Sony hält mit dem neuen Xperia 1 VIII an seiner Smartphone-Philosophie fest: Kopfhöreranschluss, microSD-Slot und dedizierte Kamerataste scheinen 2026 wie Relikte aus einer längst vergangenen Zeit.
Aber es gibt auch spürbare Kompromisse im Vergleich zu anderen Oberklasse-Smartphones, etwa bei Kamera, Ladegeschwindigkeit und Display.
Damit ist klar: Das Xperia 1 VIII ist garantiert nichts für jeden. Ist es etwas für euch?
Lieferumfang
Sony setzt beim Lieferumfang weiter auf Minimalismus: In der Verpackung finden sich neben dem Smartphone nur Papierdokumente. Kein Kabel, keine Schutzfolie, -hülle und kein Netzteil. Ihr erhaltet also nur das nackte Handy und müsst euch um den Rest selbst kümmern.
Zu einem Einstiegspreis von 1.500 Euro ist das schon spärlich. Zumindest eine Schutzfolie auf dem Display wäre wünschenswert.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Sony Xperia 1 VIII über einen Zeitraum von einer Woche im Alltag verwendet und habe das Gerät dabei so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Sony Xperia 1 VIII | |
|---|---|
| Display | 6,5″ LTPO‑OLED, 1080 × 2.340 Pixel, 120 Hz |
| Abmessungen / Gewicht | ca. 165 x 71 x 8,2 mm, 200 g |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| RAM / Speicher | 12 GB / 256 GB, 16 GB / 1 TB |
| Speichererweiterung | microSD |
| Akku | 5.000 mAh, kabelgebunden bis 30 W, kabellos bis 15 W |
| Rückkamera | 48 MP Hauptkamera, 48 MP Ultraweitwinkel, 48 MP Tele |
| Frontkamera | 12 MP |
| Audio | Stereo‑Frontlautsprecher, 3,5‑mm‑Klinke, LDAC / aptX Adaptive / aptX Lossless |
| Schutz / Material | Gorilla Glass Victus 2 vorne, Gorilla Glass Victus hinten, Aluminiumrahmen, IP65 / IP68 |
| Konnektivität | 5G, Wi‑Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, USB‑C 3.2 |
| SIM | Nano‑SIM + eSIM, Dual‑SIM |
| Betriebssystem | Android 16 mit Sony‑UI, 4 OS‑Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates |
Preis und Verfügbarkeit
Das Sony Xperia 1 VIII kostet mit 256 Gigabyte Speicher und 12 Gigabyte RAM 1.499 Euro. Die Variante mit 16 Gigabyte Arbeits- und einem Terabyte Gerätespeicher schlägt mit 1.999 Euro zu Buche.
Erhältlich ist das Smartphone in den Farben Graphitschwarz, Granatrot sowie Iolith-Silber.
Design und Verarbeitung
Optisch bleibt sich Sony treu und kombiniert wieder Gorilla Glass Victus 2 vorne, Gorilla Glass Victus hinten und einen Aluminiumrahmen, der zusammen mit IP65/IP68 einen sehr robusten Eindruck hinterlässt.
Damit ist das Handy zwar gut geschützt gegen Kratzer und Co. Ich würde allerdings immer zu einer separaten Schutzfolie- und -hülle raten, gerade bei einem solch teuren Gerät.
Auffällig sind die für die Preisklasse breiten Displayränder oben und unten.
Diese behält der Hersteller aus zwei Gründen bei:
- Die nach vorne gerichteten Frontlautsprecher brauchen Platz.
- Sony verzichtet weiterhin auf eine Notch und ein Punch-Hole.
Neu ist das sogenannte »ORE-Design«, das laut Hersteller von Roh-Edelsteinen inspiriert wurde. Rahmen und Rückseite sind ziemlich rau und erinnern mich ein wenig an Sandpapier – so fühlen sie sich auch an.
Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt aber für eine sehr gute Griffigkeit. Außerdem ist das Smartphone damit komplett unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken.
Ebenfalls neu gestaltet ist die rückseitige Kamerainsel. Hier setzt der Hersteller jetzt auf einen großen quadratischen Aufbau statt auf die bisherige vertikale Pillenform, die wir unter anderem auch von Samsung kennen.
