Auf dem Grabstein steht God of War: Trotz 90er-Wertungen hat Sony mit Bluepoint Games eins seiner Top-Studios geschlossen - das steckt dahinter

Sony entlässt die 70 Mitarbeiter von Bluepoint Games (Demon's Souls Remake). Schuld scheint die Live-Service-Seuche - aber Peter sieht auch andere, teils gute Gründe für das Aus.

Ein neues God of War sollte das nächste große Spiel von Bluepoint Games (Demons Souls Remake, links) werden. Doch es kam ganz anders. Ein neues God of War sollte das nächste große Spiel von Bluepoint Games (Demon's Souls Remake, links) werden. Doch es kam ganz anders.

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»You died« - ganz so schlimm wie der Game-over-Bildschirm in ihrem letzten Spiel ist die Nachricht für die 70 Beschäftigten von Bluepoint Games am Ende dann doch nicht, doch die Schließung des Studios hinter dem Demon's Souls Remake hat natürlich trotzdem eine tiefe Wunde gerissen.

Die Portierungs- und Remaster-Spezialisten haben über 15 Jahre hinweg für drei Generationen von PlayStations entwickelt. Doch am 19. Februar 2026 war Schluss, Sony lässt das erst 2021 übernommene Entwicklerteam den Weg von Arkane Austin, Ready at Dawn oder Volition gehen, die komplette Belegschaft verliert ihre Jobs. Dazu gab's folgendes Statement:

»Nach einer kürzlichen geschäftlichen Überprüfung wurde die Entscheidung getroffen, Bluepoint Games im März zu schließen. Bluepoint Games ist ein unglaublich talentiertes Team und ihre technische Expertise hat der PlayStation-Community außergewöhnliche Erlebnisse geliefert. Wir danken ihnen für ihre Leidenschaft, Kreativität und Handwerkskunst.«

Auf den ersten Blick wirkt das wie der Gipfel der Undankbarkeit seitens Sony. Immerhin reden wir hier von dem Team, das mit dem Remake von Demon's Souls und der Neuauflage von Shadow of the Colossus zwei der bestbewerteten PS4/5-Exklusivtitel der letzten Dekade abgeliefert hat.

Peter Bathge
Peter Bathge

GameStar-Redakteur Peter bekam irgendwann mal von seinen Chefs das Etikett als Branchenexperte aufgetackert und hat seitdem nicht geschafft, diesen Ruf loszuwerden. Dabei kommentiert er doch eigentlich nur die schönen und weniger schönen Ereignisse in der Welt der Videospiele, um sie auch Laien verständlich zu machen. Mit zunehmenden Alter interessiert er sich dabei zunehmend für Geschäftsberichte, Umsatzzahlen und Profitmargen - aber nur als Lektüre, beruflich bleibt er durch und durch ein Schreiberling.

Doch wer nur auf die Metacritic-Werte von 92 und 91 schielt, übersieht die komplizierte wirtschaftliche Realität hinter den Kulissen. Die Geschichte von Bluepoint Games ist kein klassisches Drama über ein böses Imperium, das ein unschuldiges Studio zerschlägt. Es ist eher eine Fallstudie über falsch verstandene Ambitionen, hausgemachte Strategiekrisen und die unerbittliche Mathematik der modernen Spieleentwicklung auf AAA-Niveau.

Das Erbe der Perfektionisten

Bevor ich auf die harten Zahlen und die strategischen Fehltritte eingehe, müssen wir uns kurz daran erinnern, was Bluepoint so besonders gemacht hat. Das Studio aus Austin im US-Bundesstaat Texas war ein Labor für digitale Restauration. Dort wurden Spiele nicht einfach nur portiert, die Technik-Experten bei Bluepoint sezierten den Code alter Klassiker förmlich und machten ihn fit für eine neue Generation von Hardware.

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