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Terminator: Dark Fate in der Filmkritik - Es gibt doch noch richtig gute Terminator-Filme

Terminator: Dark Fate ist der beste Teil seit T2 von 1991. Wir klären, was er besser als seine Vorgänger macht & ob Arnold Schwarzenegger da noch reinpasst.

von Michael Herold,
23.10.2019 01:00 Uhr

Der neue Terminator bringt die alte Sarah Connor zurück (Linda Hamilton, rechts im Bild) und schließt damit an den besten Film der Reihe an. Der neue Terminator bringt die alte Sarah Connor zurück (Linda Hamilton, rechts im Bild) und schließt damit an den besten Film der Reihe an.

Arnold Schwarzenegger hat es immer noch drauf! Und Linda Hamilton auch! Das sind schon mal die zwei ersten Erkenntnisse, die wir aus unserem Kinobesuch von Terminator: Dark Fate mitgenommen haben. Eine noch viel wichtigere Erkenntnis lautet aber: Auch Terminator-Filme haben es immer noch drauf!

Nach den herausragenden ersten beiden Serienteilen aus den Jahren 1984 und 1991 folgten mit Teil 3 »Rebellion der Maschinen«, Teil 4 »Die Erlösung« und zuletzt Teil 5 »Genisys« eher enttäuschende, bisweilen sogar schlechte Kinofilme. Als inzwischen sechster Terminator wirft Dark Fate deshalb alles Unwichtige über Bord, schließt einfach direkt an T2: Tag der Abrechnung an und macht damit (fast) alles richtig.

Spoilerfreie Kritik:
Wir verraten in diesem Artikel keine Details, Wendepunkte und Hintergründe zur Handlung von Terminator 6. Ihr könnt also ruhigen Gewissens weiterlesen, sofern ihr unser Fazit zum Film wissen wollt. Wer vorab absolut gar nichts erfahren will, sollte natürlich bis nach dem Kinobesuch warten. Deutscher Kinostart von Terminator: Dark Fate ist übrigens der 24. Oktober.

Terminator: Dark Fate - Erster Trailer zu Arnies Rückkehr als Terminator 2:24 Terminator: Dark Fate - Erster Trailer zu Arnies Rückkehr als Terminator

Neue Terminatoren, alte Helden

Die Handlung von Terminator 6 kommt uns zunächst mal verdächtig bekannt vor: Wieder einmal werden zwei Terminatoren aus der Zukunft in unsere Gegenwart geschickt. Dabei handelt es sich diesmal zum einen um die mit Hightech-Körperteilen ausgerüstete aber immer noch menschliche Grace (Mackenzie Davis) und zum anderen um den neuen Terminator (Gabriel Luna). Letzterer heißt aber nicht mehr T-800 oder T-1000, sondern neuerdings Rev-9. Woher diese neue Kennzeichnungen stammt, wollen wir an dieser Stelle nicht spoilern.

Beide Zeitreisenden landen in Mexiko, wo sie Jagd auf ein junges Mädchen namens Dani (Natalia Reyes) machen, die genau wie früher Sarah Connor beziehungsweise ihr Sohn John Connor irgendeine wichtige Rolle für die Zukunft der Menschheit spielt. Grace will Dani beschützen, der fiese Rev-9 will beide terminieren und so beginnt die ewige Flucht vor dem scheinbar unbesiegbaren Robo-Killer, wie wir es eben schon aus Terminator 1 und 2 kennen.

Linda Hamilton ist inzwischen 63 Jahre alt, wirkt aber immer noch mindestens genauso tough wie bei ihrem letzten Auftritt in T2 vor 28 Jahren. Linda Hamilton ist inzwischen 63 Jahre alt, wirkt aber immer noch mindestens genauso tough wie bei ihrem letzten Auftritt in T2 vor 28 Jahren.

Der spannende Unterschied zu früher ist aber, dass Grace und Dani diesmal Hilfe von Sarah Connor (gespielt von der inzwischen 63-jährigen Linda Hamilton) höchstpersönlich bekommen. Nach den Geschehnissen von Terminator 2 verbrachte sie ihr Leben als Terminator-Jägerin, dementsprechend tritt sie nun als knallharte Kämpferin auf und dem Rev-9 schon bei ihrem ersten Auftritt kräftig in den Hintern. Aber ganz loswerden können unsere drei Heldinnen den Bösewicht nicht und so müssen sie nun einen Weg finden, um den fiesen Terminator endgültig auszuschalten.

