Was ist besser, als sich in einer Survival-Welt ein eigenes Zuhause in die Landschaft zu fräsen? Tja, wie wäre es, wenn dieses Zuhause fliegen und euch in jedes Abenteuer folgen, ja sogar mit Kanonen auf Feinde schießen könnte?
Das haben sich zumindest die Soulmask-Entwickler bei ihrem großen neuen Addon gefragt und den Basenbau kurzerhand auf selbstgebaute Schiffe verlegt. Mit denen segelt ihr anfangs noch piratig übers Meer und später lernen die Pötte sogar fliegen.
Ein Survival-Traum: Die eigene Hütte überallhin mitnehmen.
Baut ihr eure ersten Kähne noch aus Schilf und Holz, werden daraus später regelrechte fliegende Festungen, die sich sogar mit Weltbossen anlegen können. Aber Moment, ich greife vor, worum geht's eigentlich?
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Natürlich um Soulmask, das seit knapp zwei Jahren im Early Access spielbar ist und bislang gute bis sehr gute Bewertungen von den Steam-Nutzern eingeheimst hat. Jetzt steht Version 1.0 an und zeitgleich gibt’s auch ein Addon, das die Größe der Spielwelt nahezu verdoppelt. Besitzer des Hauptspiels können sich die Erweiterung bis zum 10. Mai sogar kostenlos auf Steam schnappen und anschließend behalten.
In diesem Artikel erfahrt ihr, was euch in dem gewaltigen Addon alles erwartet.
Die drei Arten des Götterklatschens
In der Shifting-Sands-Erweiterung reist ihr in ein neues Land, das stark vom alten Ägypten inspiriert ist. Hier erwarten euch Dünen, Flussdeltas, alte Ruinen und riesige Pyramiden. In Letzteren messt ihr euch mit ägyptischen Göttern wie Sobek und Anubis.
Wenn ihr den neuen DLC direkt spielen wollt, braucht ihr übrigens keinen hochleveligen Charakter. Ihr könnt euch einfach eine neue Spielfigur basteln und gleich in den Wandelnden Sanden starten. Die Charaktererstellung wurde dabei um ein paar ägyptisch angehauchte Optionen erweitert.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Im Solo- und Koop-Modus könnt ihr beim Spielstart viel einstellen, von Gegnerschwierigkeit bis Pflanzenwachstumsrate. Alternativ wählt ihr einen der drei neuen vorgefertigten Modi aus:
- Im Wirtschaftsmodus konzentriert ihr euch ganz auf den Aufbau eines tatkräftigen Stammes aus NPC-Helfern, mit deren Hilfe ihr die meisten Sammel- und Craftingvorgänge automatisiert und eine eindrucksvolle Basis errichtet. Hier sind die Survival-Mechaniken ein bisschen zurückgedreht.
- Der klassische Überlebensmodus fordert euch hingegen in allen Bereichen. Ihr müsst essen, trinken und schlafen, feindliche Basen stürmen und eure eigene verteidigen. Durch Crafting erlangt ihr bessere Ausrüstung. Das ist im Prinzip der gleiche Spielmodus wie im Early-Access, aber für Version 1.0 wurde der Levelfortschritt vom Mid- ins Endgame überarbeitet und beschleunigt.
- Zu guter Letzt gibt es den Krieger-Modus. Hier sind euch Wirtschaft, Basis und Stamm größtenteils egal. Ihr kämpft euch stattdessen alleine oder mit wenigen Verbündeten durch Horden von Barbaren und Monster und stellt euch Bossen entgegen, um stärker zu werden und ihnen mächtige Ausrüstung abzuluchsen. Der Krieger-Modus ist der schnellste Spiel-Modus, hier haben die Entwickler sogar einen Timer für Speedruns eingebaut. Basenwartung und ‑verteidigung sowie Itemverlust beim Tod sind deaktiviert, Gegner dafür aber schlauer, stärker und zahlreicher.
Alle drei Modi sind übrigens auch noch in mehreren Schwierigkeitsgraden wählbar. Anstatt direkt ein eigenes Spiel zu starten, könnt ihr aber auch auf offiziellen und inoffiziellen Online-Servern mit jeweils eigenen Regeln und Einstellungen spielen. Dann wandelt sich Soulmask vom Solo- oder Koop-Survival-Spiel ein bisschen in Richtung MMO. Man kann sogar dedizierte PvP-Server aufsetzen.
Übrigens: Falls ihr noch alte Solo- oder Koop-Spielstände habt, könnt ihr die auch mit Version 1.0 noch weiterspielen. Die offiziellen Server aus der Early-Access-Version werden aber alle zurückgesetzt.
Bevor ich gleich aber noch weiter in die Neuerungen eintauche, machen wir erstmal einen Schritt zurück und klären die Frage: Worum geht’s in Soulmask überhaupt?
