Der Traum vom erschwinglichen High-End-Gaming im Wohnzimmer hat gerade einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Nach der offiziellen Enthüllung der neuen Steam Machine durch Valve schlug die Vorfreude vieler Spieler in einen Sturm der Entrüstung um.
Hauptgrund für den geäußerten Unmut in den Kommentarspalten auf GameStar, bei anderen Magazinen und Foren wie Reddit ist der von Valve aufgerufene Verkaufspreis in Kombination mit der verbauten Hardware.
Wie ein Blick in die Kommentare zeigt, machen viele Fans ihrem Ärger dort unmissverständlich Luft. Statt des Vorbesteller-Hypes dominieren scharfe Kritik und beißender Sarkasmus die Stimmung.
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Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
Zu teuer für die gebotene Hardware?
Der Kern des Anstoßes liegt in der Erwartungshaltung der Community sowie der Gegenüberstellung des Datenblatts und des Preisschilds.
Valve ruft für das Basismodell der Steam Machine mit 512 GB Speicher ohne Controller stolze 1.039 Euro auf. Für die 2-TB-Variante sind es gar 1.359 Euro. Für den Controller müssen Fans weitere rund 70 Euro locker machen.
Damit übersteigt der Preis die Vorstellungen der GameStar-Community deutlich. Nur rund vier Prozent gaben in einer Umfrage an, mehr als 800 Euro zahlen zu wollen.
Vergleicht man den Preis und die verbaute Hardware mit einem selbst zusammengestellten System, wird deutlich, dass man durch clevere Auswahl der Komponenten mehr Gaming-Leistung für den gleichen Preis oder vergleichbare Leistung zu geringeren Kosten erhält.
»Nur heiße Luft«: Die Community rechnet ab
Ein Blick in die Kommentare bestätigt den Eindruck. Statt Vorfreude herrscht Unverständnis, oft gepaart mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor.
Zynische Einzeiler wie »Vom Preis abgesehen günstig!« oder »Tja, Nomen est omen – die Steam Maschine scheint also nur heiße Luft zu sein« sind häufig zu lesen.
Besonders hart ins Gericht gehen die GameStar-Leser jedoch mit der verbauten Hardware im Verhältnis zum Preisschild. Ein Kommentator bringt seine Verwirrung auf den Punkt, indem er fragt, ob er »irgendwas Revolutionäres oder DAS Killer-Feature schlechthin« übersehe.
Andere Spieler zeigen sich von den Details – konkret 8 Gigabyte Videospeicher, einer 6-Kern-CPU und einer GPU-Leistung auf dem Niveau einer älteren RTX 2080 – sichtlich ernüchtert. »Puh ... das überrascht etwas!«, stellt ein User fest.
Ebenfalls im Kreuzfeuer der Kritik steht die äußerst knappe Festplattenkapazität des Basismodells. »1 TB und die 1039 hätte ich noch vertretbar gefunden«, merkt ein Leser an, zieht aber ein klares Fazit: »512 ist einfach zu wenig und das Ding auch insgesamt zu teuer für die Leistung.«
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Ein Lichtblick: Valves Kampf gegen die Scalper
So harsch die Kritik an der Preispolitik und der verbauten Hardware auch ausfällt, in einem Punkt erntet Valve von der Community tatsächlich einhelliges Lob: beim Vorbesteller-System.
Mehr zum Thema: Valve hat die Steam Machine veröffentlicht – aber wo bleibt unser Test? Die Antwort darauf ist schwieriger, als wir gehofft haben
Anders als bei vorherigen Produkten gilt hier nämlich nicht mehr der Spruch »Wer zuerst kommt, mahlt zuerst«. Valve setzt stattdessen auf ein einfaches Reservierungsverfahren mit Lotterie. Jeder Interessent kann sich für genau eine Steam Machine in die Liste bei Valve eintragen. Am 25. Juni wird Valve dann per Losverfahren die ersten Käufer auswählen.
Zudem gibt es für die Teilnahme weitere Beschränkungen. So muss der Steam Account vor dem 27. April 2026 einen Kauf durchgeführt haben und in »guter Reputation« stehen.


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