Mit 200 Gramm bleibt das Handy trotz Metall und Glas angenehm leicht. Durch das schmale 19,5:9-Format liegt es bei 6,5 Zoll Displaygröße deutlich handlicher in der Hand als viele Konkurrenzmodelle mit ähnlicher Displaygröße.
Der seitliche Power-Button beherbergt den Fingerabdrucksensor. Er arbeitet schnell und zuverlässig – ich finde Sensoren unter dem Display inzwischen aber komfortabler zum Entsperren. Das ist aber natürlich Geschmackssache.
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Display
Sony setzt wie beim Vorgänger auf ein 6,5‑Zoll‑LTPO‑OLED mit 1080 x 2.340 Pixeln und 120 Hertz, das im Test eine sehr gute Bildqualität mit hohen Kontrasten und natürlicher Farbdarstellung liefert. Durch die LTPO-Technik kann die Bildwiederholungsfrequenz variabel in kleinen Schritten arbeiten, was vor allem der Akkulaufzeit zugutekommt.
Die Auflösung ist hoch genug, sodass man keine einzelnen Pixel erkennt. Andere Flaggschiffmodelle wie ein Galaxy S26 Ultra lösen allerdings nochmals höher auf.
Angaben zur maximalen Helligkeit gibt es seitens Sony nicht. Die auf Smartphones spezialisierte Webseite GSMArena hat beim Xperia 1 VIII eine vollflächige Spitzenhelligkeit von rund 1.500 Nits gemessen – hell genug, sogar bei Sonnenlicht.
Auch in meinem Alltagstest zeigt sich das. Der Bildschirm bleibt auch bei gleißender Mittagssonne noch gut ablesbar.
Wie ich bereits erwähnt habe, wirkt das Display im Vergleich mit der Konkurrenz etwas altbacken. Das liegt an den breiteren Rändern oben und unten. Mich persönlich stört das nicht, zudem habt ihr dadurch einen vollflächigen Bildschirm ohne Aussparungen – praktisch etwa bei Spielen oder Videos.
Prozessor und Speicher
Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, unterstützt von 12 GB LPDDR5X-RAM und 256 GB UFS-4.1-Speicher in der Basisversion. Optional gibt es ein 16-GB/1-TB-Modell.
Geekbench CPU Single Core
Sony Xperia 1 VIII
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In meinen Benchmarks kommt das Xperia 1 VIII auf 3.024 Punkte im Geekbench‑Single‑Core‑Test und 9.235 Punkte im Multi‑Core‑Test, in AnTuTu erreicht es 3.332.753 Punkte – damit liegt es klar im High-End-Bereich, aber unter einigen Snapdragon‑8‑Elite‑Geräten wie dem Galaxy S26 Ultra.
Sony arbeitet hier offenbar mit eher konservativen Power‑Limits und Temperaturgrenzen. Selbst bei längeren Spiel-Sessions wird das Gerät nur leicht warm.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Im Alltag bringt das Xperia 1 VIII alles, was man erwartet: Apps starten zügig, Multitasking läuft flüssig, und anspruchsvolle Spiele wie »Where Winds Meet« oder vergleichbare Titel sind auf hohen Grafikeinstellungen flüssig spielbar.
Der 256‑GB‑Speicher lässt sich zusätzlich per microSD um bis zu 2 TB erweitern – eine Option, die bei Oberklasse-Handys schon vor Jahren verschwunden ist.
Akkulaufzeit
Sony bleibt bei 5.000 Milliamperestunden Kapazität, kombiniert das aber mit einer eigenen Optimierungslogik und einer vierjährigen Akku-Garantie für maximale Restkapazität.
In meinem PCMark‑Work‑3.0‑Benchmark kommt das Xperia 1 VIII auf 27 Stunden und 7 Minuten – ein extrem guter Wert, der nochmal leicht über dem Vorgänger Xperia 1 VII liegt, das in meinem Test bei über 26 Stunden lag. Damit schafft es Sony erneut an die Spitze meiner Benchmarktabelle.
PCMark Akku-Benchmark
Sony Xperia 1 VIII
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Bei gemischter Nutzung sind problemlos zwei Tage mit einer Ladung drin, bei etwas weniger auch drei Tage. Aber es kommt natürlich immer auf die Art und Weise der Nutzung an.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Kritikpunkt bleibt das Laden: kabelgebunden sind nur bis zu 30 Watt möglich, kabellos 15 Watt – damit dauert eine Vollladung länger als bei vielen Konkurrenz-Modellen schnellerer Ladetechnik und hängt spürbar hinter Flaggschiffen von Samsung, Xiaomi oder Oppo.
