Star Wars 9-Skript geleakt: Die Skywalker-Saga sollte angeblich ganz anders enden

Das Drehbuch für Episode 9, das Colin Trevorrow ursprünglich in die Kinos bringen sollte, ist angeblich geleakt. Die Unterschiede zu J.J. Abrams Rise of Skywalker fallen gravierend aus.

von Valentin Aschenbrenner,
15.01.2020 16:39 Uhr

Einem möglicherweise seriösen Leak zufolge wissen wir nun, wie Star Wars: Episode 9 unter Colin Trevorrow ausgesehen hätte. Einem möglicherweise seriösen Leak zufolge wissen wir nun, wie Star Wars: Episode 9 unter Colin Trevorrow ausgesehen hätte.

Bevor Disney J.J. Abrams dazu beauftragte, mit Star Wars: Episode 9 die Skywalkers-Saga zu beenden, sollte Colin Trevorrow den Film in die Kinos bringen. Der Regisseur von Jurassic World wurde jedoch gefeuert und so entwarfen Abrams und Drehbuchautor Chris Terrio mit The Rise of Skywalker ein völlig neues Skript.

Jetzt ist angeblich das Drehbuch von Colin Trevorrow durchgesickert, welches der Filmemacher am 16. Dezember 2016 fertiggestellt haben soll. Sollte es sich dabei tatsächlich um das echte Skript handeln, würden zwischen Trevorrows Vision und Abrams' fertigen Film maßgebliche Unterschiede bestehen, die wir euch im folgenden Artikel auflisten.

Achtung, Spoiler-Warnung!
Im folgenden Abschnitt dieses Artikels gehen wir auf die Story des angeblich ursprünglichen Drehbuchs von Colin Trevorrow für Episode 9 und die Geschichte, die J.J. Abrams' Der Aufstieg Skywalkers erzählt, ein. Seid ab dieser Stelle vor gravierenden Spoilern zum Finale der Skywalker-Saga gewarnt.

Was steckt im angeblichen Skript von Trevorrow?

Duel of the Fates statt Rise of Skywalker

Die Unterschiede beginnen angeblich schon beim Titel. Während J.J. Abrams fertige Episode 9 als Der Aufstieg Skywalkers in den Kino startete, hatte Trevorrow für seine Version einen anderen Titel im Sinn: Duel of the Fates - wobei es sich um eine Anspielung an das Musikstück von John Williams für Episode 1 - Die dunkle Bedrohung handelte.

Keine Rückkehr von Imperator Palpatine

Nach den angeblichen Infos aus dem Leak, wäre der Imperator in Duel of the Fates nicht von den Toten zurückgekehrt. Stattdessen hätte der Oberste Anführer Kylo Ren (Adam Driver) die Rolle des Schurken des Films eingenommen.

So hätte die Erste Ordnung die Galaxis wohl vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht und die Kommunikation zwischen benachbarten Systemen unterbunden, damit sich die Nachricht von Luke Skywalkers Opfer in Episode 8 - Die letzten Jedi nicht weiter verbreitet.

Darth Sidious hätte zwar noch immer einen Auftritt gehabt, allerdings lediglich als Hologramm: Kylo Ren spürt eine an Darth Vader adressierte Nachricht auf, die ihn an einen uralten Sith namens Tor Valum verweist. So sollte Kylo Ren zum Schüler von Tor Valum werden - wobei aus dem angeblichen Skript nicht hervorgeht, ob es sich dabei um Darth Plagueis handelt.

In J.J. Abrams Episode 9 - Der Aufstieg Skywalkers kehrte Palpatine nicht das erste Mal von den Toten zurück: Im alten Legends-Kanon machte der Sith auch nach seinem Tod Luke Skywalker noch das Leben schwer. In J.J. Abrams Episode 9 - Der Aufstieg Skywalkers kehrte Palpatine nicht das erste Mal von den Toten zurück: Im alten Legends-Kanon machte der Sith auch nach seinem Tod Luke Skywalker noch das Leben schwer.

Reys Eltern waren noch immer »Niemand«

Sofern man den Infos aus dem Drehbuch-Leak Glauben schenken darf, wäre Rey unter Colin Trevorrow kein Palpatine (und später Skywalker) geworden. Dem angeblichen Skript zufolge hätten Reys Eltern weiterhin niemand von Bedeutung sein sollen, bevor sie von Kylo Ren ermordet wurden.

Eine größere Rolle für Mark Hamills Luke Skywalker

Luke Skywalker (Mark Hamill) hätte wohl trotz seines Ablebens in Episode 8 eine größere Rolle in Duel of the Fates einnehmen sollen: Als Machtgeist wäre Luke weiterhin der Lehrer von Rey geblieben, wobei seine Schülerin die Lektionen ihres Meistes vehement in Frage gestellt hätte:

Inwiefern kann es ein Gleichgewicht der Macht geben, wenn sich der Kreislauf ständig wiederholt? Das Böse erstickt das Gute, das Gute besiegt das Böse - und wieder von vorn.

