.
Geländeschwierigkeit: Wo geht's lang?
Weiter geht's mit der Geländeschwierigkeit. Die wirkt sich aufs Klettern und Erkunden aus. Auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe findet ihr in der Spielwelt dicke, weiße Markierungen, die euch den richtigen Weg zeigen. So wisst ihr genau, an welchen Felsen ihr hochklettern könnt und an welchen Wänden es weitergeht.
Nach kniffligen und knappen Sprüngen habt ihr mehr Zeit, die richtige Taste zu drücken, damit Lara nicht abrutscht und die Tiefe stürzt. Als kleines Extra aktivieren sich die Basislager, also die Lagerfeuer, an denen ihr rastet, automatisch, wenn ihr in ihre Nähe kommt. Auf den anderen Stufen müsst ihr euch an sie setzen.
Auf mittlerer Schwierigkeitsstufe zeigen euch immer noch Markierungen den Weg, allerdings sind sie weniger dominant. Bei Rettungsgriffen müsst ihr außerdem schneller sein. Auf der höchsten Stufe fallen die Markierungen dann endgültig weg, jetzt müsst ihr selber den richtigen Weg finden. Und natürlich habt ihr auf schwer noch weniger Zeit für Rettungsgriffe. Legt ihr Wert auf Erkundung und wollt beim Klettern nicht an die Hand genommen werden, ist diese Option die richtige für euch.
GameStar Plus-Podcast: Brauchen wir Schwierigkeitsgrade noch oder verwässern sie das Spielerlebnis?
Rätselschwierigkeit: Gib uns einen Tipp, Lara!
Bei den Rätseln bestimmt der Schwierigkeitsgrad, wie nützlich Laras Tipps sind. Die Rätsel selbst verändern sich allerdings nicht. Aktiviert ihr den Überlebensinstinkt verrät sie euch auf »einfach« nicht nur, was getan werden muss, sondern erklärt auch, wie ihr es tut. Gleichzeitig hebt das Spiel Objekte, die ihr zur Lösung des Rätsels braucht, blau hervor. Bei Rätseln auf Zeit gibt euch das Spiel außerdem ein größeres Zeitfenster.
Auf normaler Stufe sagt Lara nur noch, was getan werden muss. Wie ihr das macht, müsst ihr aber alleine herausfinden. Blaue Markierungen fallen weg, der Überlebensinstinkt zeigt euch aber nach wie vor, mit welchen Objekten ihr generell interagieren könnt.
Auf der höchsten Schwierigkeitsstufe bleibt Lara stumm und Hinweise fallen komplett aus. Der Überlebensinstinkt hebt außerdem keine Objekte mehr hervor. Wollt ihr bei Rätseln wirklich knobeln, ist diese Stufe wie für euch gemacht.
Tödliche Obsession: Hier tut sterben weh
Neben diesen Schwierigkeitsgraden gibt es noch eine Bonus-Stufe namens »Tödliche Obsession«, die alle drei Bereiche auf die höchste Stufe stellt und zusätzlich einen besonderen Kniff mitbringt: Gebt ihr auf diesem Schwierigkeitsgrad den Löffel ab, startet ihr nicht etwa am letzten Checkpoint, sondern am letzten Basislager wieder.
Das kann zwar ziemlich frustrieren, wenn ihr kurz vorm Ziel scheitert, auf der anderen Seite erlebt ihr das Abenteuer so aber auch viel intensiver, da es keine Checkpoints mehr gibt.
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