2027 erscheint mit Spaceballs: The New One endlich der schon 1987 versprochene Nachfolger zur legendären Star-Wars-Parodie. Ganze 40 Jahre später. Star Wars selbst wird im gleichen Jahr übrigens 50 Jahre alt. Spaceballs hat die große Vorlage also schon ziemlich früh auf die Schippe genommen.
Doch es war noch nicht einmal die erste bekannte Parodie! In den bald 50 Jahren, seitdem Krieg der Sterne im Kino lief, wurde die Weltraumsaga immer wieder durch den Kakao gezogen. Immerhin kennt quasi jeder Mensch Star Wars und einen Gag auf Kosten dieses gewaltigen Franchises werden automatisch ziemlich viele Menschen sofort verstehen.
Überdies liefert gerade Star Wars auch immer äußerst viel Angriffsfläche. Schließlich ist die Saga im Kern oftmals sehr viel alberner, als es auf den ersten Blick erscheint. Die Parodien drehen diesen humoristischen Kern auf Anschlag und das hatte einige der lustigsten Filme oder Videos zur Folge, die man so finden kann. Wir ehren in dieser Liste einige der besten davon.
Spaceballs
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Spaceballs: Offizieller Trailer zu Mel Brooks' legendärer Star-Wars-Satire
Den Anfang machen wir natürlich mit der wohl bekanntesten Parodie: Spaceballs! Der Komödienklassiker von 1987 stammt von Mel Brooks, der sich damit ein weiteres Denkmal setzen konnte. Der Film nimmt mit seiner durch und durch klamaukigen Inszenierung vor allem Star Wars ins Visier und erzählt eine Geschichte rund um den Planeten Spaceball, dem die Luft ausgeht.
Als Darth-Vader-Verschnitt glänzt in der Komödie der unsterbliche Rick Moranis und trägt hier den Namen Lord Helmchen. Darüber hinaus werden Han Solo und Luke Skywalker kurzerhand zu Lone Starr (Bill Pullman) fusioniert, aus Chewbacca wird ein sprechender Hund namens Waldi (John Candy) und natürlich gibt es auch eine Prinzessin namens Vespa (Daphne Zuniga) zu retten.
Weitere herrlich alberne Neuinterpretationen aus Star Wars sind Yogurt statt Yoda oder Pizza the Hutt statt Jabba the Hutt. Typisch Spaceballs ist auch das Brechen der vierten Wand: So sieht sich Lord Helmchen selbst im Fernsehen und Lone Starr fällt im dramatischen Duell ein Tonmann zum Opfer.
Laugh It Up, Fuzzball: The Family Guy Trilogy
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Family Guy trifft sicherlich nicht immer jedermanns Geschmack, aber zumindest Star-Wars-Fans sollten mit der insgesamt sechs Folgen überspannenden Parodie der originalen drei Filme durchaus ihren Spaß haben. Das Highlight ist zweifellos die Doppelfolge zu Eine neue Hoffnung, die den Titel Blue Harvest trägt und den Auftakt zur 6. Staffel darstellt. 2009 folgten in Staffel 8 und 9 dann Parodien zu Das Imperium schlägt zurück sowie Die Rückkehr der Jedi-Ritter.
Das Besondere: Family Guy erzählt hier ziemlich exakt die Handlung der drei Filme nach und besetzt einfach nur die Charaktere mit seinen bekannten Gesichtern, die automatisch die Persönlichkeiten der Figuren entweder komplett umdrehen oder überzeichnen. So wird Peter Griffin zu einem egoistischen Han Solo, Lois zu einer aufmüpfigen Leia und natürlich das Baby Stewie zu einem flamboyanten Darth Vader.
Da die Serie aber ansonsten mit einer Cartoon-Version der realen Vorlage arbeitet und sogar den Soundtrack verwendet, entsteht ein wirklich kurioses Schauspiel voller urkomischer Momente und augenzwinkernder Gags.
