… ich von einem Quicktime-Event in die Knie gezwungen wurde.
Alexander Bernhardt: Ich habe mir damals eingeredet, dass es ein Bug sein muss … Aus heutiger Sicht betrachtet war es aber vermutlich der fehlende Skill, der mich in Game of Thrones: A Telltale Games Series in die Knie zwang. In einem Telltale-Spiel! Das wohl leichteste Genre der Spielegeschichte hat mich geschlagen. Es ist mir auch zehn Jahre später noch recht peinlich, das zuzugeben.
Weit bin ich nicht gekommen, bereits in den ersten paar Minuten des Spiels startet eine Kampfszene, die typisch Telltale mit allerlei Quicktime-Events gespickt ist. Ich weiß nicht mehr, bei welcher Aufgabe ich genau gescheitert bin, aber eines dieser Quicktime-Events ließ sich auf Teufel komm raus nicht bewältigen - egal was ich machte! Nach mehr als einem Dutzend Versuchen habe ich das Spiel deinstalliert und nie wieder gestartet.
Es war auch bei Weitem nicht mein erstes Spiel des Studios, Probleme mit Quicktime-Events hatte ich davor und danach auch nie … während ich das hier schreibe, kommt mir die Bug-Theorie doch wieder recht wahrscheinlich vor. Kann doch nicht wahr sein, dass ich mich so dumm angestellt habe! Und ein bisschen Lust bekomme ich jetzt auch wieder, dem Spiel eine Chance zu geben. Mal schauen, ob ich diesmal mehr Geduld (und Skill) mitbringe.
8:17
Game of Thrones: War for Westeros ist ein Traum für Strategie-Fans, doch wird er wahr?
… meine Freunde und ich zu tollkühn waren.
Johann-Martin Langner: In einer Zeit vor Baldur's Gate 3 habe ich mit meinen Freunden Divinity: Original Sin 2 gespielt. Knapp 67 Stunden waren wir im Rollenspiel unterwegs und haben uns an den spannenden Kämpfen erfreut. Die eigentliche Story haben wir als illustre Koop-Truppe zwar schnell aus den Augen verloren, aber jedes Gefecht brachte uns letztlich irgendwie weiter.
Auf unseren Abenteuern haben wir nach einiger Zeit begonnen, die absurdesten Dinge zu machen. Also legten wir uns mit einer viel zu starken Vogelscheuche an oder ließen uns auf einen Kuss mit der Riesenspinne im düsteren Keller ein. Was man eben als Heldengruppe so macht.
Das lief auch hervorragend: Manchmal bestrafte uns das Spiel für unsere tollkühne Art, sodass wir uns aus einer unvorteilhaften Situation kämpfen oder einen Fluch brechen mussten. Wirklich einschneidende Folgen gab es allerdings nie. Naja, fast. Als einer von uns im späteren Spielverlauf einen Altar fand und dem Gott ein Opfer darbrachte, verlor er für immer sein Augenlicht.
Der Debuff des Altars war nämlich dauerhaft und konnte nicht wieder entfernt werden. Zunächst fanden wir es noch lustig, aber als klar wurde, dass es wirklich keine Lösung gab und der letzte Speicherpunkt recht weit zurücklag, entzog uns dieser kleine Zwischenfall so viel Motivation, dass wir den Durchlauf an dieser Stelle pausierten … und nie wieder fortsetzen.
Irgendwie schade, aber bis heute wird heftig geflucht, wenn wir das Opfer des Altars im TS auf seine Blendung in Divinity 2 ansprechen.
6:15
Divinity: Original Sin 2 - Test-Video: Ein MUSS für Rollenspiel-Fans!
… ich es übertrieben habe (wie viele Wörter lassen sich daraus bilden?).
Dimitry Halley: Kein Scherz, ich musste mal Scrabble abbrechen, weil es mein Gehirn gebraten hat. Also streng genommen war es nicht das offizielle Scrabble, sondern irgendeine Billo-Browservariante aus dieser unsäglichen Ära der Facebook-Spiele, in der alle deine Bekannten dir dauernd Einladungen zu jedem kleinen Diamanten-Farmville-Bumms geschickt haben.
In dieser Scrabble-Variante musstest du aus einem Pool von Buchstaben innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Wörter in allen möglichen konjugierten und deklinierten Formen legen. Also E S D P A R G wäre dann DU, GAR, DA, DES, SPARE, GRAS, GRASE, SARG, ES, GRAD, DAR und so weiter. Natürlich misst du dich dabei mit Bekannten um die höchste Punktzahl.
Dieses kleine, belanglose Spielchen hat mich mit Anfang 20 aufgefressen. Keinen Bock auf die Hausarbeit? Ründchen Scrabble. Keinen Bock auf Sport? Ründchen Scrabble. Zehn Minuten totzuschlagen? Ründchen Scrabble. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich im REWE an der Kasse stehe und anfange, jedes aufgeschnappte Wort im Kopf zu zerlegen, zu permutieren, neue Wörter zu formen. Jemand ruft im Restaurant »Zahlen bitte« und ich grüble ZEH, ZEN, EI, TEIL, ZIEL, BENZ. Ich konnte dieses Spiel nicht mehr richtig abschalten.
Das war der Moment, in dem ich die Reißleine gezogen habe. Ich weiß bis heute nicht, was genau dieses popelige Permutationsspielchen mit meinem Kopf gemacht hat, aber davor und danach hat das nie wieder ein Spiel in der Form (oder irgendeiner anderen) ausgelöst. Seither meide ich Scrabble-Varianten wie die Katze das Wasser, obwohl ich eigentlich liebend gerne mit Worten puzzle.
9:03
Diese 5 Spiele kennt fast keiner, aber Dimi bedeuten sie die Welt!
… ich Aiden nicht laiden kann.
Tillmann: Postapokalypse und eine offene Welt? Eigentlich die beste Kombination für mich. Mit Dying Light 2 konnte ich also nichts falsch machen, dachte ich zumindest. Tatsächlich habe ich das Spiel dann aber doch nach ein paar Stunden wieder aufgegeben. Das war zwar keine bewusste Entscheidung, vielmehr drängten sich einfach andere Spiele in den Vordergrund.
Aber es gab für mich doch eine Sache, die mir tierisch auf den Nerv ging und mir den Abschied von Dying Light 2 erleichterte: die Stimme der Spielfigur Aiden. Denn die klingt immer so, als hätte dieser Typ einen sehr langen Tag in einem eintönigen Bürojob hinter sich. Der Ton ordnet sich irgendwo zwischen gelangweilt und genervt ein.
Klar, die Postapokalypse ist kein Zuckerschlecken und ich erwarte von Aiden nicht, dass er besonders fröhlich und aufgeregt klingt. Aber durch seine für mich unerträgliche Sprechweise habe ich mich irgendwann vor jedem Dialog gefürchtet und konnte mich wirklich null mit der Figur identifizieren.
Vielleicht muss ich Dying Light 2 ja noch eine Chance geben, aber mir einfach bei jedem Gespräch die Ohren zuhalten und laut singen. Oder ich spiele eben doch zum siebten Mal Fallout 4 durch.
So, jetzt kennt ihr wieder allerlei pikante Details über eure Lieblingsredaktion. Aber vergesst nicht: Jetzt könnt ihr euch nicht einfach aus dem Staub machen, sondern müsst ebenfalls darüber erzählen, welches Spiel ihr nie zu Ende gebracht habt, weil euch irgendeine Sache daran fürchterlich geärgert oder irritiert hat. Wir sind gespannt, also ran an die Tasten und los!
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