Stressfreie Strategie - Islanders hat keine Orks, Waffen oder Explosionen und wird auf Steam gefeiert

Aufbaustrategie muss nicht immer so imposant wie Anno sein. Islanders stammt von einem Berliner Studio und wird für seinen Minimalismus gelobt.

von Fabiano Uslenghi,
15.04.2019 17:28 Uhr

Wer in Islanders Erfolg haben will, muss sich gut überlegen, wo er seine Gebäude auf den kleinen Inseln hinbauen will. Wer in Islanders Erfolg haben will, muss sich gut überlegen, wo er seine Gebäude auf den kleinen Inseln hinbauen will.

Zwischen all den Shootern, Rollenspielen und Brawlern ist die Aufbaustrategie traditionell eines der wohl stressbefreiteren Genres. Doch selbst hier kann es gerade im Endgame häufig zu äußerst angespannten Situationen kommen. Gerade Anno 1800 zeigt wieder, dass einem das Ressourcen- und Gebäudemanagement leicht über den Kopf wachsen kann. Deshalb geht das Berliner Indiespiel Islanders einen anderen Weg.

Aufbaustrategie trifft Puzzle-Spiel

Aber was ist Islanders eigentlich? Islanders ist das, was passiert, wenn sich ein Aufbauspiel Hals über Kopf in einen Puzzler verliebt. Im Kern geht es darum, eine Stadt auf kleinen Inseln zu errichten. Unser Hauptziel ist aber der eigene Highscore. Anstatt uns um Ressourcen und Bevölkerungszahlen Sorgen zu machen, müssen wir versuchen, unsere begrenzte Zahl an Gebäuden so effektiv wie möglich zu platzieren.

Jedes Gebäude generiert Punkte und diese Punktzahl wird von anderen Gebäuden und Objekten auf der jeweiligen Insel beeinflusst. Je besser die Synergien des gewählten Standorts, um so höher die generierte Punktzahl. Neue Gebäude werden freigeschaltet, sobald wir genug Punkte gesammelt haben. Dabei hat jedes Gebäude unterschiedliche Ansprüche, weshalb es sich lohnt, auch langfristig zu planen. Sobald ein gewisser Satz an Punkten erreicht wurde, geht es weiter zur nächsten Insel.

Die Inseln sind prozedural generiert. Jeder Durchlauf unterscheidet sich also von dem vorherigen. Zudem weisen die Inseln zwar eine minimalistische, aber trotzdem hübsche und vor allem abwechslungsreiche Optik auf. Es gibt tropische Inseln mit weißen Sandstränden, mediterrane Hügellandschaften und mit Schnee und Eis überzogene Schollen.

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Auf Steam beliebt

Auf Steam erfreut sich das Spiel einer großen Community, die fast ausschließlich positive Bewertungen verteilt. Der Grund dafür ist auch schnell gefunden: Es ist ziemlich entspannend.

Während bei Anno oder Cities: Skylines gerne einmal Endgame-Stress eintritt, scheint dieses Phänomen bei Islanders nicht aufzutreten. Zudem kann es sowohl als nette Nebenbeschäftigung genutzt werden, bei der man sich daran erfreut, in der Mittagspause ein paar schöne Städtchen hochzuziehen, als auch mit der Jagd nach dem nächsten Highscore Suchtpotenzial entfalten.

Entwickelt wurde Islanders von GrizzlyGames. Das Berliner Studio besteht aus den drei Game Designern Friedmann Allmenröder, Jonas Tyroller und Paul Schnepf, die das Spiel im Rahmen ihres Studiums entworfen haben.

Islanders - Trailer zeigt minimalistischen Städtebau 1:00 Islanders - Trailer zeigt minimalistischen Städtebau


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