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Seite 3: Steam Deck im Test: Diese Hardware sollte jeder PC-Spieler ausprobiert haben

Wie gut liegt das Steam Deck in der Hand?

Mit 676 Gramm ist das Steam Deck zwar kein Leichtgewicht, aber auch nicht besonders schwer. Mit 676 Gramm ist das Steam Deck zwar kein Leichtgewicht, aber auch nicht besonders schwer.

Ebenso wichtig wie die Performance ist das Handling. Wie gut liegt das Steam Deck in der Hand? Ist es zu groß, zu schwer, vielleicht sogar zu leicht? Und was taugen die Sticks und die Trackpads?

Ich kann da nur von mir selbst ausgehen. Und ich halte das Steam Deck keinesfalls für zu groß, ganz im Gegenteil: Dass es so breit ist, wie es nun mal ist, erweist sich meiner Meinung nach als geradezu perfekt. Wenn ich zum Beispiel mein Smartphone mit beiden Händen halte, hab ich immer das Gefühl, meine Arme unnatürlich eng zusammenschieben zu müssen. Nicht ganz so schlimm geht es mir mit dem Nintendo Switch. Dennoch fühlt es sich einfach nicht richtig an, nicht so, als wäre es für einen Erwachsenen gemacht. Das Steam Deck hingegen schon.

Mit einem Gewicht von 676 Gramm wiegt es zudem gerade einmal so viel wie vier kleine Äpfel. Ich kann daher stundenlang ohne Ermüdungserscheinungen spielen, egal, ob es beim Zocken vom Sofa aus auf meinem Schoß aufliegt, oder ich es im Bett über meinem Kopf halte. Das ist allerdings auch eine stark subjektive Frage.

Die verschiedenen Eingabemöglichkeiten machen auch nach mehreren Tagen des Testens einen grundsoliden Eindruck. Die Analogsticks lassen sich sehr präzise steuern und sind gut erreichbar. Von einem Drift-Problem, wie etwa bei den PS5-Controllern, wo sich die Sticks teils von alleine bewegen, kann ich nichts erkennen.

Hier seht ihr alle Eingabemethoden und wichtigen Elemente des Steam Decks schematisch dargestellt. Hier seht ihr alle Eingabemethoden und wichtigen Elemente des Steam Decks schematisch dargestellt.

Die beiden Trackpads links und rechts vom Bildschirm und unterhalb der Analogsticks sorgen beim Testen für eine erfreuliche Überraschung. Ich hatte zuvor noch nie ein Trackpad in der Hand, auch nicht in Form des Steam Controllers, finde nun jedoch, dass sie in puncto Flexibilität ein absolutes Muss sind.

Sie sind extrem präzise und können in weiten Teilen die Steuerung per Maus ersetzen. Nicht vollständig zwar, aber immerhin so gut, dass sogar Strategiespiele ohne dedizierten Controller-Support auf dem Steam Deck spielbar sind.

Das D-Pad (Steuerkreuz), Ansichts- und Menü-, sowie die ABXY-Tasten sind ebenfalls gut erreichbar und von guter Qualität. Hier gibt es aus meiner Sicht nichts zu beanstanden. Das gilt auch für die Schulter- und Rückseitentasten. Sie fühlen sich hochwertig an und sind sehr gut auf dem Handheld angeordnet.

Punktabzüge gibt es lediglich für die beiden bereits erwähnten Steam- und Schnelleinstellungstasten. Immer wieder verdrücke ich mich, wenn ich sie dringend brauche, was vor allem daran liegt, dass sie sich vom Druckpunkt her kaum von den Trackpads unterscheiden. Wer genau fühlt, wird merken, dass sie zwar etwas weniger aufgeraut sind, im Spielbetrieb kann zumindest ich den Unterschied auf Anhieb aber nicht ausmachen.

Bei einigen Spielen lässt sich außerdem die Gyrosteuerung aktivieren. Das macht mir überraschend viel Spaß und ist meiner Meinung nach eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Eingabemethoden. Auch wenn ich mich daran zugegebenermaßen erst noch gewöhnen muss.

Skalierungstechniken

Das Steam Deck ist mit diversen Skalierungstechniken ausgestattet. Dazu zählen grundlegende Funktionen wie ganzzahliges und lineares Skalieren. Am wichtigsten ist jedoch AMDs FidelityFX Super Resolution. In naher Zukunft soll FSR für alle Spiele aktiviert werden können. Das geschieht dann ganz einfach via die Schnelleinstellungen. Im Moment lässt sich zu Performance-Gewinn, eventuellen Energieeinsparungen und der Darstellungsqualität allerdings nicht viel sagen.

In einigen Spielen, wie beispielsweise Horizon Zero Dawn und Marvel’s Guardians of the Galaxy, lässt sich FSR aber auch so aktivieren. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen: Während es bei den Guardians recht gut aussieht und auch einiges an Performance bringt, fällt die Darstellungsqualität in Horizon Zero Dawn sehr schlecht aus. Das wogende Gras wirkt dadurch flimmrig und alles andere sieht ebenfalls unscharf und körnig aus.

Wie gut ist das Display?

100 Prozent 100 Prozent
50 Prozent 50 Prozent

50 Prozent Helligkeit reichen in einem normal beleuchteten oder dunklen Raum meist völlig.

Bei dem Bildschirm des Steam Decks handelt es sich um ein spezielles IPS-Panel, das auf verbesserte Lesbarkeit ausgelegt ist. IPS-typisch ist es sehr blickwinkelstabil und dank einer Spitzenhelligkeit von 400 Nits lassen sich Spielinhalte zumindest auf unserem Testgerät mit entspiegeltem Display sogar bei direkter Sonneneinstrahlung noch sehr gut erkennen. Die Entspiegelung gibt es aber nur beim Kauf der Steam-Deck-Variante mit 512 GByte Speicherplatz.

Während des Testens stelle ich die Bildschirmhelligkeit meist sogar auf nur 50 Prozent. Das reicht in meinen Augen (Wortwitz!) völlig aus und ist dazu noch besonders schonend für den Akku. Dazu aber später mehr.

Die Farbdarstellung fällt subjektiv betrachtet sehr gut aus. Spiele wirken auf dem Steam Deck dadurch brillant, die Farben leuchten richtiggehend. Mein Testgerät weist zwar in der oberen rechten Ecke etwas Backlightbleeding auf, das heißt, die Hintergrundbeleuchtung scheint an einigen Stellen stärker durch und wird als grauer Schleier wahrgenommen. Das stört im Alltag allerdings nicht, da das Phänomen nur zu sehen ist, wenn der komplette Bildschirm einfarbig und dunkel dargestellt wird.

Das IPS-Panel unterstützt außerdem die Eingabe per Touchcontrol. Das funktioniert zwar grundlegend recht gut und präzise, allerdings fällt es mir teilweise sehr schwer, beispielsweise ein X zum Abbrechen oder vergleichbar kleine Symbole auf Anhieb zu erwischen. Das nervt etwas, schließlich bin ich ein mittelater Mann und kein Teenager mehr mit filigranen Fingerchen.

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