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt
Soulmask ist eine Survival-Sandbox mit komplexen Crafting-, Basenbau-, und Automatisierungs-Systemen. Ihr hackt Holz, sammelt Ressourcen und errichtet ein Zuhause nach eigener Vorstellung. Ihr könnt auch feindliche Kämpfer betäuben und dann für euren eigenen Stamm rekrutieren.
Den NPC-Helfern gebt ihr dann entweder über das neue Arbeitsmenü allgemeine Jobs oder klickt ihnen wie gehabt die Aufgaben präzise zusammen. Die nehmen euch dann all die Alltagsaufgaben wie Ackerbau und Crafting einfach ab.
Ihr könnt auch wilde Tiere zähmen. Manche taugen als Nutztiere für eure Produktion, andere zum Reiten. Generell folgt ihr in Soulmask keiner Story, sondern schreibt in typischer Survival-Manier eure eigene. Questartige Hilfseinblendungen weisen euch auf Wunsch aber auf den nächsten logischen Schritt in eurem Sandbox-Abenteuer hin.
Während euch die ursprüngliche Early-Access-Version zunächst Ruinen und Biome erkunden ließ, die von südamerikanischen Kulturen und Klimazonen inspiriert waren, geht’s jetzt mit dem Shifting-Sands-Addon ins alte Ägypten.
Die Masken-Superkräfte
Einer der größten Twists sind auch hier wieder die namensgebenden Seelenmasken, die ihr von Bossen erbeutet und mit denen ihr euren Charakteren spezielle Superkräfte gebt. Von ihnen hält der DLC vier neue bereit.
Die erste davon, die Himmelsschwingen-Maske, gibt’s beim Betreten des neuen Gebiets automatisch, und sie ist sehr nützlich. Dank der Macht des Falkengottes Horus wachsen euch nämlich goldene Flügel mit denen ihr mühelos durch die Lüfte saust. Ideal, um im Kampf von oben Pfeile regnen zu lassen oder wie ein Komet auf Feinde herabzustürzen.
Für die übrigen drei Masken müsst ihr euch dann aber wieder Bossen entgegenstellen. Und wenn ihr da jetzt nicht gespoilert werden wollt, und nichts über die Fähigkeiten wissen möchtet, die ihr euch mit den drei weiteren Masken freischaltet, dann springt jetzt einfach zur nächsten Überschrift.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Also, gehen wir die neuen Bosse und ihre Masken kurz durch: Den Anfang macht der ägyptische Krokodilsgott Sobek. Wie zu erwarten, taucht das Ungetüm immer wieder ins Wasser ab, um dann blitzschnell nach euch zu schnappen.
Als Belohnung für diesen Bosskampf lockt die Maske »Herrscher des Abyss«, die euch fortan zu Gebietern des Wassers macht. Im Kampf sperrt ihr dann Feinde in schmerzhafte Wasserstrudel und nehmt sie so vorübergehend aus dem Spiel.
Der nächste Pyramidenboss ist der Totengott Anubis. Der flinke Schakal gönnt euch keine Sekunde der Ruhe und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung, während er durch die Kampfarena flitzt und euch mit seinen Klauen malträtiert.
Von ihm erhaltet ihr das Richturteil der Apokalypse, eine Maske, die euch Feinde verfluchen und nach ihrem Ableben als untote Diener befehligen lässt. So könnt ihr euch im Schlachtgetümmel eine regelrechte Hilfsarmee zur Seite rufen.
Der finale und schwerste Boss ist der Onyx-Skarabäus. Was als Kampf gegen einen harmlos wirkenden Dungkäfer beginnt, verwandelt sich schnell in einen tödlichen Tanz mit den Mächten des Sonnengotts Amun-Re.
Nur wenn ihr seinen Spezialangriffen gezielt ausweicht, euch nicht von Insektenschwärmen verspeisen lasst und jede Gelegenheit zum Angriff nutzt, erbeutet ihr am Ende die Glorreiche Hymne. Mit ihr musiziert ihr eure Feinde künftig nicht zu Tode, sondern verbrennt alle, die sich in eure Nähe wagen, mit der Kraft der Sonne.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Vom Fischerboot zur fliegenden Festung
Während euch die Jagd nach den neuen Masken und damit auch das Freischalten ihrer Fähigkeiten eine Weile beschäftigen dürfte, könnt ihr die neu eingeführten Schiffe schon vom Spielstart weg ausprobieren. Etwa, indem ihr den hiesigen Barbaren einfach ihre fahrbaren Untersätze abluchst. Auch erste eigene Umbauten sind schnell gemacht.