Robot Chicken: Star Wars
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Die Star-Wars-Folgen von Robot Chicken sind derart bekannt und erfolgreich gewesen, dass vor allem hierzulande viele Fans nichts anderes mit der kreativen Sketch-Show von Adult Swim verbinden. Hier wird Star Wars nicht als zusammenhängende Geschichte veralbert, sondern mittels einiger legendärer kleiner Sketche.
Viele davon trivialisieren das Universum und schlagen eine absurde Brücke zu unserer Realität. So sehen wir eine Sturmtruppe, die ihre Tochter mit auf die Arbeit nimmt, oder erleben, wie der Imperator auf einer unendlich langen Rolltreppe den Verstand verliert. Die Show hat es sogar geschafft, einige Randfiguren zu Kultfiguren zu machen, darunter den blauen Alienmusikanten Max Reebo, der hier zu einer Popikone hochstilisiert wird.
Hardware Wars
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Bei Hardware Wars müssen wir ehrlicherweise sagen: Heutzutage wird einen diese Parodie wohl kaum noch aus den Socken hauen. Außer ihr habt einen sehr speziellen Humor. Trotzdem darf sie in dieser Liste nicht fehlen, schon allein, aus historischen Gründen. Denn lange bevor Mel Brooks mit Spaceballs die Star-Wars-Parodie ins Kino brachte, sorgte die Lowbudget-Produktion Hardware Wars schon für die ersten Lacher im Star-Wars-Fandom.
Der Kurzfilm erschien bereits im Jahr 1978, also gerade mal ein Jahr, nachdem Krieg der Sterne die Kinokassen gesprengt hatte. Das ist auch lange vor dem Internet gewesen und entsprechend schlecht war der Film überhaupt verfügbar. In Deutschland gab es ihn vermutlich nur als sagenumwobene VHS-Aufnahmen. In den USA konnte man ihn sogar mal im Vorprogramm eines Kinos oder Fernsehsenders sehen.
Ikonisch für Hardware Wars war die unterirdische Produktionsqualität, sodass allerlei Haushaltskram als Raumschiffe Verwendung fand. Da hat auch mal ein Toaster gegen ein Bügeleisen gekämpft.
Ein paar Funfacts:
- Hardware Wars spielte über eine Million US-Dollar ein, es ist der erfolgreichste Kurzfilm aller Zeiten und hat nur 8.000 Dollar gekostet.
- Viele Menschen aus der Postproduktion von Hardware Wars waren später noch richtig erfolgreich und arbeiteten an Filmen wie Man of Steel, Titanic oder sogar Spaceballs.
Troops
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Heutzutage gehen lustige Videos in erster Linie über YouTube viral - im Jahr 1997 sah das noch anders aus. Das hier noch sehr junge Internet war absolut unerforscht und der Fan-Film Troops verbreitete sich vor allem über verschiedene Foren. Heute gibt es massenweise solcher Parodien, für das Jahr 1997 war Troops unglaublich erfrischend und ungewöhnlich.
Einmal, da die Produktionsqualität erstaunlich »hoch« war. Denkt an Hardware Wars! Hier trugen die Schauspieler aber schon richtig authentische Kostüme und Requisiten. Auch die Location wirkte glaubwürdig. Der zweite Alleinstellungsfaktor von Troops war damals der Fokus auf das Alltagsleben einer Sturmtruppe.
Der Film war stark von der US-amerikanischen Sendung Cops inspiriert, in der Zuschauer realen Polizisten über die Schulter sahen. Das wurde hier perfekt mit der Suche der Sturmtruppen nach den Droiden kopiert. Ebenfalls amüsant war, wie Troops die Ereignisse aus Episode 4 umdeutet. Hier ist das Ableben von Lukes Tante und Onkel eher der Inkompetenz als der Grausamkeit der Soldaten zu verdanken.
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