Qi2‑Magnetladen unterstützt das Xperia 1 VIII nicht, Reverse Charging ist vorhanden, erfreulicherweise sogar wireless. So könnt ihr andere Geräte wie Kopfhörer über das Handy aufladen und es quasi als Powerbank nutzen.
Kamera
Sony positioniert das Xperia 1 VIII klar als Kameraflaggschiff. Drei 48‑Megapixel‑Sensoren decken Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Telekamera ab.
Die wichtigste Änderung zum Vorgänger: Statt des variablen Periskopzooms mit 85 bis 170 Millimetern setzt Sony jetzt auf eine feste Telebrennweite von 70 Millimetern mit 2,9‑fachem optischem Zoom und Sensor‑Crop bis 5,8‑fach.
Die Hauptkamera übernimmt den Allround‑Einsatz, die Ultraweitwinkelkamera ergänzt große Szenen und Innenräume, und die Telekamera ist stärker auf Porträts, Tele‑Makros und moderate Zoomstufen zugeschnitten als auf extreme Fernaufnahmen.
Wer vor allem die variable Brennweitenspanne des Xperia 1 VII mochte, muss sich hier umgewöhnen – dafür sind die Tele‑Shots im Nahbereich lichtstärker.
Beispielaufnahmen mit den verschiedenen Zoomstufen:
Bei Tageslicht liefert das Xperia 1 VIII sehr stimmige Fotos. Farben bleiben natürlich, der Kontrast ist eher zurückhaltend und feine Texturen werden nicht gnadenlos weggeglättet.
Für Fans natürlicher Aufnahmen ist das ein klarer Pluspunkt, wenn man später noch selbst an Kontrast und Sättigung drehen möchte. Wer knallige Farben und maximalen Punch direkt aus der Automatik erwartet, bekommt hier eher ein zurückhaltendes Bildprofil.
Die Telekamera macht bei gutem Licht ausgezeichnete Aufnahmen mit vielen Details, schönen Farben und Kontrasten. Der durchgehende Zoom des Vorgängers fehlt jedoch, der Wegfall führt nämlich zu einer geringeren Brennweite. Das Xperia 1 VII bot einen bis zu 7.1-fachen-Zoom – ganz so nah an entfernte Objekte kommt ihr mit dem 1 VIII (5,8-fach) jetzt nicht mehr heran.
Dafür ist die Qualität des neuen Telezooms durch einen größeren Sensor allerdings etwas besser als die des Vorgängers. Der Schritt weg vom durchgehenden Zoom war also durchaus richtig.
Die Ultraweitwinkelkamera macht am Tag ebenfalls einen guten Job. Verzerrungen sind sauber korrigiert, Schärfe bleibt bis in die Ecken brauchbar und auch hier arbeitet Sony mit einer natürlichen Abstimmung.
Weitere Beispielaufnahmen:
Nachts zeigt das Xperia 1 VIII ein gemischtes Bild. Die Hauptkamera profitiert von ihrem größeren Sensor und fängt genügend Licht ein, solange man nicht gerade in komplett dunklen Szenen unterwegs ist. Der Telezoom arbeitet noch recht gut, der Ultraweitwinkel fällt spürbar ab.
Insgesamt sind die Fotos im Automatikmodus in Ordnung, aber sie können nicht mit Pixel 10 Pro oder Galaxy S26 Ultra mithalten.
Womöglich arbeitet Sonys softwareseitiger Bildprozess weniger aggressiv als bei anderen Herstellern. Am besten gleicht ihr das selbst über eine Foto-App aus oder fotografiert im Pro-Modus mit Stativ für bessere Ergebnisse. Point and Shoot aus der Hand zählt im Low-Light-Bereich nicht zu Sonys Stärken.
Beispielaufnahmen am Abend.
Die Frontkamera macht bei Tageslicht richtig gute Fotos mit vielen Details. Auch sie wirken natürlich und sind nicht zu stark gesättigt. Bei weniger Licht gehen durch die Rauschunterdrückung zwar viele Details verloren, allerdings bleiben die Aufnahmen brauchbar.
