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Steam lockert seine KI-Regeln: Was Entwickler jetzt angeben müssen - und was nicht

Valve hat die Richtlinien für die Kennzeichnung von KI-Inhalten auf Steam angepasst. Die neuen Regeln ziehen eine deutliche Grenze zwischen Werkzeugen und tatsächlichen Spielinhalten.

Nicht nur Steam-Entwickler müssen KI-Nutzung offenlegen, sondern auch GameStar-Redakteure. (Bild: Google Gemini) Nicht nur Steam-Entwickler müssen KI-Nutzung offenlegen, sondern auch GameStar-Redakteure. (Bild: Google Gemini)

Wer in den vergangenen Monaten durch den Steam-Shop gestöbert ist, wird immer häufiger über den Hinweis »Offenlegung von KI-generierten Inhalten« gestolpert sein. Seit 2024 verpflichtet Valve Entwickler nämlich dazu, den Einsatz von generativer KI offenzulegen.

Doch wo genau zieht man die Grenze? Zählt schon der Einsatz von Code-Helfern oder Photoshop-Funktionen dazu? Valve hat nun das entsprechende Formular für Entwickler überarbeitet, um genau diese Grauzonen zu beseitigen. Und am Ende geht es darum, was am Ende bei euch ankommt.

Der Fokus liegt auf dem Erlebnis der Spieler

Bisher herrschte bei vielen Studios Unsicherheit darüber, ob interne Arbeitsprozesse, die durch KI beschleunigt wurden, ebenfalls unter die Kennzeichnungspflicht fallen.

Die aktualisierten Richtlinien schaffen hier nun Klarheit: Valve sagt, dass Entwickler den Einsatz von generativer KI dann offenlegen müssen, wenn die daraus resultierenden Inhalte im fertigen Spiel enthalten sind oder in Marketingmaterialien verwendet werden.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Reine Effizienz-Tools, die »hinter den Kulissen« arbeiten, erfordern keine Warnhinweise mehr auf der Shop-Seite. Nutzt ein Programmierer beispielsweise KI-Agenten, um Code schneller zu schreiben, oder verwendet das Marketing-Team ChatGPT, um Pressemitteilungen für die Fachpresse zu verfassen, ist dies für die Kennzeichnungspflicht auf Steam irrelevant.

Die Offenlegungspflicht konzentriert sich auf Assets – also Grafiken, Texte, Musik oder Sprachausgabe –, die direkter Bestandteil der Spielerfahrung sind.

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Unterscheidung zwischen »Pre-Generated« und »Live-Generated«

Trotz der Lockerung bei internen Tools bleiben die generellen Sicherheitsvorkehrungen bestehen. Steam unterscheidet strikt zwischen zwei Arten von KI-Inhalten, die für euch als Nutzer sichtbar sind:

  • Vorgenerierte Inhalte: Hierbei handelt es sich um Assets, die mithilfe von KI-Tools erstellt wurden, bevor das Spiel überhaupt ausgeliefert wird (etwa Soundeffekte, Dialogzeilen oder Grafiken, wie die Ladebildschirme aus Anno 117).
  • Echtzeit-generierte Inhalte: Diese Kategorie betrifft Spiele, die während der Laufzeit auf KI-Modelle zugreifen, um Inhalte dynamisch zu erzeugen (etwa NPC-Dialoge, wie in Where Winds Meet). Hier sind die Hürden deutlich höher. Entwickler müssen gegenüber Steam darlegen, welche »Leitplanken« sie implementiert haben, um zu verhindern, dass die KI illegale oder anstößige Inhalte generiert.

Für letztere Kategorie hat Valve bereits vor einiger Zeit ein Feature im Steam-Overlay eingeführt, das vielen vielleicht noch gar nicht aufgefallen ist: Ihr könnt illegale Inhalte, die von einer KI live generiert wurden, direkt über einen speziellen Button melden.

Dass eine Klärung der Regeln notwendig war, zeigen die nackten Zahlen: Ein Blick auf SteamDB verrät, dass im Jahr 2025 über 6.800 Spiele mit KI-Kennzeichnung veröffentlicht wurden. Im gesamten Jahr 2024 waren es nur rund 2.700 Spiele.

Die Dunkelziffer dürfte allerdings höher liegen, da die Angaben auf freiwilliger Basis der Entwickler beruhen. Eine Umfrage der Game Developers Conference aus dem letzten Jahr untermauert diesen Trend: 52 Prozent der befragten Entwickler gaben an, dass ihre Unternehmen generative KI-Tools nutzen.

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