50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Spoilerfreie Filmkritik: Der neue Horrorfilm Weapons wird jetzt schon als absolutes Meisterwerk gehandelt und was zum #!@ß?! habe ich da gerade geschaut?

Heute startet Weapons in den deutschen Kinos und wird von Kritikern bereits als der beste Horrorfilm des Jahres gefeiert. Wir haben den neuen Streifen des Barbarian-Regisseurs gesehen und: WTF?!

Weapons gilt schon jetzt als Horror-Meisterwerk. Wir haben uns Zach Creggers neuesten Streich angesehen und verraten, für wen sich der Kinogang lohnt. Weapons gilt schon jetzt als Horror-Meisterwerk. Wir haben uns Zach Creggers neuesten Streich angesehen und verraten, für wen sich der Kinogang lohnt.

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

50% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

Jetzt nur für kurze Zeit: die ersten sechs Monate im Jahresabo mit dem Code »NEU50« sparen. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Exklusive Tests, Guides und Reportagen
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

»Was zum #!@%&$§?!?!????«

Ich klinge wie eine kaputte Schallplatte, während ich im Kinosaal sitze und mir den neuen Streifen von Barbarian-Regisseur Zach Cregger reinziehe. Neben mir höre ich genauso fassungslose und mindestens genauso erheiterte Ausrufe meines Kollegen Marco Risch von Nerdkultur.

Der neue Horrorfilm Weapons – Die Stunde des Verschwindens kann sich bereits vor Kinostart mit einem perfekten Score von 100 Prozent auf Rotten Tomatoes rühmen (Stand: 06. August 2025). Schon jetzt wird der Film als das Horror-Highlight des Jahres gehandelt – und meine Erwartungen schießen natürlich vor dem Kinogang in die Höhe.

Was in den nächsten zwei Stunden passiert, übertrifft alle meine Erwartungen, und katapultiert Weapons auch auf meinen Platz 1 der besten Horror-Filme, die ich seit Langem gesehen habe.

Am besten solltet ihr so wenig, wie nur möglich, über den Film lesen, bevor ihr ihn schaut. In meiner spoilerfreien Kritik erfahrt ihr deshalb wirklich nur das Allernötigste, um entscheiden zu können, ob der Horrorfilm etwas für euch ist oder ob ihr einen großen Bogen um ihn machen solltet.

Video starten 2:09 Weapons: Die Macher von Conjuring lassen im neuesten Horrorfilm eine ganze Schulklasse verschwinden

Worum geht es in Weapons überhaupt?

Als die junge Lehrerin Justine Gandy (Julia Garner) die Tür zu ihrem Klassenraum öffnet, sitzt nur ein einziges Kind an seinem Platz. Seine 17 Klassenkameraden sind nicht zum Unterricht erschienen. Der Grund: Um genau 2 Uhr 17 nachts sind die Kinder aufgewacht, aus dem Haus gerannt und in der Dunkelheit spurlos verschwunden. Den trauernden Eltern bleiben nur die Aufzeichnungen der Überwachungskameras – und ein Sündenbock: Justine.

Der Film setzt 30 Tage nach dem Verschwinden der Kinder an und ich beobachte eine Gemeinde, die von Trauer zerfressen ist, nach Antworten sucht und dabei nicht zurückschreckt, ihre Wut an Unschuldigen zu entladen.

Ich erlebe die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und lerne dabei nicht nur die verschiedenen Charaktere näher kennen, sondern komme der Auflösung des Mysteriums immer ein kleines bisschen näher. Was hinter dem Verschwinden der Kinder steckt, verrate ich euch aber hier natürlich nicht!

Wie viel Blut und Gore gibt es?

Falls ihr Barbarian kennt: Ganz so brutal ist Weapons nicht. Trotzdem musste ich mir bei ein, zwei Stellen die Augen zuhalten (ein bisschen gelunst habe ich natürlich trotzdem). Der Horror von Weapons funktioniert über weite Strecken über die Atmosphäre und den spannenden Story-Aufbau, aber gerade im letzten Drittel solltet ihr euch auf viel Blut und Gewalt einstellen.

Was macht Weapons so einzigartig und gut?

Weapons greift zwar durchaus klassische Horror-Klischees auf (etwa Jumpscares), ist aber keineswegs ein typischer Horrorfilm. Zach Cregger mischt eine spannende Geschichte mit Charakteren, die mehr zu bieten haben, als es auf den ersten Blick scheint, grandioser Kamera-Arbeit, grotesken, teils absurden Szenen und einer ordentlichen Prise Selbstironie und Leichtigkeit.

Die Mischung ist derart gelungen, dass ich mich zwar durchweg frage »Was zum Kuckuck schaue ich mir hier gerade an?«, aber gleichzeitig keine Sekunde den Blick abwenden will und nach den Credits mit einem Gefühl übermäßiger Genugtuung aus dem Kinosaal gehe. Da passt einfach alles:

  • Spannende Prämisse mit smarter Erzählstruktur: Was ist mit den Kindern passiert? Wo sind sie und was hat sie dazu getrieben, um 02:17 Uhr ihr Haus zu verlassen und mit dem Naruto-Run in die Nacht zu entschwinden? Weapons tanzt nicht um das Mysterium herum, sondern tischt es mir in den ersten Minuten auf; wirft mich mitten ins Geschehen.

