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The Bad Batch Kritik: Kein Mandalorian, aber für Star-Wars-Fans trotzdem ein Muss

Gelingt Disney nach The Mandalorian mit The Bad Batch der nächste Serien-Hit im Star-Wars-Universum? Wir haben Episode 1 gesehen und geben eine spoilerfreie Einschätzung.

von Fabiano Uslenghi,
05.05.2021 17:58 Uhr

Disney hatte gehörig Probleme damit, Star-Wars-Fans nach der Markenübernahme wirklich zufrieden zu stellen. Das betraf nicht nur die umstrittene Nachfolge-Trilogie auf der großen Leinwand. Auch die ersten Schritte in Richtung Fernseh- und Animationsserien konnten nicht sofort alle Herzen erobern.

Das änderte sich mit Disney+. Denn mit Disney+ bekam das gefeierte Clone Wars doch noch eine wohlverdiente finale Staffel spendiert, und vor allem finden sich hier die ersten beiden Staffeln der Realfilm-Serie The Mandalorian. Die Fans sind wieder geeint. Jetzt muss sich zeigen, ob Disney diese Eintracht zu pflegen weiß.

Am 4. Mai 2021 ging auf der Disneys Streaming-Plattform die erste Folge einer neuen Serie live. The Bad Batch ist ein Spin-Off, aber irgendwie auch ein Nachfolger zu Clone Wars und gleichzeitig ein wenig Prequel zu Rebels und, ach ... vor allem scheint The Bad Batch eine richtig sehenswerte Star-Wars-Serie zu werden. Das ist zumindest unser Fazit nach der ersten Folge.

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Worum geht's in The Bad Batch?

Wer die letzte Staffel Clone Wars gesehen hat, dem kommt The Bad Batch sofort bekannt vor. Es geht um die Kloneinheit 99, die eingedeutscht in Clone Wars noch gerne Schaden-Charge genannt wurde. Klingt fies und ist es irgendwie auch. Denn dabei handelt es sich um eine Einheit aus Klonsoldaten, die sich aber bis auf die Stimme kaum ähneln und mehr wie echte Brüder als Kopien desselben Menschen wirken.

Alle Klone haben nämlich körperliche Mutationen »erlitten«. Dadurch wurden einige Aspekte ihres Klon-Vaters Jango verstärkt und andere wiederum etwas geschwächt. Im Kern besteht die Einheit aus fünf Soldaten:

Hunter Der Anführer der Gruppe erinnert ein wenig an John Rambo und ist wohl am ehesten als ein typischer Klonkrieger zu bezeichnen. Hunter hat aber extrem geschärfte Sinne und kann sogar elektromagnetische Frequenzen spüren.

Wrecker Eine hünenhafter Klon mit immenser Körperkraft, der dafür aber auch nicht gerade zu den hellsten gehört.

Tech Technik-Experte und allgemein ein ziemliches Genie. Tech fliegt das Raumschiff der Bad Batch, ist dafür körperlich aber eher unterentwickelt.

Crosshair Mit seiner übermäßigen Präzision und schnellen Reflexen ist Crosshair ein perfekter Scharfschütze. Dafür aber auch in der Regel entweder mies gelaunt oder komplett emotionslos.

Echo Der einzige Klon der Gruppe, der ursprünglich keinen genetischen Fehler aufwies. Doch der ehemalige ARC-Truppler wurde während der Klonkriege von den Feinden gefangen und verhört und ist mittlerweile mehr Roboter als Mensch.

Die erste Folge von The Bad Batch (wobei es sich eher um ein einstündiges Special handelt), setzt unmittelbar nach den Folgen der siebten Staffel Clone Wars ein. Das bedeutet, in den ersten Minuten wird die Order 66 ausgesprochen und der Befehl erteilt, alle Jedi zu vernichten. Ein Befehl, der bei den genetisch veränderten Klonen der Bad Batch allerdings keine Wirkung zeigt.

Die Einheit wird daraufhin mit den Umstrukturierung des neuen Imperiums konfrontiert, muss ihren Platz finden und entscheiden, auf welcher Seite sie in den düsteren Tagen stehen werden. Außerdem kommen die Klone auf Kamino in Kontakt mit einem Mädchen namens Omega, das bei ihnen einige Fragen aufwirft.

Sollte man Clone Wars gesehen haben?

