Über zehn Jahre ist es inzwischen her, dass ich durch Zufall ein Spiel namens Stalker: Call of Pripyat im örtlichen Supermarkt entdeckte. Ohne eine Ahnung, was mich da erwartete, brach ich als Major Alexander Degtyarev zum ersten Mal in die Zone auf.
Innerhalb weniger Stunden verliebte ich mich in diese einzigartig düster-melancholische Atmosphäre und die Mischung aus unheimlichen Stalker-Legenden und kalter wissenschaftlicher Wahrheit, die in der Zone verborgen lagen. Ich spielte Call of Pripyat durch, dann Shadow of Chernobyl und Clear Sky, dann fing ich noch einmal von vorn an.
Meine Aufregung und Vorfreude waren dementsprechend groß, als nach vielen Jahren endlich der nächste Teil einer meiner liebsten Spielereihen erschien. Stalker 2 erwies sich zum Release aber als so tückisch wie die Zone selbst.
Zwar gab es einige Artefakte zu entdecken: Die Atmosphäre war wieder großartig, die Open World wunderschön und die Hauptquest toll inszeniert. Aber es war auch fast unausweichlich, in irgendeine Anomalie gezogen zu werden: Bugs sorgten für Abstürze und ruinierten Quests, schwere Performance-Probleme waren allgegenwärtig und auffällige Gegner-Spawns sowie seltsames KI-Verhalten nagten an der Immersion.
Die Entwickler von Stalker 2 waren sich der Probleme bewusst und machten sich umgehend an die Arbeit. Seit dem Release vor fast zwei Jahren wurden über 20 kleine und große Updates veröffentlicht, die tausende Bugs gefixt, Quests repariert, die Performance optimiert und den Komfort verbessert haben. Darüber hinaus gibt es inzwischen aber auch ganz neue Inhalte: Waffen, Ausrüstung, Quests, Mechaniken und sogar ein verstecktes X-Labor.
Inzwischen ist Stalker 2 bei Version 2.0 angekommen und ist im Vergleich zur Releaseversion kaum wiederzuerkennen. Zeit also für einen gründlichen Nachtest und die Antwort auf die wichtigste Frage: Lohnt sich der Survival Shooter 2026?
Die Wurst liegt
Als ich zum ersten Mal das große Update 2.0 ausprobiere, muss ich sofort eine Nachricht an meine Kollegin Natalie absetzen, die damals den Test von Stalker 2 geschrieben hat: Natalie, die Würste stehen nicht mehr!
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Stalker 2 stellt sein bisher größtes Update in einem fast vierminütigen Trailer vor
Seit der Veröffentlichung von Stalker 2 schweben die Salamis, die man überall in der Spielwelt finden kann, aufrecht in der Luft. Ein vergleichsweise unwichtiger Bug, der aber mit seiner Allgegenwärtigkeit seit dem Release den unfertigen Zustand des Spiels anmahnte. Jetzt liegen die Würste aber physikalisch korrekt. Das Fehlen des Bugs lässt sich leicht übersehen, erst recht, wenn man Stalker 2 schon lange nicht mehr gespielt hat.
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