Die Frontkamera macht sehr gute Fotos, auch bei weniger Licht bleiben sie brauchbar. (Bildquelle: Marinus M., GameStar Tech)
Was mir am Xperia 1 VIII am besten gefällt, ist die dedizierte Kamerataste. Sie arbeitet wie bei einer richtigen Kamera: halb heruntergedrückt wird der Fokus eingestellt, ein vollständiger Druck löst die Aufnahme aus. So entsteht ein natürliches Gefühl, wie man es eben von einem echten Fotoapparat kennt.
Hinzu kommen die klassischen Features, die man von den Alpha-Kameras kennt: Augen‑ und Objekt‑Tracking funktionieren sehr zuverlässig und erleichtern das Fotografieren deutlich. Auch die Kamera-App integriert die Alpha-DNA. Einerseits gibt es einen abgespeckten Automatikmodus, andererseits eine Pro‑Oberfläche mit Belichtungszeit, ISO und vielen weiteren Parametern.
Neu dabei ist ein KI‑Assistent in der Kamera, der passend zum Kamerainhalt vier unterschiedliche Verarbeitungs-Presets vorschlägt. Das ändert beispielsweise die Farbgebung, das Licht oder die Schärfe des Hintergrunds. Für Fotoneulinge können die Vorlagen durchaus hilfreich sein, allerdings sind die Ergebnisse nicht immer überzeugend – es kommt immer auf Motiv, Licht und Co. an.
Beim Filmen spielt das Sony seine Systemkamera‑Gene aus. 4K‑Aufnahme mit 120 Hertz für alle rückseitigen Kameras, optische Stabilisierung und eine multifunktionale Videooberfläche mit manuellen Reglern sorgen dafür, dass sich das Gerät eher wie eine Alpha‑Kamera anfühlt als ein typisches Smartphone.
Lautsprecher und Audio
Beim Klang ist das Xperia 1 VIII wie immer spannend. Die beiden Frontlautsprecher sitzen klassisch oben und unten im Rahmen und spielen direkt zum Nutzer hin.
Das sorgt für eine klare Stereo-Bühne. Stimmen klingen präsent, Musik wirkt weniger blechern und auch Spiele profitieren von der genaueren Ortung. Dennoch fehlt es auch dem Sony an Volumen und der Klang ist insgesamt recht dünn.
Die maximale Lautstärke ist dafür sehr hoch, sodass man das Handy für Podcasts und Co. beispielsweise problemlos beim Kochen mit laufender Dunstabzugshaube nutzen kann.
Hinzu kommt der 3,5‑mm‑Kopfhöreranschluss, den viele Hersteller längst abgeschrieben haben. Zusammen mit dem Walkman‑inspirierten Audio‑Pfad und Unterstützung für hochwertige Bluetooth‑Codecs bekommt ihr hier ein Smartphone, mit dem sich wunderbar auch Kabelkopfhörer verwenden lassen.
Für alle, die noch gute Over‑Ear‑ oder In‑Ear‑Kopfhörer mit Klinke im Regal haben oder einfach gern mit niedriger Latenz und ohne Akku hören, ist das ein echter Vorteil.
Konnektivität
Beim Thema Konnektivität leistet sich das Xperia 1 VIII keine Schwächen. Das Smartphone unterstützt alle wichtigen Standards, die man in der Oberklasse erwarten darf, darunter 5G, WiFi 7, Bluetooth, NFC und USB‑C mit Display-Ausgabe.
Die Ausstattung umfasst:
- WiFi 7
- Bluetooth 6.0
- 5G
- NFC
- USB‑C 3.2 mit DisplayPort-Ausgang
- Dual-SIM mit eSIM-Unterstützung
Im Alltag gibt es hier nichts zu beanstanden. Praktisch ist zudem, dass Sony weiterhin an der werkzeuglos entnehmbaren SIM-Schublade festhält.
Betriebssystem und Updates
Das Sony Xperia 1 VIII startet mit Android 16 und setzt auf eine schlanke, nahezu unveränderte Android-Oberfläche. Der Hersteller verzichtet weitgehend auf unnötige Extras, sodass das System aufgeräumt wirkt und angenehm flott läuft. Wer ein möglichst pures Android ohne viel Bloatware mag, wird sich hier schnell zurechtfinden.