Kopiert Terminator 6 also einfach Terminator 2? Die Story allein vermittelt diesen Eindruck, doch keine Sorge, Dark Fate bringt immer noch genügend eigene Ideen ins Spiel. Denn nach dem Ende von T2 hat eine neue alternative Zeitlinie begonnen und die sorgt für kleine, aber feine Unterschiede. Zum Beispiel gibt es in der Zukunft überhaupt kein Skynet mehr, der Film liefert aber trotzdem eine Erklärung, wie es zum Erstarken der Maschinen kommen kann.

Super Bösewicht, super Action

Dark Fate wagt erzählerisch sehr viel weniger als zum Beispiel Terminator 4 oder 5, macht damit aber auch deutlich weniger verkehrt. Stattdessen stehen die altbekannten Tugenden im Mittelpunkt: brachiale und erbarmungslose Kämpfe zwischen Terminatoren, explosive Verfolgungsjagden und ein Fiesling, der immer und immer wieder aufsteht.

Gerade Gabriel Luna möchten wir an dieser Stelle ganz besonders positiv herausstellen. Der Film erreicht immer wieder dann seine besten Momente, wenn der böse Terminator in Aktion tritt. Auch wenn er anfangs nicht so bedrohlich wirkt wie der muskelprotzige Arnold Schwarzenegger als T-800 im Film von 1984, agiert Luna als Rev-9 in jeder Kampfszene genau so, wie wir es sehen wollen: wie eine eiskalte Tötungsmaschine.

Gabriel Luna spielt den neuen Terminator und macht seine Sache verdammt gut. Gabriel Luna spielt den neuen Terminator und macht seine Sache verdammt gut.

Die Kampfszenen und Verfolgungsjagden überzeugen ohnehin durch eine knallharte Inszenierung von Deadpool-Regisseur Tim Miller. Wenn sich zwei quasi unkaputtbare Maschinen auf die metallenen Schnauzen hauen, dann rumst und knallt es ordentlich und das macht beim Zuschauen einfach Spaß.

Am anderen Ende des Spektrums entpuppt sich ausgerechnet die neue Heldin Dani als Nervensäge. Ständig widerspricht sie ihren kampferprobten und taktisch deutlich versierteren Freundinnen und Freunden, einfach weil sie es eben möchte. Sie steht im Mittelpunkt von allem, sie muss unbedingt überleben, und trotzdem will sie sich immer wieder für andere opfern. Das erscheint zwar heldenhaft und passt zu ihrer Rolle, aber in Anbetracht der größeren Gefahr stören ihre unklugen Einwände.

Außerdem mangelt es Terminor 6 an Nebenhandlung. Während wir in Terminator 2 zum Beispiel nebenbei noch zu sehen bekamen, wie Sarah Connor und Co. den Wissenschaftler Bennet Dyson aufhalten, bevor er in der Zukunft mit seinen Forschungen Skynet überhaupt erst möglich macht, geht es in Terminator 6 um nichts anderes als die Flucht vor und den Kampf gegen Rev-9.

Arnold hält sein Versprechen: He is back!

Ein wenig mehr Abwechslung oder Eigenständigkeit hätte die Story also schon gebrauchen können, wer allerdings einfach nur Terminator-Action sehen will, wird trotzdem mit einem seligen Lächeln aus dem Kino kommen. Dafür sorgen auch die Altstars Linda Hamilton sowie Arnold Schwarzenegger, die beide eine ebenso witzige wie starke Performance abliefern.

Der T-800 heißt inzwischen Carl, kann aber immer noch wie ein Terminator austeilen. Der T-800 heißt inzwischen Carl, kann aber immer noch wie ein Terminator austeilen.

Und ja, Arnie tritt natürlich wieder auf, daraus haben ja bereits die allerersten Promo-Bilder und Trailer keinerlei Geheimnis gemacht. Wir wollen auch hier nicht allzu viel verraten, um nicht zu spoilern, aber so viel können wir sagen: Der alte Arnold ist erstaunlich humorvoll und beantwortet im Film auf schöne Art und Weise die Frage: Was macht ein Terminator eigentlich, nachdem er seine Mission erfüllt hat?

Dark Fate ist also keinesfalls frei von Fehlern, doch gerade im Vergleich zu seinen jüngeren Vorgängern überzeugt er als mit Abstand bester Terminator-Film seit T2. Und anders als die Teile 4 und 5, die ebenfalls beide eine neue Trilogie in Gang bringen sollten, begeistert uns ausgerechnet Teil 6 so sehr, dass wir uns tatsächlich auf Nummer 7 und 8 freuen.

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