Mut zur Abwechslung
Neben konventionellen Schieß- und Schneideisen kämpft ihr mit fast allem, was man sich vorstellen kann. Sägeblattwerfer? Fast schon banal gegen Feuerpeitsche, Säurespuckender Totenschädel, zielsuchende Parasiten und einem Zauberfallenwürfel, der Gegner erst einsaugt und dann bei Bedarf als Verbündete wieder ausspuckt.
Je nach Seltenheitsgrad verändern mehr zufällige Modifikatoren die Funktion eurer Waffen. Die reguläre Minigun war schon heftig, doch als uns der zufällig auftauchende weiße Geister-Trenchcoat ein günstiges Upgrade versprach, wurde daraus eine legendäre Wumme, die Gegner auch noch einfriert und zurückwirft.
Habt ihr das Ausgangsportal gefunden, dessen Position sich wegen der teils manuellen, teils zufälligen Levelgenerierung auch gerne mal ändern kann, dürft ihr eine Waffe ins nächste Level mitnehmen. Zu starke Helferlein werden allerdings ausgegraut, um die Balance nicht zu gefährden. Immerhin bescherte uns die Minigun zum Abschied noch 16.000 Goldmünzen, denn sämtlicher Überschuss wird automatisch verkauft.
Gierig wie Super Mario
Diese Münzen braucht ihr für die zahlreichen Charakter-Upgrades, die ihr euch zulegen könnt, sobald ihr im zweiten Level euer erstes Cartridge eingesammelt habt. Diese Rollenspiel-Elemente tun, was sie am besten können: Sie motivieren euch dazu, auch den letzten Gegner und versteckten Geheimraum zu finden.
Letztere verbergen sich gerne hinter rissigen Wänden, doch auch am Ende von Schalterrätseln und Jumping-Puzzles wartet fette Beute. Wechselt ihr mit ausreichend Knete in den Talentbaum, erwartet euch nicht irgendeine langweilige Fähigkeitentabelle, sondern ein an Super Mario angelegtes Minispiel.
Dort navigiert ihr eure verstörte Heldin über bunte Mariowelten und kauft euch Upgrades wie zusätzliche Munition, Waffenslots oder Trefferpunkte, um so den Weg zur nächsten Welt freizuschaufeln. Ab der Zweiten lässt sich auch euer Bewegungsrepertoire um einen Ausweichsprung (Dash) erweitern. Zu ausgelassenen Nebenpfaden könnt ihr jederzeit zurückkehren.
Anstatt einer kleinen Warnung im Stile von »Willst du dieses Talent wirklich freischalten?« müsst ihr durch kurze und teils knackige 2D-Sidescroller-Levels hüpfen, in denen jede eingesammelte Münze ihren Wert am Ende vervielfacht und so den eigentlichen Kaufpreis schmälert. Auch die regulären Shooter-Passagen locken mit Bonusmünzen, wenn euch der Abschlussbildschirm besondere Gründlichkeit bescheinigt.
Für wen ist Nightmare Reaper interessant?
Das Spiel dürfte für alle Action-Fans bekömmlich sein, die schon immer mehr Wert auf spielerische als optische »Wow«-Momente gelegt haben. Von ersterem gibt es nämlich so einige, insbesondere wegen dem ungewöhnlich breiten Waffenarsenal und den vielen auflockernden Zufallselementen.
Wer allerdings über die Optik so gar nicht hinwegsehen kann und sich fragt, wie viel realistischer Spiele in Zukunft wohl aussehen werden, für den könnte diese Technikdemonstration der Unity Engine interessant sein:
2:00
Tech-Demo in der Unity-Engine zeigt verblüffend realistischen Menschen
Bei Nightmare Reaper greift der typische Loot-Shooter-Sog trotz oder gerade wegen des sanften Resets nach jedem Level und der wie ein eigenes Videospiel aufgebaute Talentbaum steigert die Motivation zusätzlich, »noch schnell eine Runde mehr« zu spielen.
Auf Steam und GOG ist Nightmare Reaper seit dem 28. März 2022 erhältlich, der Preis beträgt knapp 25 Euro ohne Sales. Zum Zeitpunkt dieses Artikels bescheinigten 93 % der 3.348 bewertenden Steam-Spieler der Vollversion des Ego-Shooters allererste Gameplay- und Soundtrack-Güte.
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