Dazu kommen einige Sony-eigene Apps und Funktionen, die sinnvoll auf die Zielgruppe des Gerätes zugeschnitten sind. Dazu zählen vor allem Kamera‑, Gaming- und Audio‑Features mit der Anbindung an Sonys eigenes Ökosystem.
Besondere KI-Features bietet Sony systemseitig nicht. Durch die Anbindung an Gemini könnt ihr aber Features wie Circle to Search etc. verwenden.
Update-Garantie: Sony verspricht vier große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Das ist ordentlich, reicht in dieser Preisklasse aber nicht an Hersteller wie Samsung oder Google heran. Wer sein Smartphone sehr lange nutzen will, bekommt hier also eine solide, aber nicht die beste Update-Perspektive am Markt.
Für wen lohnt sich das Xperia 1 VIII?
Das Xperia 1 VIII lohnt sich für euch, wenn …
- ... ihr ein 6,5‑Zoll‑Flaggschiff mit Kopfhöreranschluss, microSD‑Slot und notch‑freiem Display sucht.
- ... ihr Wert auf natürliche Fotos legt und eine Kamerataste legt.
- ... ihr Kabelkopfhörer am Handy nutzt.
- ... ihr ein schlichtes Oberklasse-Handy mit viel Leistung und langer Akkulaufzeit sucht.
Weniger gut passt das Gerät zu euch, wenn …
- ... ihr die bestmögliche Zoom‑Kamera und Low‑Light‑Performance erwartet.
- ... euch eine möglichst lange Versorgung mit Android-Updates wichtig ist.
- ... ihr primär auf Preis‑Leistung schaut und bereit seid, bei Audio oder Ports Kompromisse einzugehen.
Mögliche Alternativen
- Samsung Galaxy S26 Ultra: Größeres QHD‑OLED mit Privacy‑Filter, starkes Quad‑Kamera‑Setup mit 5‑fach‑Periskop und sehr langer Akkulaufzeit, dazu sieben Jahre Updates – verzichtet allerdings auf Klinke und microSD.
- Honor 600 Pro: Snapdragon‑8‑Elite‑Chip mit Top-Leistung, helles 120‑Hertz‑OLED, starke Haupt- und Telekamera sowie IP69K-Schutz und schnelles 80‑Watt‑Laden – dafür ohne Klinke und mit nur mittelmäßigem Ultraweitwinkel.
- Xiaomi 17T: Kompaktes 6,59‑Zoll‑OLED, starkes Leica-Kamerasystem mit 5‑fach-Tele und IP68-Schutz zu einem deutlich günstigeren Einstiegspreis – verzichtet aber auf Wireless Charging und bietet nur durchschnittliche Akkulaufzeit trotz großem Akku.
- Die besten Handys unter 1.000 Euro – nach 40 Smartphone-Tests sind das meine 3 Empfehlungen aus der Oberklasse
- Die besten Handy bis 600 Euro: Das sind meine 3 Empfehlungen nach über 30 Smartphone-Tests
Fazit
Das Sony Xperia 1 VIII ist, wie sein Vorgänger, kein Mainstream‑Flaggschiff, sondern ein Gerät für eine spezifische Zielgruppe: Nutzer, die 2026 noch einen Kopfhöreranschluss, microSD‑Slot und eine dedizierte Kamerataste wollen – und bereit sind, dafür bei Ladegeschwindigkeit, Displayauflösung, Zoom‑Leistung und Update‑Dauer Kompromisse einzugehen.
Im Vergleich mit anderen Oberklasse-Modellen verfehlt Sony die absolute Smartphone‑Elite vor allem bei der Low-Light-Fotografie und Ladegeschwindigkeit, bietet dafür aber Mehrwerte bei Audio, Bediengefühl und den klassischen Sony‑Tugenden. Zudem bietet auch das Xperia 1 VIII eine richtig gute Akkulaufzeit.
Wenn genau diese Alleinstellungsmerkmale für euch wichtig sind, kann das Xperia 1 VIII trotz des hohen Preises ein spannendes Handy sein – alle anderen fahren mit den etablierten Flaggschiffen von Samsung, Apple oder Xiaomi vermutlich besser.


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