Anfangs paddelt ihr vielleicht mit einem bescheidenen Ruderboot durch die weitläufigen Arme des ägyptischen Flussdeltas und lasst dabei die sonnengetränkten Landschaften auf euch wirken. Doch Soulmask wäre kein Survival-Spiel, wenn ihr mit der Zeit nicht immer mehr Platz für angehäufte Ressourcen und Reichtümer bräuchtet.
Genau wie beim bisherigen Basenbau ist das Layout eures mobilen Zuhauses ganz euch überlassen und mit wenigen Handgriffen verändert. Anfangs hauptsächlich auf dem Wasser unterwegs, könnt ihr schon bald Kufen an der Unterseite eures Schiffes anbringen, um auch über die sandigen Dünen zu surfen.
In wortwörtlich ganz neue Höhen treibt euch das Addon-Feature, sobald ihr aus einer der von mechanischen Wesen bewachten, antiken Rätsel-Ruinen einen Antigravitations-Antrieb erbeutet. Mit ihm erhebt sich euer Schiff aus den Wellen und trägt euch fortan in jeden Winkel der neuen Welt.
Über den Forschungsbaum könnt ihr außerdem die Falken- und Rochen-Schiffsklassen freischalten, sie anschließend mit Crewmitgliedern sowie Kanonen bestücken und eure Widersacher künftig einfach von oben zermürben.
Aber auch in der Luft lauern Gefahren. Ihr könnt euch sowohl mit NPC-Luftkapitänen anlegen als auch mit anderen Spielern, sofern euer Server PvP erlaubt. Und natürlich feuert eure treue Besatzung weiter auf den Feind, wenn ihr das Steuer loslasst und euch entscheidet, der Crew des anderen Schiffs persönlich Guten Tag zu sagen.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Wenn ihr lieber friedlich vor euch hinsiedelt, bietet so ein mobiles Hauptquartier aber auch zahlreiche Vorteile. Ihr habt all eure Vorräte und Craftingtische immer bei euch und eure fleißigen Stammesmitglieder können beides auch an Bord eures Schiffs vollautomatisch für euch verwalten.
So sät und erntet der liebe Micha die Felder auf dem Dach des Raumschiff GameStar, während die anderen Kollegen auf dem Trainingsplatz üben, Rohstoffe verarbeiten, kochen oder die Kanonen warten.
Und wenn euch der Entwurf einer solch durchorganisierten fliegenden Unterkunft zu mühselig ist, dann greift ihr einfach auf das neue Blaupausen-System zurück. Damit könnt ihr nämlich nicht nur eure eigenen Kreationen abspeichern und mit Freunden teilen, ihr könnt auch einfach im Steam-Workshop die Meisterwerke anderer Spieler bestaunen, herunterladen und im Handumdrehen in eure eigene Welt platzieren. Zum Start werden aber auch ein paar vorgefertigte Designs der Entwickler zur Auswahl stehen.
Ein Addon – viele Facetten
Neben den neuen Masken und Schiffen erweitert der Shifting-Sands-DLC das Baumenü um ägyptisch inspirierte Architekturelemente. Zudem sind auch viele der craft- und lootbaren Ausrüstungsgegenstände in diesem goldlastigen Stil gehalten.
Als Schildträger können wir in der Wüste sogar auf unseren Schilden über die Dünen surfen. Und trotz Flugmaske und -Schiff wächst natürlich auch unser persönlicher Zoo weiter an. Drei der neuen Tierarten können wir sogar reiten:
Neben Reittieren, Schildsurfen, Flugschiffen und Götterflügeln kommt außerdem noch ein neuer Greifhaken hinzu, hier Phasenanker genannt. Eine Art Elektropeitsche, mit der ihr euch an ferne Oberflächen heranziehen könnt.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Für kurze Zeit kostenlos
Wenn ihr das alles mal ausprobieren wollt: Soulmask gibt es auf Steam für regulär 30 Euro, der Shifting Sands DLC kostet eigentlich 20 Euro, doch bis zum 10. Mai bekommt ihr ihn als einmaliges Launch-Angebot sogar geschenkt, wenn ihr das Hauptspiel schon habt oder es im Kombopaket für 27 Euro kauft.
Andere Ingame-Käufe für Echtgeld gibt’s bei Soulmaks übrigens gar nicht. In Zukunft wollen die Entwickler ihr Spiel nicht nur weiter mit regelmäßigen großen Updates pflegen und erweitern, sondern es auch mit weiteren Addons um neue Regionen, Kulturen und Masken bereichern.
Und auch da will man sich wieder von realen Vorlagen inspirieren lassen, wir würden uns zum Beispiel einen DLC mit den nordischen Göttern wünschen, aber ihr könnt ja mal schreiben, welche Kulturen ihr gerne noch in Soulmask sehen wollt.
Holt euch hier Soulmask auf Steam!Ich setze derweil die Segel und fliege mit meinem neuen Zuhause in den Sonnenuntergang.
