Die Arbeitslosigkeit hat unseren Autor dazu getrieben, in sieben Tagen sieben kuriose Job-Simulatoren auf Steam auszuprobieren. Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz ernstgemeint.
Kopfsteinpflaster, auf dem die Schatten von Blättern liegen. Ein Zaun vor der an die Küste geschmiegten Stadt. Darüber blauer Himmel. »Sie halten sich kurzfristig für Arbeitsangebote zur Verfügung?« Ich nicke. Vielleicht Athen? Nein, dann wäre die Akropolis zu sehen. Palermo?
»Sie wissen, dass sie sich vor Verlassen des Landes bei uns abmelden müssen, da sonst Verlust der Lohnersatzleistungen droht?« Ich nicke wieder und sehe von dem Foto einer Stadt am Meer zum Sachbearbeiter. Er lächelt, schiebt mir Broschüren rüber und sagt: »Sie haben ja viel gemacht. Schauen sie einfach in alle Richtungen, dann klappt es schon!«
Kürzlich machte ich erstmals eine Erfahrung, die derzeit knapp drei Millionen Deutsche machen: Ich wurde arbeitslos. Was sich als gar nicht ganz so spaßig entpuppt, wie es in politischen Hetzreden oder Reality Soaps über vermeintlich dauerurlaubende Faulenzer klingt.
Aber ich halte mich an die Worte des Sachbearbeiters: »Schauen sie in alle Richtungen!« Und stelle mir die Frage: Wie kann ich das leisten, ohne mir den Nacken und mein Zeitbudget zu ruinieren? Na klar! Job-Sims! Mit denen finde ich heraus, welche Arbeit zu mir passt!
Spiele faszinieren Danny, seit er in den 80ern zum ersten Mal an einem Atari VCS saß. Seitdem hat er als Lehrer Gamedesign unterrichtet, eine Doktorarbeit über Computerspielanalyse geschrieben und sich seit über 20 Jahren als Journalist mit Spielen befasst. Er liebt abgedrehte Spielkonzepte und surreale Settings und scheitert hoffnungslos an Echtzeitstrategie. Wenn er gerade mal nicht daddelt, leitet er D&D-Runden, spielt Bass oder trainiert Hunde.
Bücherei? Ruhigster Arbeitsplatz der Welt! Kein Geschrei, nur Seitenblättern. So mein Wunschtraum. Realitätsschock bei Dienstantritt: Keiner hier? Soll ich als Prakti allein arbeiten? Und wo sind die Regale? Nur eines da, und das muss ich noch aufbauen. Erledigt, aber wo sind die Bücher? Oh, sie wurden zum Hintereingang geliefert. Ich balanciere den Stapel rein, schalte den Kaffee an, sortiere ein und öffne die Bücherei.
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