Ein neues Update für Counter-Strike 2, veröffentlicht von Valve in der Nacht zum 23. Oktober, hat den digitalen Tausch- und Sammlermarkt des Shooters fundamental erschüttert. Schuld daran ist eine Änderung am »Trade Up Contract«, einem System, mit dem Spieler Skins niedrigerer Seltenheit gegen einen Gegenstand einer höheren Stufe eintauschen können.
Bisher war es nicht möglich, auf diesem Weg die begehrtesten Items – Messer und Handschuhe – zu erhalten. Genau das hat Valve nun geändert: Spieler können jetzt fünf »Covert«-Skins (rote Seltenheitsstufe) gegen ein garantiertes Messer oder ein Paar Handschuhe eintauschen, was eine heftige Kettenreaktion auf dem Steam-Community-Markt auslöste.
Milliarden an Wert in Stunden ausgelöscht
Die direkteste Folge des Updates war ein massiver Preisverfall bei Messer- und Handschuh-Skins: Da diese jetzt deutlich einfacher und vor allem garantiert herstellbar sind, brach ihre Exklusivität und damit ihr Wert dramatisch ein.
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Counter-Strike 2 - Für den neuen Shooter schummelt Valve sogar bei den Steam-Wertungen
Berichten von Markt-Trackern wie Pricempire.com zufolge verlor die CS2-Skin-Ökonomie, die zuvor auf über 6 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, innerhalb von weniger als 24 Stunden rund 1,75 Milliarden US-Dollar an Wert. Nur wenige Stunden später wurde der Verlust bereits auf 2,4 Milliarden US-Dollar beziffert.
Tatsächlich gibt es viele Spieler, die ihre seltenen Items als Wertanlage genutzt haben – und für diese hat das Update verheerende finanzielle Konsequenzen.
In den sozialen Medien und auf Reddit häuften sich Berichte von Nutzern, deren digitale Inventare über Nacht um Tausende Dollar an Wert verloren. Ein prominentes Beispiel ist der CS2-Profispieler Olof »olofmeister« Kajbjer Gustafsson, der live im Stream mit ansehen musste, wie der Wert seiner Sammlung von rund 58.000 US-Dollar auf nur noch 18.000 US-Dollar fiel – ein Verlust von 40.000 US-Dollar.
Die andere Seite: Plötzlicher Reichtum
Während die einen Verluste beklagten, eröffnete das Update für andere eine Goldgrube: Die Nachfrage nach den für den Trade-Up-Vertrag benötigten »Covert«-Skins explodierte augenblicklich. Diese Skins, die oft nur wenige Euro wert waren, stiegen im Preis rasant an. Spieler, die entweder eine große Menge dieser günstigeren Skins besaßen oder schnell genug reagierten, um sie zu Beginn des Chaos aufzukaufen, konnten sie nutzen, um wesentlich teurere Messer und Handschuhe zu »craften«.
Im Grunde hat das Update die Werteskala verschoben: Günstige Skins im Wert von wenigen Dollar wurden plötzlich zum Schlüssel für Gegenstände, die zuvor Hunderte oder Tausende Dollar kosteten.
So behauptet etwa der Streamer TrainwrecksTV, der im Laufe der Jahre über 80.000 Items angehäuft hat, dass seine Sammlung nach dem Update nun hundertmal so viel wert sei.
Was bezweckt Valve mit dieser Änderung?
Über die genauen Motive von Valve kann nur spekuliert werden, doch die wahrscheinlichste Erklärung ist der Versuch, die Kontrolle über den ausufernden Skin-Markt zurückzugewinnen. Ein Großteil des Handels mit den teuersten Gegenständen fand bisher auf Drittanbieter-Websites statt, da der Steam-Communitymarkt eine Preisobergrenze von 1.800 US-Dollar hat.
Indem Valve die seltensten Items nun zugänglicher macht, könnte das Unternehmen versuchen, diesen externen Handel unattraktiver zu machen und mehr Transaktionen (und die damit verbundenen Gebühren) zurück auf die eigene Plattform zu lenken.
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