In Survivalspielen gibt es oft diesen Zeitpunkt, an dem die Welt ihren Schrecken verliert. Während wir am Anfang noch von der Hand in den Mund leben, häufen wir irgendwann massig Vorräte an, haben die beste Ausrüstung und eine gut ausgebaute Basis. An diesem Punkt verlieren viele Genrevertreter dann für mich ihren Reiz und die Aufregung, die es bedeutet wirklich ums Überleben zu kämpfen.
Nicht so allerdings in Subnautica! Zwar kann ich im Unterwasser-Survivalspiel auch große Basen bauen und Vorräte anlegen, gefährlich und sogar tödlich bleibt die Welt aber trotzdem. Und zwar dank eines einzigartigen Spielprinzips.
Aktuell kostet Subnautica auf Steam knapp acht Euro und ist damit so günstig wie nie zuvor. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und euch das meiner Meinung nach beste Survivalspiel empfehlen.
Erkunden mit Timer
Was macht Subnautica aber so besonders? Es schränkt mich als Spieler etwa ein, aber auf eine gute Weise. Während ich in vielen anderen Spielewelten relativ frei herumlaufe, muss ich in Subnautica immer tiefer und weiter tauchen, um die Unterwasserwelt eines fremden Planeten zu erkunden, der (fast) komplett von Wasser bedeckt ist.
Als Mensch ohne Kiemen bin ich für diese Welt natürlich alles andere als geschaffen und muss regelmäßig Luft holen, bevor ich wieder abtauchen kann. Zu Beginn kann ich also nur kurze Ausflüge machen und arbeite mich langsam vor, mit neuer Ausrüstung, Unterwasserbasen für eine Verschnaufpause und Fahrzeugen. Je tiefer ich komme, desto seltenere Materialien für fortgeschrittenere Ausrüstung finde ich.
20:54
Subnautica hat mich dazu gebracht, meine größte Angst zu überwinden | mit Haselnuuuss
Schon dieser Gameplay-Loop macht eine Menge Spaß, was auch daran liegt, dass Subnautica eine unheimlich faszinierende und einzigartige Welt hat. Von Riffen, über Algenwälder oder Tiefseevulkane und unterirdische Höhlen gibt es unglaublich viele Biome zu erkunden, die mit außerirdischen Tieren und Pflanzen gefüllt sind. Doch nicht alle davon können mich leiden.
Friedliche Konfliktbewältigung
Während ich in anderen Survivalspielen nach 10 Minuten schon eine Keule und einen Bogen in die Hand gedrückt bekomme, habe ich in Subnautice erst nur ein winziges Messer, das auch in einer Besteckschublade gut aufgehoben wäre.
Schusswaffen oder Sprengstoff bekomme ich im Survivalspiel nicht zur Hand, stattdessen muss ich bis zum Ende des Spiels Respekt vor den Gefahren auf dem fremden Planeten haben. Und die gibt es reichlich. Von friedlichen, aber giftigen Kreaturen, Raubfischen mit scharfen Zähnen oder elektrisch geladener Haut bis zu den gigantischen Leviathanen muss ich mich vor vielen Lebensformen in Acht nehmen.
Da ich sie nicht einfach mit einer Maschinengewehrsalve erledigen kann, muss ich den Tieren fernbleiben, vor ihnen fliehen, oder sie mit behelfsmäßigen Waffen wie einer Schwerkraftkanone vertreiben. Das Erkunden der Welt bleibt so bis zum Schluss aufregend und potenziell tödlich. Diesen Nervenkitzel kenne ich so aus kaum einem anderen Spiel, das nicht gerade ins Horror-Genre gehört.
Über die Story habe ich bisher noch gar kein Wort verloren, aber auch ihretwegen lohnt sich Subnautica definitiv. Auf dem fremden Planeten gestrandet, müsst ihr versuchen, von dort zu entkommen, doch ein uraltes Geheimnis hält euch dort fest. Auf der Suche nach Antworten macht ihr faszinierende Entdeckungen, die ich euch nicht vorwegnehmen will.
Deshalb kann ich euch nur raten: Nutzt die Gelegenheit und holt euch Subnautica, wenn ihr mal wieder ein richtig gutes Survivalspiel erleben wollt. Jetzt, da der Nachfolger (und das zweitmeistgewünschte Steamspiel!) auf 2026 verschoben wurde, habt ihr noch jede Menge Zeit zum Abtauchen.
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