Gehört ihr auch zu den Menschen, die vor Jahren eine Switch gekauft haben und sie heute kaum mehr anrühren? Ich gehöre definitiv zu dieser Kategorie Mensch, doch ich habe die Hoffnung, dass die Switch 2 nicht so ein Staubfänger wird.
Nvidia könnte der Schlüssel sein
Wie schon im Vorfeld vermutet ist mittlerweile sicher, dass die Switch 2 DLSS nutzen wird. Das hat Nvidia in einem Blog-Beitrag klargestellt. Genau das macht mir große Hoffnung, denn mein größtes Problem mit der Switch war, dass ich bei Drittanbieterspielen oftmals von der Leistung enttäuscht war.
Erst hatte ich mich gefreut Dark Souls unterwegs spielen zu können, doch musste schnell feststellen, dass ich als PC-Spieler zu verwöhnt bin, wenn es um FPS geht. Denn 30 FPS sind mir mittlerweile einfach zu wenig. Das hat am Ende dazu geführt, dass ich die Switch höchstens für ein paar Runden Mario Kart mit Freunden herausgeholt habe.
Doch das könnte sich jetzt ändern - aus vier Gründen.
Zur Erinnerung: DLSS ist eine Technik, die es, vereinfacht gesagt, ermöglicht, Spiele in niedriger Auflösung zu rendern und sie dann hoch zu skalieren. Das spart Rechenleistung, kann aber auch zu unscharfen Bildern oder kleineren Grafikfehlern führen.
Je nach Version kann DLSS auch eine bestimmte Menge an Frames erzeugen, die zwischen die berechneten Frames geschoben werden. Das nennt sich Frame Generation und sorgt für mehr FPS, doch auch diese Technik kann für kleinere Grafikfehler sorgen und die Latenz beim Spielen erhöhen.
1. DLSS Upscaling / Grafik-Modi
Wir wissen bisher zwar nicht, welche Version von DLSS enthalten sein wird, doch das Upscaling wird laut Nvidia sicher dabei sein. Das allein öffnet uns Spielern schon mehr Möglichkeiten.
In der Nintendo Direct, in der die Switch 2 vorgestellt wurde, haben wir bereits gesehen, dass manche Spiele über Performance- und Quality-Modi verfügen werden. Somit zieht die Switch 2 endlich nach, denn Xbox und PlayStation bieten diese Funktion schon seit Jahren.
Das wird dafür sorgen, dass ihr euch in Zukunft aussuchen könnt, ob ihr ein Spiel mit weniger FPS und höherer Bildqualität oder mit mehr FPS und geringerer Bildqualität spielen möchtet.
Diese Option gab es bei der ersten Switch nicht.
Meiner Meinung nach macht das die Switch 2 etwas sicherer für die Zukunft, vor allem wenn ich daran denke, dass die Switch 2 je nach Spiel und Auflösung bis zu 120 Frames schaffen soll. Somit ist erstmal genug Leistung da, um nicht nach ein bis zwei Jahren schon komplett veraltet zu wirken.
2. DLSS Frame Generation
Weder Nintendo noch Nvidia haben bisher bekanntgegeben, welche DLSS-Version für die Switch 2 genutzt wird. Im Optimalfall wäre das DLSS 3 oder eine neuere Version, da in DLSS 3 Frame Generation enthalten war.
Mit Frame Generation würde die Switch 2 noch länger zukunftssicher bleiben, da wir so noch mehr FPS aus der Hardware quetschen könnten und anspruchsvollere Spiele über die Jahre einigermaßen spielbar bleiben.
Das Problem: Gerüchte sprachen im Vorfeld davon, dass der Grafikchip in der Switch 2 auf den 3000er-Grafikkarten von Nividia basiert und Frame Generation ist erst ab der 4000er-Reihe verfügbar.
Dennoch bleibt Hoffnung: Nvidia hat durchscheinen lassen, dass Frame Generation auch bald für ältere GPUs verfügbar sein könnte. Wenn Nvidia ohnehin schon daran arbeitet, könnte das auch Frame Generation für die Switch 2 ermöglichen.
27:48
Switch 2 ausprobiert: Preis, Spiele, Release-Datum & Ersteindruck!
3. Individualisierbare Grafikmodi
Achtung: Wir begeben uns kurz in den Bereich des Wunschdenkens, doch ganz unwahrscheinlich ist es nicht: Ich hoffe auf anpassbare Grafikmodi und Zugriff auf hilfreiche Grafikeinstellungen.
Was meine ich damit? Bei Konsolenspielen kommt es selten vor, dass man auch nur nahe an den Umfang herankommt, den die Grafikeinstellungen auf dem PC bieten. Ein wenig Individualisierbarkeit wäre allerdings schön.
Es soll zum Beispiel in einigen Spielen der Switch 2 Raytracing geben. Wenn ich das ausschalten oder die Raytracing-Qualität genauer anpassen darf, wie es beispielsweise bei Ratchet & Clank: Rift Apart auf der PS5 Pro der Fall war, wäre das ein großer Sieg für die Langlebigkeit der Switch 2.
Immerhin könnte ich mir so aussuchen, ob ich ein Spiel mit Raytracing auf 30 FPS spiele oder ohne Raytracing mit 60 FPS, beispielsweise. Für mich ist es ohnehin deutlich wichtiger ein flüssiges Bild zu haben, als Reflexionen zu in Pfützen zu sehen.
4. Mehr Exklusivtitel von Drittanbietern
Um das Interesse an der Switch aufrechtzuerhalten, sollten mehr Exklusivtitel von Drittanbietern erscheinen, die mich dazu bewegen, die Switch 2 auch zu nutzen. Denn meiner Meinung nach erscheinen einfach nicht genug Nintendo-Spiele, um einen Kauf einer (fast) 500-Euro-Konsole zu rechtfertigen.
Die erste Switch hatte zwar Exklusivtitel von Drittanbietern, wie Astral Chain oder Shin Megami Tensei 5, doch mich persönlich haben die wenigen Exklusivtitel auf der Switch 1 nie wirklich interessiert.
Nach der Nintendo Direct habe ich allerdings den Eindruck, dass Nintendo das ähnlich sah und nun dagegen vorgeht. Sie haben nicht nur spannende Exklusivtitel von hauseigenen Entwicklern gezeigt, sondern auch einen absoluten Hammer: ein neues Spiel von From Software - The Duskbloods.
Zugegeben: Nicht jeder ist ein so ein From-Software-Fanboy wie ich, doch der Exklusivtitel zeigt, dass Nintendo das Potenzial hat, Spiele von Entwicklern auf die Switch zu bringen, die bisher eher auf dem PC oder bei Sonys und Microsofts Konsolen anzufinden waren.
Wenn das nicht nur eine Ausnahme war und wir in Zukunft ein paar mehr solcher Kracher sehen, wird meine Switch 2 hoffentlich nicht so viel Staub ansetzen.
Was denkt ihr? Staub eure Switch auch schon lange zu, oder nutzt ihr sie regelmäßig? Schreibt es in die Kommentare!

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