    Mit jedem Abschnitt und jedem neuen Charakter erfahre ich mehr und mehr über die Hintergründe – muss aber immer wieder zappeln, wenn der Film einen Cliffhanger-Cut setzt und wieder ein Stückchen zurückspult ... nur um mir dann noch absurdere Szenen vorzusetzen. Ich fiebere mit, fühle mich unterhalten und habe so viel Spaß, wie ich ihn schon lange nicht mehr bei einem Kinofilm hatte.

Auch mit seinen Bildern schafft es Weapons den ganzen Film hindurch, eine fantastische Balance zwischen Komik und Ernsthaftigkeit einzufangen. (Bildquelle: Warner Bros.) Auch mit seinen Bildern schafft es Weapons den ganzen Film hindurch, eine fantastische Balance zwischen Komik und Ernsthaftigkeit einzufangen. (Bildquelle: Warner Bros.)

  • Atmosphärische Inszenierung: Weapons hat nicht nur eine tolle Erzählstruktur, sondern ist auch visuell ein echter Hingucker. Die Kamera spielt mit meiner eigenen Perspektive. Mal bin ich als Zuschauerin klein wie ein Kind, beobachte aus Verstecken heraus, folge den Erwachsenen durchs Bild und durch ihren Alltag.

    An anderer Stelle bin ich der Charakter und sehe das, was Lehrerin Justine, Vater Archer (Josh Brolin) oder Schuldirektor Marcus (Benedict Wong) sehen. Dann weiß ich wiederum mehr und sehe das, was die Charaktere nicht sehen. Ich fühle mich nicht nur wie eine distanzierte Beobachterin. Ich bin Teil der Gemeinschaft, nehme eine fast schon voyeuristische Perspektive ein. Und fühle mich genau deshalb so verwundbar ... brrrr ...

  • Absurd und grotesk ... und der Film weiß es auch. Zach Cregger versteht genau, wann sein Film über die Stränge schlägt, wann er absurd ist, wann das Publikum das Lachen nicht verkneifen kann – und schämt sich nicht dafür.

    Weapons nimmt sich nicht ernster, als es sein muss; überschreitet aber auch nicht die Linie zur Horrorkomödie und bringt noch genug ernste Themen und Szenen mit, um ein eiskaltes Schauern in mir auszulösen. Schließlich erinnern sowohl der Name des Films als auch das leere Klassenzimmer und die trauernde Gemeinschaft an Nachwirkungen eines Amoklaufs.

    Gleichzeitig bringt Weapons eine ungewohnte Leichtigkeit in seinen Horror, weil er über Strecken hinweg einfach nur unterhält und auf eine Tarantino-esque Art mit Ideen herumblödelt, für die sich andere Horrorfilme zu schade wären. So entsteht eine einzigartige und hochwertige Mischung, die weit von Trash-Horror entfernt ist.

Lehrerin Justine (Julia Garner) wirkt selbst inmitten der überdrehten Inszenierung nicht wie eine Lachnummer – ich nehme Cast und Charaktere trotz des absurden Kontexts ernst. Lehrerin Justine (Julia Garner) wirkt selbst inmitten der überdrehten Inszenierung nicht wie eine Lachnummer – ich nehme Cast und Charaktere trotz des absurden Kontexts ernst.

  • Toller Cast: Zum Schluss will ich natürlich auch die Arbeit der Schauspieler nicht unerwähnt lassen ... zu denen ich mir keinerlei mentale Notizen gemacht habe. Und das ist gut so!

    Inmitten all der Albernheiten, kuriosen Ideen und fast schon komischen Szenen wirken die Hauptdarsteller Julia Garner, Josh Brolin und Amy Madigan nie überzeichnet, unernst oder fehl am Platz. Der Cast fügt sich fantastisch in die stellenweise überdrehte Tonalität des Films ein und gibt mir das Gefühl, dass ich echte Menschen bei ihren echten Problemen begleite. Auch der junge Cary Christopher liefert als Alex eine überzeugende Performance ab, die zum Mitfiebern einlädt.

Viel mehr will ich euch gar nicht verraten. Denn zur Erfahrung gehört es auch, die Mysterien und Wendungen von Weapons selbst zu erleben. Und wenn ihr denkt, dass ihr das Ende des Films vorhersehen könnt: Nein, könnt ihr nicht!

Weapons – Die Stunde des Verschwindens startet am 7. August 2025 in Deutschland. Falls ihr ins Kino geht: Verratet mir unbedingt in den Kommentaren, ob und wie er euch gefallen hat!

1 von 2

nächste Seite


zu den Kommentaren (7)

Kommentare(7)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.