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Ein vergessenes Star Trek-Spiel wird in vier Wochen für immer abgeschaltet

Star Trek: Legends verschwindet am 3. September 2026 kurz vor dem 60. Geburtstag der Sci-Fi-Marke aus allen Online-Stores. Die Server werden abgeschaltet; ein Offline-Modus fehlt.

Abschied von der USS Artemis: Das Star-Trek-Spiel Legends wird in Kürze endgültig offline genommen. Abschied von der USS Artemis: Das Star-Trek-Spiel Legends wird in Kürze endgültig offline genommen.

Nur wenige Tage vor dem 60. Jubiläum der ersten Star-Trek-Folge geht ein Kapitel in der Geschichte des Science-Fiction-Univerums für immer zu Ende.

Am 3. September 2026 stellt das rundenbasierte Taktik-Rollenspiel Star Trek: Legends seinen Dienst in der Sternenflotte ein. Rund fünf Jahre seit der Veröffentlichung der App-Version und zwei Jahre nach der Umsetzung für PC und Konsolen werden die Server abgeschaltet. Wer einst für den Kauf gezahlt hat, schaut ins Leere, denn ein Offline-Patch ist nicht vorgesehen.

Der Rückzug des Titels erfolgt schrittweise. Die Konsolen-Versionen wurden bereits vor einigen Monaten ohne Ankündigung aus den Stores entfernt. Ab dem 20. August 2026 kann das Spiel auch auf PC und Mobilgeräten nicht mehr gekauft werden.

Video starten 1:04 Star Trek: Legends führt alle Captains und Crews des Sci-Fi-Universums zusammen

Nach dem Delisting können die Besitzer noch zwei Wochen lang weiterspielen. Da Star Trek: Legends eine dauerhafte Online-Verbindung voraussetzt, bedeutet die Server-Abschaltung am 3. September dann aber das endgültige Aus.

Grund für die Einstellung ist vermutlich das Auslaufen der Paramount-Lizenz. Im Gegensatz zum Aus für The Elder Scrolls: Blades Ende Juni 2026 gibt es für Legends-Besitzer keine offiziellen Abschieds-Events oder besonderen Angebote im Ingame-Shop.

Vom Hoffnungsträger zum Nischen-RPG

Als das Entwicklerstudio Emerald City Games Star Trek: Legends im April 2021 über Apple Arcade veröffentlichte, bot das Konzept reichlich Fan-Service. Spieler schlüpften in die Rolle des Captains der USS Artemis und erkundeten den mysteriösen Nexus.

Das Phänomen aus dem Film Star Trek: Generations diente als erzählerischer Aufhänger, um über 70 Figuren aus allen Epochen der Serien zusammenzuführen. Von James T. Kirk und Jean-Luc Picard bis hin zu Michael Burnham und Gul Dukat lassen sich ikonische Charaktere in Vierer-Teams kombinieren. Mit ihnen absolviert man rundenbasierte Gefechte mit Klassen wie Kommando, Sicherheit oder Ingenieurwesen sowie einem synergetischen Deckungssystem.

Nach dem Start auf iOS und Android folgte 2024 die Portierung auf PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S sowie Nintendo Switch. Auf PC und Konsolen wurde Star Trek: Legends als Kaufversion für rund 20 Euro angeboten, behielt jedoch die Grundstruktur eines Mobile-Games bei.

Die Charaktere müssen weiterhin über ein In-Game-Gacha-System freigeschaltet werden. Ohne Mikrotransaktionen fühlt sich der Fortschritt zäh an. Englische Sprachausgabe ist rar - ein großes Atmosphäre-Minus.


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