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Seite 2: Steam-Tipp: Dieser Retro-Shooter ist noch brachialer als Doom [Best of GameStar]

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Mut zur Abwechslung

Neben konventionellen Schieß- und Schneideisen kämpft ihr mit fast allem, was man sich vorstellen kann. Sägeblattwerfer? Fast schon banal gegen Feuerpeitsche, Säurespuckender Totenschädel, zielsuchende Parasiten und einem Zauberfallenwürfel, der Gegner erst einsaugt und dann bei Bedarf als Verbündete wieder ausspuckt.

Je nach Seltenheitsgrad verändern mehr zufällige Modifikatoren die Funktion eurer Waffen. Die reguläre Minigun war schon heftig, doch als uns der zufällig auftauchende weiße Geister-Trenchcoat ein günstiges Upgrade versprach, wurde daraus eine legendäre Wumme, die Gegner auch noch einfriert und zurückwirft.

Schockgefrostet Das Cryogewehr verlangsamt sie erst und friert Gegner dann komplett ein, sodass sie sich auch zertreten lassen. Elementare Modifikatoren gibt es aber auch auf vielen anderen Zufallswaffen.

Gewürfelt Mit diesen Zauberwürfeln könnt ihr mehrere Gegner einsaugen und bei Bedarf als Verbündete wieder in die Welt setzen. Auch andere magische Ausrüstung wie Zauberbücher und -stäbe gibt es!

Legendäre Minigun Die Minigun ist auch in der Basisversion extrem stark, frisst aber auch Munition wie Bonbons. Die drei Munitionsarten des Spiels teilen sich in leicht, schwer und magisch auf.

Legendäre Werte Der fliegende Mantel (achtet darauf, ihn nicht zu erschießen!) hat unsere Minigun zu einem legendären Biest aufgewertet, das fast neun mal wertvoller ist.

Habt ihr das Ausgangsportal gefunden, dessen Position sich wegen der teils manuellen, teils zufälligen Levelgenerierung auch gerne mal ändern kann, dürft ihr eine Waffe ins nächste Level mitnehmen. Zu starke Helferlein werden allerdings ausgegraut, um die Balance nicht zu gefährden. Immerhin bescherte uns die Minigun zum Abschied noch 16.000 Goldmünzen, denn sämtlicher Überschuss wird automatisch verkauft.

Gierig wie Super Mario

Diese Münzen braucht ihr für die zahlreichen Charakter-Upgrades, die ihr euch zulegen könnt, sobald ihr im zweiten Level euer erstes Cartridge eingesammelt habt. Diese Rollenspiel-Elemente tun, was sie am besten können: Sie motivieren euch dazu, auch den letzten Gegner und versteckten Geheimraum zu finden.

Letztere verbergen sich gerne hinter rissigen Wänden, doch auch am Ende von Schalterrätseln und Jumping-Puzzles wartet fette Beute. Wechselt ihr mit ausreichend Knete in den Talentbaum, erwartet euch nicht irgendeine langweilige Fähigkeitentabelle, sondern ein an Super Mario angelegtes Minispiel.

Zusammenfassung am Levelausgang Habt ihr den Ausgang gefunden, verdient ihr euch Bonusgold anhand eurer Gründlichkeit.

Talentbaum im Spielformat Auf dieser und weiteren Karten steuert ihr die Talente an, die ihr freispielen wollt.

Skills freispielen Freispielen ist hier im doppelten Sinn gemeint, denn bevor das Spiel euer Gold annimmt, müsst ihr jeweils ein kleines Mario-level meistern. Und ja, auch hier gibt es wieder Bonusschätze für Aufmerksame.

Dort navigiert ihr eure verstörte Heldin über bunte Mariowelten und kauft euch Upgrades wie zusätzliche Munition, Waffenslots oder Trefferpunkte, um so den Weg zur nächsten Welt freizuschaufeln. Ab der Zweiten lässt sich auch euer Bewegungsrepertoire um einen Ausweichsprung (Dash) erweitern. Zu ausgelassenen Nebenpfaden könnt ihr jederzeit zurückkehren.

Anstatt einer kleinen Warnung im Stile von »Willst du dieses Talent wirklich freischalten?« müsst ihr durch kurze und teils knackige 2D-Sidescroller-Levels hüpfen, in denen jede eingesammelte Münze ihren Wert am Ende vervielfacht und so den eigentlichen Kaufpreis schmälert. Auch die regulären Shooter-Passagen locken mit Bonusmünzen, wenn euch der Abschlussbildschirm besondere Gründlichkeit bescheinigt.

Für wen ist Nightmare Reaper interessant?

Das Spiel dürfte für alle Action-Fans bekömmlich sein, die schon immer mehr Wert auf spielerische als optische »Wow«-Momente gelegt haben. Von ersterem gibt es nämlich so einige, insbesondere wegen dem ungewöhnlich breiten Waffenarsenal und den vielen auflockernden Zufallselementen.

Wer allerdings über die Optik so gar nicht hinwegsehen kann und sich fragt, wie viel realistischer Spiele in Zukunft wohl aussehen werden, für den könnte diese Technikdemonstration der Unity Engine interessant sein:

Video starten 2:00 Tech-Demo in der Unity-Engine zeigt verblüffend realistischen Menschen

Bei Nightmare Reaper greift der typische Loot-Shooter-Sog trotz oder gerade wegen des sanften Resets nach jedem Level und der wie ein eigenes Videospiel aufgebaute Talentbaum steigert die Motivation zusätzlich, »noch schnell eine Runde mehr« zu spielen.

Auf Steam und GOG ist Nightmare Reaper seit dem 28. März 2022 erhältlich, der Preis beträgt knapp 25 Euro ohne Sales. Zum Zeitpunkt dieses Artikels bescheinigten 93 % der 3.348 bewertenden Steam-Spieler der Vollversion des Ego-Shooters allererste Gameplay- und Soundtrack-Güte.

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