Nach Episode 9 und dem Ende der Skywalker-Saga steht für viele Star-Wars-Fans unweigerlich fest: Die Sequels waren ein Fehler! Eine inkohärente Story und fragwürdige kreative Entscheidungen haben dazu beigetragen, dass die Episoden 7, 8 und 9 in ihrer Gänze mehr für Enttäuschung als Euphorie sorgten.
Ich hab da ein ganz mieses Gefühl ...
Mark Hamill selbst gibt nun zu: Schon bevor er für Das Erwachen der Macht und die darauffolgenden Filme unterschrieb, hatte er ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Gegenüber THR verrät der 73-jährige Schauspieler, dass er ursprünglich gar nicht für die Star-Wars-Sequels zurückkehren wollte:
Ich hatte meine Bedenken, was eine Rückkehr [zu Star Wars] anbelangt. Ich dachte, es sei ein Fehler. Ich war der Meinung, dass man diesen unglaublichen Erfolg nicht einfach reproduzieren kann und dass sich [Disney] lieber auf eine neue Generation an Charakteren konzentrieren sollte.
Zurück zu Star Wars aus Gruppenzwang
Was hat Mark Hamill letztendlich vom Gegenteil überzeugt? Tatsächlich hat der Darsteller von Luke Skywalker Wind davon bekommen, dass Harrison Ford - entgegen seiner Erwartungen - und auch Carrie Fisher für eine Rückkehr zugesagt hatten. Immerhin ist der Schauspieler von Han Solo berüchtigt dafür, etwas … empfindlich auf das Thema Star Wars zu reagieren.
Die Chance, gemeinsam mit Ford und Fisher nochmal vor der Kamera zu stehen, wollte sich Hamill dann nicht entgehen lassen. (Auch wenn es in den Sequels letztendlich zu keiner einzigen gemeinsamen Szenen mit den drei ursprünglichen Star-Wars-Helden kommt.)
Ich dachte mir, keine Chance, dass Harrison [Ford] nochmal auftritt. Jedes Mal, wenn er über Han Solo reden muss, kann er seinen Verdruss kaum verstecken. Als ich dann mitbekommen habe, dass er tatsächlich zugesagt hat, hatte ich das Gefühl, dass mir jetzt keine Wahl mehr bleibt. Wenn ich der einzige bin, der Nein
sagt, wäre ich der meistgehasste Mann im gesamten Nerd-Kosmos!
In den letzten Jahren hat Mark Hamill allerdings kein Geheimnis daraus gemacht, wie unzufrieden er mit gewissen Story-Entscheidungen der Sequels ist. Ganz konkret zum Beispiel, wie Luke Skywalker in Rian Johnsons Episode 8 auftrat.
2:05
Star Wars: Der offizielle Trailer zu Episode 8 - Die letzten Jedi
Warum Mark Hamill trotzdem dankbar für die Star-Wars-Sequels ist
Trotzdem weiß sich Hamill glücklich zu schätzen, was für einen Karriere-Aufschwung ihm das Kino-Comeback mit Star Wars beschert hat. Heute ist er dankbar darüber, was für neue Chancen sich für ihn dadurch auftaten:
Es ist nicht leicht, alt zu werden und es ist nochmal schwieriger, wenn man währenddessen vor der Kamera steht. Also habe ich mir gedacht, dass ich mit dem Schauspiel vor der Kamera fertig bin. Dass ich weiter arbeite, aber nur als Synchronsprecher.
Aber dann kamen Mike Flanagan und sein Produzent Trevor Macy wegen The Fall of the House of Usher zu mir. Ich habe den Anwalt einer wirklich diabolischen Familie gespielt und das war etwas völlig anderes, als ich bisher gemacht habe. Und das hat für mich eine neue Leidenschaft für das Schauspiel vor der Kamera entfacht.
Und dann kam The Life of Chuck, den ich jetzt schon dreimal gesehen habe. Meine Frau hat ihn sogar sechsmal gesehen. Und sie sagt zu mir: Das ist das Schönste, was du jemals getan hast!
Seit dem 11. September 2025 ist Mark Hamill übrigens in einer weiteren Stephen-King-Verfilmung im Kino zu sehen: Bei The Long Walk überschlagen sich die Kritiker mit Lob und Top-Wertungen.
Darüber hinaus ist Hamill natürlich weiterhin für seine Synchronrollen bekannt - allen voran für seine unheimliche Interpretation von DCs Vorzeige-Schurken dem Joker. Im nächsten Spongebob-Schwammkopf-Film leiht er außerdem dem Fliegenden Holländer seine Stimme, während Hamill in Lego Star Wars: Rebuild The Galaxy tatsächlich nochmal als Luke Skywalker zu hören ist.
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