Take 2 Interactive - Hälfte des Umsatzes mit Mikrotransaktionen, nur noch Games as a Service

Der Publisher Take 2 macht gutes Geld mit digitalen Inhalten: 48 Prozent des Umsatzes aus dem letzten Quartal stammen von Mikrotransaktionen und DLCs.

von Stefan Köhler,
08.11.2017 15:48 Uhr

Take 2 Interactive macht fast die Hälfte des Umsatzes mit Mikrotransaktionen, DLCs und virtueller Währung. Das bedeutet Konsequenzen für das Business.Take 2 Interactive macht fast die Hälfte des Umsatzes mit Mikrotransaktionen, DLCs und virtueller Währung. Das bedeutet Konsequenzen für das Business.

Wer den Hype um Games as a Service (GaaS) verstehen will, muss nur auf den Publisher Take 2 Interactive schauen. Der hat nun den 2. Quartalsbericht für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht und bekanntgegeben, dass man mit digitalen Inhalten 48 Prozent - also fast die Hälfte - des gesamten Umsatzes erwirtschaften konnte.

Darunter fallen Mikrotransaktionen, DLCs, Lootboxen und virtuelle Währung. Zugpferde waren natürlich die Sharkcards von GTA Online, der Online-Modus von NBA 2K17 und der DLC War of the Chosen für XCOM 2. So sehr sich viele Spieler über die aktuellen Entwicklungen im Gaming-Sektor beschweren, zahlen sie doch offensichtlich gerne gutes Geld für ihre Lieblingsspiele, die sie gerne länger als nur eine Singleplayer-Kampagne lang zocken möchten.

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Weitere Neuigkeiten aus dem Geschäftsbericht: GTA 5, das 2013 veröffentlicht wurde, hat allein dieses Jahr nochmal 10 Millionen Käufer gefunden. Mittlerweile ist es das meistverkaufte Spiel aller Zeiten in den USA und bei 85 Millionen Verkäufen insgesamt angekommen. Damit zieht der Actiontitel auch an dem legendären Nintendo-Verkaufsschlager Wii Sports vorbei.

Geschäftsführer Strauss Zelnick hat im Geschäftsbericht begleitenden Investorenanruf entsprechende Konsequenzen angekündigt: Ausnahmslos alle zukünftigen Spiele von Take 2 werden so gebaut, dass Spieler "Möglichkeiten für die weitere Ausgabe von Geld" haben. Sprich Games as a Service.

Das bedeutet laut Zelnick zwar nicht, dass jedes zukünftige Take-2-Spiel Sharkcards wie GTA 5 verkaufen wird. Wie bei XCOM 2 und War of the Chosen kann es auch die richtige Strategie sein, einen großen DLC und kostenlose Begleitupdates zu entwickeln. Weitere erwerbbare Inhalte - egal in welcher Form - wird es allerdings für alle Spiele geben. Die nächsten großen Take-2-Spiele sind Red Dead Redemption 2 und Borderlands 3. Telegrafische Geldtransfers für den Western-Shooter und Lootboxen für den Loot-Shooter sind mehr als zu erwarten.

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