Bei meiner Spotify-Alternative zeigen mir echte Experten neue Lieder

Marinus nutzt mehr als einen Streamingdienst, doch einer sticht heraus. Wo normalerweise ein Algorithmus am Werk ist, kuratieren bei Qobuz echte Menschen die Musikvorschläge – das macht einen Unterschied, den man hört.

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Qobuz: Herausragende Qualität trifft handverlesene Inhalte

Qobuz ist der Dienst von Musikliebhabern für Musiklieberhaber – ich nutze ihn seit Jahren, auch wenn er nicht immer perfekt ist. (Bildquelle: Marinus MartinQobuz) Qobuz ist der Dienst von Musikliebhabern für Musiklieberhaber – ich nutze ihn seit Jahren, auch wenn er nicht immer perfekt ist. (Bildquelle: Marinus Martin/Qobuz)

Marinus Martin: Ich höre von Kindesbeinen an viel Musik und bin immer auf der Suche nach neuen Songs, Alben sowie Künstlern. Ich kam im Rahmen eines Streamingdienst-Tests vor Jahren zufällig zu Qobuz und bin sofort ein Fan des eher unbekannten französischen Dienstes geworden.

Der wichtigste Grund für mich: Qobuz lässt mich im Gegensatz zu anderen Diensten mehr neue Musik entdecken, die mir auch wirklich gefällt. Während Apple Music (habe ich ebenfalls) vor allem die immer gleichen Chart-Songs in einer Masse an Playlists ausspielt, sind die handverlesenen, von Musikexperten kuratierten Playlists bei Qobuz einfach um Welten besser. Hier merke ich einen riesigen Unterschied. 

Die wöchentliche Aufbereitung der Neuerscheinungen von Alben jeden Freitag ist für mich zur Routine geworden – und verliehene Awards wie »Album der Woche« sind ein willkommener Fingerzeig, um auch mal in mir fremde Musikgenres reinzuhören.

Stärken: Qualität und Inhalte

Die herausragende Audioqualität ist das Herzstück von Qobuz. Der Katalog bietet eine riesige Auswahl an Hi-Res-Musik, auch in Formaten wie DSD oder DXD. Auf einer guten HiFi-Anlage oder mit gescheiten Kopfhörern macht das schon Spaß.

Was mir ebenfalls sehr gefällt: Der Fokus liegt nicht auf Algorithmen, sondern auf menschlicher Kuratierung. Die Musik wirkt dadurch weniger abgedroschen und authentischer ausgewählt. Besonders das redaktionelle, digitale Magazin mit Interviews, HiFi-Tests und News bereichert mein Streaming-Erlebnis.

Hinzu kommt: Qobuz zahlt Künstler zumindest etwas fairer als große Konkurrenten wie Spotify und es gibt die Möglichkeit, Musik im hauseigenen Download-Store digital zu kaufen. Wer möchte, kann sich damit vom Streaming-Modell unabhängig machen.

Die Mischung aus Übersichtlichkeit, hervorragender Audioqualität und redaktionell gepflegten Inhalten überzeugt mich. Besonders die mobile App ist erfrischend schlank, im direkten Vergleich zu Apple Music wirkt sie deutlich aufgeräumter.

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Schwächen: Katalog und Bedienung

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte. Der Musikkatalog ist zwar auf dem Papier ähnlich groß wie bei der Konkurrenz, aber es kommt immer wieder vor, dass ich aktuelle Alben – etwa aus dem Rap-Bereich – nicht finde. Die Stärke von Qobuz liegt eher bei Jazz, Blues und Klassik, auch bei Pop und Rock ist der Dienst gut aufgestellt, aber nicht universell.

Die App ist zudem stellenweise nicht so intuitiv wie andere Anbieter. Besonders die Bibliothek inklusive Offline-Musik finde ich optisch gewöhnungsbedürftig und teils etwas unübersichtlich.

Kostentechnisch ist Qobuz darüber hinaus nicht die günstigste Option: Das Abonnement beginnt je nach Zahlungsweise bei 13,99 Euro im Monat.

Fazit: Bei Qobuz bekommt ihr Klasse und weniger Masse

Qobuz ist der perfekte Dienst für musikbegeisterte Menschen, die bereit sind, eine höhere Qualität zu priorisieren statt Masse. Die Fokussierung auf das Wesentliche ist genau das, was diesen Dienst für mich auszeichnet.


Um die eigene Lieblingsmusik immer verfügbar zu haben, braucht es gar kein Streaming. Auf der nächsten Seite lest ihr, wie Nele sich auf ihrem Server ihre eigene Bibliothek kuratiert – ganz ohne monatliches Abo.

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