Soundbars sind No-Brainer. Es gibt sie in verschiedenen Größen, sie passen oftmals unter jeden Fernseher, sind kinderleicht zu installieren und verbessern den Klang so gut wie immer.
Gerade deshalb liegt der Teufel oftmals im Detail – und besagtes Detail sind im Falle dieses Artikels ein paar Zentimeter. Ich erkläre euch, wieso eine Handbreit Platz einen Unterschied bei der Klangqualität macht.
Schiebt eure Soundbar immer an den vorderen Rand
Wenn ihr eure Soundbar nicht aufgehängt habt, gilt die Regel quasi immer.
Steht die Klangstange auf einem Sideboard, schiebt sie ganz nach vorne. Je weiter nach hinten, desto schlechter. Das mag nach einem trivialen Fakt klingen, ist in Wirklichkeit aber reine Physik. Folgendes müsst ihr wissen:
- Schall dehnt sich wellenartig in verschiedene Richtungen aus.
- Trifft Schall auf eine Oberfläche, wird er reflektiert.
Steht die Soundbar weit hinten auf dem Sideboard, verteilen sich die Schallwellen zum Teil nicht im Raum. Sie treffen zuerst auf das Möbel und werden von dessen Oberfläche reflektiert.
Das passiert, wenn Klang zu früh reflektiert wird: Es entsteht Diffusschall und je öfter dieser reflektiert wird, desto diffuser wird er.
- Zuerst prallt der abstrahlende Schall auf das Sideboard.
- Von dort breiten sich die Wellen schräg zur Zimmerdecke aus.
- Ab der Zimmerdecke fliegt der Schall in alle Richtungen, nur nicht auf die Zuhörerinnen und Zuhörer.
Es kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Je schallhärter eine Oberfläche ist, desto ausgeprägter ist der Nachhall. Sideboards bestehen nicht selten aus Holzfurnier oder haben gar eine lackierte Oberfläche, was sie extrem reflexiv für Schall machen.
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Das könnt ihr tun: Die Lösung ist ganz einfach. Schiebt die Soundbar oder das Sounddeck so weit nach vorne an den Rand des Möbels, wie es euer Sinn für Ästhetik zulässt. Das sorgt dafür, dass die meisten Schallwellen direkt auf die Zuschauerinnen und Zuschauer strahlen.
Darüber hinaus prallen Schallwellen höchstens am Fußboden ab. Da die Regel »Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel« gilt, kommen die Schallwellen nach einem Abprall meist trotzdem direkt bei der Couch an. Man spricht hier von früh reflektierend.
Beachtet bei der Platzierung noch etwas. Habt ihr Side- oder Up-Firing-Lautsprecher, schaut, dass die ebenfalls nicht blockiert werden. Schallwellen prallen nämlich genau so unten am TV ab oder an einer PS5, die zufällig im Weg steht.
Wenn ihr mit einer Soundbar liebäugelt, habe ich einen Tipp: Je größer das Modell, desto besser. Ja, das macht es ein bisschen schwieriger, Diffusschall zu vermeiden, doch ein großer Resonanzkörper hat diverse Vorteile. Oder ihr greift gleich zu einem Sounddeck.
Es gibt noch ein paar Spaßverderber bei Soundbars, die ihr ganz einfach ausmachen und dann ausdribbeln könnt.
- Ist die Lautstärke zu hoch, kann das zu Verzerrungen führen. Wollt ihr die Wände zum Wackeln bringen, achtet vor dem Kauf auf höhere Leistungsangaben.
- Schützt eure Soundbar oder Lautsprecher vor Feuchtigkeit, Staub und Spannungsspitzen, damit sie möglichst lange gut klingen.
- Audioquellen mit niedriger Qualität klingen auch auf der besten Soundbar nicht gut.
- Überprüft das Preset eures Fernsehers und/oder das der Soundbar. Möglicherweise ist eines eingestellt, das nicht so gut klingt wie ein anderes, etwa Kino oder Film.
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