Als die Enterprise unter dem Kommando von Jean-Luc Picard in der Episode »Zeitsprung mit Q« (Original: »Q Who?«) zum ersten Mal auf ein gewaltiges, würfelförmiges Schiff trifft, ändert sich Star Trek für immer.
Kriegerische Spezies wie Romulaner oder Klingonen sind im Jahr 1989 bereits fester Bestandteil des Science-Fiction-Universums von Gene Roddenberry. Auch mangelt es Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: The Next Generation) nicht an rätselhaften Entitäten, die der Sternenflotte Steine in den Weg legen.
Aber mit den Borg betritt ein Feind die Bühne, der Star Trek auf Jahrzehnte hinaus prägen wird. Ein ikonisches Design, der Horror vom Verlust der Individualität und der Verzicht auf jede Form von Emotion macht die Borg zur perfekten Antithese zu allem, wofür die Menschheit in der Zukunft steht.
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Star Trek: Die Borg fügten der Sternenflotte eine der größten Niederlagen zu
Doch genau diese Perfektion als Gegenspieler wird den Borg letztlich zum Verhängnis. Ihr Weg von einer unerklärlichen, kosmischen Bedrohung hin zu einer fast schon alltäglichen Gefahr in späteren Serien verrät viel über die kreativen Herausforderungen eines jahrzehntealten Universums.
Während die Borg anfangs das erzählerische Niveau von Star Trek auf eine neue Ebene heben, markiert ihre schrittweise Entmystifizierung den Punkt, an dem Star Trek begann, seine eigene Einzigartigkeit gegen konventionelle Erzählmuster einzutauschen.
Der Schrecken der Geometrie
Der erste Kontakt mit den Borg ist kein klassisches Weltraumabenteuer, sondern purer Horror. Die Form ihres Schiffes allein ist eine Provokation für jedes ästhetische Empfinden. Statt eleganter Formen erwartet den Zuschauer ein massiver Kubus von rücksichtsloser Funktionalität. In einer Welt, in der Raumschiffe normalerweise Brücken, Fenster und sichtbare Triebwerke haben, wirkte der Borg-Kubus wie ein Fremdkörper aus einer anderen Dimension.
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