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Seite 2: Silent Hunter Online - U-Boot-Rollenspiel für Browser-Kapitäne

Nachschub ist knapp!

Genau wie bei der echten Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg muss auch in Silent Hunter Online jeder U-Boot-Kommandant mit einer äußerst prekären Versorgungslage leben - der Unterschied ist, dass die Materialknappheit in der Realität durch Feindeinwirkung und Rationierung entstand.

Im Online-Shop wird Ingame-Nachschub wie Torpedos gegen erspielte Prestigepunkte oder Gold eingekauft. Im Online-Shop wird Ingame-Nachschub wie Torpedos gegen erspielte Prestigepunkte oder Gold eingekauft.

Auch Silent Hunter Online zwingt die virtuellen Kaleuns zu Sparsamkeit. Nicht nur neue U-Boot-Komponenten, sondern auch jeder verschossene Torpedo, jede Granate für das Deckgeschütz und jeder verbrauchte Liter Diesel müssen mit den zwei unterschiedlichen Ingame-Währungen bezahlt werden.

Besonders hart trifft die Mannschaft unseres Bootes, dass selbst die Zeitbeschleunigungs-Funktion zum Überbrücken langweiliger Marschfahrten ins Zielgebiet nur begrenzt nutzbar ist, solange sie nicht für einen entsprechenden Obolus aufgeladen wird.

Der Lohn der Mühen

Immerhin: Für abgeschlossene Missionen und versenkte Schiffe belohnt uns das Spiel sowohl mit Prestige als auch mit Credits, den Ingame-Währungen. Kapitäne mit langem Geduldsfaden kommen mit Prestige alleine ganz gut über die Runden. Diesel, Torpedos und Reparaturen am Boot lassen sich damit bezahlen.

Das Depot in der Heimatbasis dient dazu, das U-Boot wieder zu beladen und seetüchtig zu machen. Das Depot in der Heimatbasis dient dazu, das U-Boot wieder zu beladen und seetüchtig zu machen.

Außerdem gibt es jedes verbesserte Einbausystem für das eigene Boot in zwei Varianten - einmal für Prestige und einmal für Credits. Kapitäne, die echtes Geld in ihre Flottille investieren und sich mehr Credits kaufen, kommen allerdings deutlich schneller zu einem besseren Boot und besserer Ausrüstung.

Beispiel gefällig? Für Prestige-Punkte überlässt uns die Werft, solange wir noch kein Kaleu der Stufe 20 sind, nur die altmodischen Standard-Torpedos vom Typ I. Die hinterlassen mit ihrem Dampgasantrieb eine verräterische Blasenspur an der Oberfläche. Typ-III-Torpedos mit Elektroantrieb, die nicht so leicht zu orten sind, rückt das Arsenal dagegen nur gegen Credits heraus.

Damit ist Silent Hunter Online noch längst kein Pay2Win, sondern eher ein Pay2Beschleunigen, da wir sowohl Prestige als auch Credits im Spiel verdienen können und später auch an die verbesserte Ausrüstung kommen.

Unschätzbar wertvoll ist außerdem die Ressource Zeit: Die Männer der U-Boot-Werft sind keine Hexenmeister, das Beladen und Reparieren der Stahlzigarren ist nicht eben mit einem Klick erledigt und läuft quälend langsam in Echtzeit. Wenn ein erfahrener Wachoffizier aus der Reserve auf das Boot transferiert werden soll, kann das durchaus eine halbe Stunde dauern - wahrscheinlich müssen die Männer erst aus dem Nachtclub gezerrt und ausgenüchtert werden, ganz wie im Film »Das Boot«. Hier können wir mit Credits viele Wartevorgänge abkürzen.

Alles schön der Reihe nach!

Äußerst ärgerlich aber, dass alle Aufträge stur nacheinander abgearbeitet werden und so eine Wartungs-Warteschleife für im Hafen liegende Boote entsteht, die durchaus einige Stunden dauern kann, da auch Aufgaben, die problemlos gleichzeitig ablaufen könnten, nur nacheinander abgefertigt werden.

Das eigene U-Boot kann im aufgetauchten Zustand leichter entdeckt werden - aber nur so erreichen wir Maximalgeschwindigkeit. Das eigene U-Boot kann im aufgetauchten Zustand leichter entdeckt werden - aber nur so erreichen wir Maximalgeschwindigkeit.

Warum zum Beispiel darf der neue Funker erst an Bord kommen, wenn der Einbau einer neuen Zwei-Zentimeter-Flak abgeschlossen ist? Schneller geht es nur, wenn der Kaleun großzügig Schmiergeld in Form von Credits verteilt, um den faulen Hunden von der Werft Beine zu machen. Diese Einschränkung fühlt sich sehr künstlich an und lässt uns als Spieler spüren, wie sehr uns Ubisoft dazu drängen möchte, echtes Geld in Silent Hunter zu investieren.

Wie fair das Bezahlmodell am Ende nun aber ausfallen wird, ist in dieser Anfangsphase noch nicht abzusehen, zumal der Ingame-Shop noch nicht einsatzbereit ist und auf eine leere Seite verweist.

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