Ich bin überzeugt, dass Silver Pines extra für mich entwickelt wurde. Wie sonst lässt es sich erklären, dass das fünfköpfige Entwicklerteam Wych Elm akribisch dem »So macht man Natalie mit einem Survival-Horrorspiel glücklich«-Rezept gefolgt sind:
- Nehmt eine mysteriöse Kleinstadt und taucht sie in Nebel und Regenwetter. Gebt ihr einen Namen, in dem wahlweise einer der folgenden Begriffe vorkommt: Peak, Pines, Creek, Falls, Hill, Springs
- Nun vermischt sie mit einem unzuverlässigen Helden, der eigentlich wissen sollte, was hier vor sich geht – aber er tut es nicht. Oder doch?
- Solange kneten, bis daraus eine dichte Atmosphäre-Masse entsteht. Verfeinert sie jetzt mit charmanter Hommage an Genre-Klassiker wie Silent Hill oder Alan Wake. Noch besser schmeckt’s mit Twin Peaks (falls ihr Koffein vertragen könnt!).
- Verteilt die Masse jetzt gleichmäßig auf einen Stadtplan und bestreut ihn mit Metroidvania-Elementen und cleveren Rätseln.
- Serviert alles nun mit herausfordernden Kämpfen, einprägsamen Bossen, einer kryptischen Story und ordentlich Ressourcen-Management.
- Bon appétit.
Klingt nach etwas, was euch auch schmecken könnte? Dann lasst mich erklären, warum ich nach den Credits direkt einen Nachschlag brauche!
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Silver Pines: Stylisches Metroidvania kombiniert Akte-X-Setting mit Survival-Horror
Ein Liebesbrief an das Genre
In Silver Pines werfe ich mir den Ermittlermantel des Privatdetektivs Red Walker über, um den verschwundenen Musiker Eddie Velvet aufzuspüren.
Mit jedem Schritt, den ich tiefer in die verregnete Kleinstadt setze, die mir übrigens in einem wunderschönen Noir-2D-Look präsentiert wird, wird nicht nur mein Hosensaum nasser – mir dämmert auch schnell, dass hier gewaltig etwas faul ist. Die Straßen sind wie leergefegt und die wenigen verbliebenen Bewohner labern mich mit wirrem Zeug und kryptischen Prophezeiungen zu. Und zu allem Übel schälen sich auch noch furchteinflößende, schluchzende Kreaturen aus den Schatten.