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»Beste Entscheidung meines Lebens« - User hört mit Online-Shootern auf und spielt nur noch Singleplayer, hat keinen Stress mehr

Stress und Frust im Online-Gaming? Auf Reddit bildet sich eine Bewegung, die statt PvP den Einzelspielermodus lobt und damit Stress abbaut.

Spiele wie Clair Obscur: Expedition 33 sind für immer mehr Menschen eine Zuflucht vor zu viel Online-Stress. Spiele wie Clair Obscur: Expedition 33 sind für immer mehr Menschen eine Zuflucht vor zu viel Online-Stress.

Den einen typischen Videospieler gibt es nicht. Jeder und jede hat andere Vorlieben. Die einen treffen sich gerne online in Multiplayer-Spielen zum geselligen Austausch und sportlichen Wettkampf. Die anderen berichten in einem viel beachteten Reddit-Thread (über 13.000 Upvotes, 1.200 Kommentare) von einer für sie überraschenden Erkenntnis: Der wahre Frieden liegt im Einzelspieler-Erlebnis.

Eine wachsende Gemeinschaft von Spielern kehrt demnach den stressigen und oft toxischen Online-Schlachtfeldern den Rücken zu und findet in der Welt der Singleplayer-Titel eine neue Art von Ruhe und Ausgeglichenheit. Als Reaktion auf den Beitrag von User Engibeeros sprechen von einer besseren Lebensqualität, seit sie den kompetitiven Druck hinter sich gelassen haben.

»Ich habe mein ganzes Leben Online-Shooter gespielt. Es war nicht sehr viel Zeit - etwa vier Stunden pro Woche - aber es war 100 Prozent meiner Spielzeit. Vor kurzem habe ich alle Online-Spiele von meinem PC gelöscht und bin auf Einzelspieler-Spiele umgestiegen. Und ganz ehrlich, das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

Zuerst fühlte ich mich wie ein Süchtiger, dem die schnellen, intensiven Emotionen fehlten. Aber schon bald fand ich Gefallen an den Geschichten und dem sich nicht wiederholenden Spielablauf, den Einzelspieler-Spiele bieten. Jetzt genieße ich es, Einzelspielerspiele zu spielen.« (Engibeeros auf Reddit)

Die Schattenseiten des Online-Gaming

Der Reiz von Online-Spielen liegt oft in der Möglichkeit, sich mit anderen zu messen und Teamwork zu erleben. Doch diese Medaille hat auch eine Kehrseite, die viele Spieler an ihre Grenzen bringt. Einer der Hauptkritikpunkte ist die intensive Emotionalität und der damit verbundene Stress.

Wie u/12amoore auf Reddit berichtet: »Multiplayer-Shooter können zwar belohnend sein, aber mein Gott, 90 Prozent der Zeit ist es nur Ärger.« Diese ständige Konfrontation mit negativen Gefühlen kann die eigentliche Freude am Spielen trüben und sogar zu einer Belastung im Alltag werden.

Video starten 38:26 Alles, was mich im echten Leben stresst, entspannt mich in Stardew Valley | mit Farina Brock

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Toxizität der Online-Communitys. Der Wettkampfgeist kann schnell in aggressive Kommunikation und Beleidigungen umschlagen. AlkaKr bringt es auf den Punkt: »Ich habe noch nie in meinem Leben ein PvP-Spiel oder einen PvP-Modus gespielt, bei dem Toxizität nicht die Hauptidentität der Community war. PvP bedeutet IMMER Toxizität.«

Diese feindselige Umgebung macht es vielen offenbar unmöglich, eine entspannte Zeit zu verbringen und sich auf das Spiel selbst zu konzentrieren. Der Wunsch nach sozialer Interaktion wird so zu einer Quelle von Ärger, wenn man sich mit »der 12-jährigen Kellerarmee und ihrem Scheiß« auseinandersetzen muss, wie es u/Boom-Doc-a-Locka treffend beschreibt.

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Der Druck, ständig gewinnen zu müssen und die Abhängigkeit von der Leistung des eigenen Teams, trägt ebenfalls zum hohen Stress-Pegel bei. Reddit-Kommentator beerncheese69 fasst dieses Gefühl zusammen: »Gewinnen fühlte sich für ein paar Sekunden gut an, aber 90 Prozent der Zeit fühlte es sich an, als läge meine Brust in einem Schraubstock.«

Dieses Gefühl des Erstickens, der Anspannung und des ständigen Kampfes um den Sieg entzieht dem Spielerlebnis die Leichtigkeit. Dazu kommt die zeitliche Komponente. Viele Online-Spiele sind darauf ausgelegt, unzählige Stunden zu verschlingen, oft ohne ein klares Ende in Sicht. Dies führt zu einer Verschwendung von Zeit, die für produktivere oder entspannendere Aktivitäten genutzt werden könnte, wie _nepunepu bemerkt: »Jetzt spiele ich überhaupt keine Multiplayer-Spiele mehr. Ich habe keine Zeit dafür.«

Singleplayer-Spiele als Ausweg

Für viele Spieler im Reddit-Thread war der Wechsel zu Einzelspieler-Spielen eine Offenbarung. Plötzlich stand nicht mehr der Wettkampf im Vordergrund, sondern das Eintauchen in fesselnde Geschichten, das Erkunden weitläufiger Welten und das Meistern persönlicher Herausforderungen.

User -FaZe- beschreibt diesen Wandel prägnant: »Sobald ich anfing, Singleplayer-Spiele zu spielen und die Geschichten zu genießen, bin ich nie wieder zu Online-Wettkampfspielen zurückgekehrt. Dieser Stress und Ärger verschwand einfach.«

Multiplayer Singleplayer Multiplayer Singleplayer

Call of Duty und Co. sorgen bei Spielern für Stress (links). Zum Runterkommen wenden sie sich immer öfter reinen Einzelspieler-Titeln wie Kingdom Come 2 zu (rechts).

Die Vorteile des Verzichts auf Online-Spiele sind vielfältig und reichen weit über das Gaming hinaus. Spieler berichten von einer verbesserten Zeitplanung, höherer Konzentration und einer insgesamt besseren psychischen Gesundheit. Beziehungen, sowohl intime als auch familiäre und soziale, können sich ebenfalls positiv entwickeln, da mehr Zeit und Energie für das echte Leben zur Verfügung steht.

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