Im angeblichen Drehbuch hätte Luke Skywalker (Mark Hamill) sein Versprechen gegenüber Kylo Ren (Adam Driver) wohl eingehalten: Die beiden hätten sich wiedergesehen. Im angeblichen Drehbuch hätte Luke Skywalker (Mark Hamill) sein Versprechen gegenüber Kylo Ren (Adam Driver) wohl eingehalten: Die beiden hätten sich wiedergesehen.

Kylo Ren vs. Darth Vader

Der frühere Ben Solo hätte in der Zwischenzeit seine eigenen Abenteuer zu bestehen gehabt: Nach der Entdeckung von Palpatines Nachricht, wäre er zum Schüler des uralten Sith Tor Valum geworden. Daraufhin hätte Kylo Ren ganz wie Luke Skywalker in Episode 5 Darth Vader im Zuge einer Macht-Vision bekämpft. Bei diesem Duell hätte Kylo Ren jedoch den Kürzeren gezogen und verloren.

Insgesamt hätte der Schatten von Darth Vader wohl viel stärker über den Film gelegen: Im Gegensatz zu seinem Großvater wäre Kylo Ren nicht erlöst worden und als er erkannte, dass Vader der Liebe wegen bekehrt wurde, hätte er die Maske des früheren Jedi Anakin Skywalker zerbrochen.

Rückkehr von Yoda & Obi-Wan

Im Finale des Films und bei der letzten Konfrontation wäre Rey wie in Der Aufstieg Skywalkers wohl nicht alleine gewesen: Bei ihrem Versuch, Ben Solo wieder auf die helle Seite der Macht zu ziehen, hätte sie wohl Unterstützung durch die Macht-Geister von Luke Skywalker, Yoda und Obi-Wan Kenobi erfahren.

Die wären nicht nur als Stimmen in Reys Kopf vorgekommen, sondern persönlich aufgetreten. Allerdings wären die Anstrengungen vergebens gewesen: Kylo Ren hätte nicht bekehrt werden können und wäre bei dem letzten Kampf mit Rey gestorben.

Finale Schlacht über Coruscant

Im Gegensatz zu Der Aufstieg Skywalkers hätte Rose Tico (Kelly Marie Tran) in Duel of the Fates ebenfalls mehr zu tun bekommen: Gemeinsam mit Finn (John Boyega) und den Droiden C-3PO und R2-D2 sollte sie einen Sternenzerstörer kapern. Währenddessen hätte General Leia Organa (Carrie Fisher) ihren alten Freund Lando Calrissian (Billy Dee Williams) kontaktiert, damit dieser seine Schmuggler-Kontakte für die finale Schlacht mobilisiert.

Die hätte über bzw. auf Coruscant stattgefunden, wo Kanzler (!) Hux regiert. Coruscant hätte sich jedoch seit der Prequel-Trilogie immens verändert, seit die Erste Ordnung den Planeten regiert. Auf Coruscant hätten Rey, Finn, Poe und Rose dann die Mission gehabt, einen Sender im alten Tempel der Jedi zu aktivieren, wodurch die Blockade durch die Erste Ordnung aufgehoben worden wäre.

Kein Palpatine und auch kein Skywalker: Angeblich wäre Rey im Skript von Colin Trevorrow für Episode 9 tatsächlich "Niemand" geblieben. Kein Palpatine und auch kein Skywalker: Angeblich wäre Rey im Skript von Colin Trevorrow für Episode 9 tatsächlich "Niemand" geblieben.

Wie »echt« ist der Leak?

Die Echtheit dieses Skripts wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nicht offiziell bestätigt. Dass Disney oder Regisseur Colin Trevorrow die Echtheit dieses Leaks verifizieren, ist jedoch alles andere wahrscheinlich.

Das angebliche Drehbuch zu Duel of the Fates stammt allerdings aus verlässlicher Quelle: In das Reddit-Forum r/StarWarsLeaks fanden Monate vor dem Kinostart von Episode 9 Plot-Punkte aus The Rise of Skywalker sowie Screenshots aus dem Finale des Films ihren Weg. Und so auch ein YouTube-Video des Film-Experten Robert Meyer Burnett, der das angebliche Drehbuch mit der Welt teilt.

Mittlerweile möchte auch die Insider-Magazine AVClub und ThePlaylist aus weiteren Quellen erfahren haben, dass es sich bei dem Leak tatsächlich um das geleakte Episode-9-Drehbuch von Colin Trevorrow handeln soll. Das spricht zwar für die Echtheit des Skripts, dennoch sollten die Informationen daraus mit einer gesunden Prise Skepsis genossen werden.

Denn selbst wenn dieses Skript echt sein sollte, hätte es nicht unbedingt in dieser Form über die große Leinwand laufen müssen. Gerade der Tod von Carrie Fisher am 27. Dezember 2016 wäre dem Drehbuch in bestimmten Aspekten in die Quere gekommen.

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