Anders als Rebels rückt The Bad Batch kein Stück vom Stil aus Clone Wars ab. Damit wirkt die Serie fast schon wie eine neue Staffel - nur mit einem anderen Fokus. Um mit The Bad Batch Spaß zu haben, müsst ihr aber nicht zwangsweise vorher alle Folgen The Clone Wars sehen. Selbst die Folgen, in denen die Gruppe eingeführt wird, sind nicht unbedingt notwendig. ABER!

Wenn ihr Clone Wars nicht gesehen habt und Informationen aus der Serie nicht kennt, könnten euch Rahmenbedingungen rund um die Order 66 etwas verwirren. Von einem Inhibitor-Chip war etwa in Die Rache der Sith nie die Rede. Wir raten deshalb dazu, zumindest die Folgen 3 und 4 der sechsten Staffel Clone Wars zu sehen.

Was macht The Bad Batch gut?

Was The Clone Wars grandios gelingt und woran Rebels eher scheiterte, ist seine gekonnte Balance aus kindgerechtem, aber anspruchsvollem Geschehen. The Clone Wars konnte albern sein, fand aber immer Zeit für ernste Themen. Nahm den Krieg um die Galaxie nicht auf die leichte Schulter und baute vor allem das Universum immer weiter aus.

Genau diese Qualität scheint The Bad Batch fast eins zu eins zu übernehmen. Die erste Folge beginnt mit der Order 66 und ist damit zwangsweise düster - natürlich ohne übertriebene Gewaltdarstellungen. Trotzdem ist eine gewisse Schwere spürbar. Auch hier bleibt Zeit für den ein oder anderen Lacher - gerade Strohkopf Wrecker sorgt mit seiner kindlichen Faszination fürs Zerdeppern für Schmunzler.

Auf Kamino treffen die Klone der Schaden-Charge auf das Mädchen Omega. Aus irgendeinem Grund hat das Kind einen Narren an den außergewöhnlichen Klonen gefressen. Auf Kamino treffen die Klone der Schaden-Charge auf das Mädchen Omega. Aus irgendeinem Grund hat das Kind einen Narren an den außergewöhnlichen Klonen gefressen.

Zudem setzt sich Bad Batch in eine spannende Lore-Nische. Den nahtlosen Übergang von Republik zum Imperium konnten wir im neuen Kanon noch nie so exakt verfolgen wie hier. Und das vor allem aus Sicht einer Einheit, die eigentlich auf der »falschen« Seite steht. Die Frage nach Loyalität und danach, ob es zwischen Imperium und Republik einen Unterschied gibt, verspricht viele interessante Konflikte. Auftritte bekannter Figuren wie Tarkin fungieren wie gewohnt als organisches Verbindungsstück zum großen Ganzen.

Bildsprache, Animationen und Look bleiben zudem auf dem gewohnt hohen Niveau von The Clone Wars. Bei Zeiten präsentiert The Bad Batch wirklich eindrucksvolle Bilder. Ein Vorgeschmack davon bekommt ihr im Trailer:

The Bad Batch: Neue Star-Wars-Serie verknüpft sich im Trailer mit Rogue One & The Mandalorian 2:04 The Bad Batch: Neue Star-Wars-Serie verknüpft sich im Trailer mit Rogue One & The Mandalorian

Was stört in The Bad Batch?

Die Kloneinheit 99 glänzte bereits in The Clone Wars nicht wirklich mit Innovation oder interessanten Charakterideen. Eigentlich sollten sie die außergewöhnlichsten aller Klone sein, weil sie im Kern eben keine »Klone« sind. Bis auf Echo - der absurderweise aber noch der ungewöhnlichste Charakter unter der fünfköpfigen Bande ist.

Alle anderen greifen die typischen Charakter-Konzepte auf, die man so in jedem zweitklassigen Rollenspiel finden kann. Der starke aber dumme Krieger, der kluge aber schwache Techniker, der etwas eigenbrötlerische Fernkämpfer und der gerissene aber eher unscheinbare Anführer.

Da The Bad Batch aber den Wandel der Galaxie thematisiert und die Klone vor wichtigen Entscheidungen stehen, besteht hier noch viel Hoffnung, dass die Serie individuelle Eigenschaften ihrer Protagonisten noch besser herausstellt.

Tarkin tritt in der ersten Folge The Bad Batch als Gegenspieler auf und ist dafür bekannt, nicht sonderlich viel von Klonen zu halten. Tarkin tritt in der ersten Folge The Bad Batch als Gegenspieler auf und ist dafür bekannt, nicht sonderlich viel von Klonen zu halten.

Disney und auch Star Wars können selbst bei The Bad Batch nicht aus ihrer Haut. Das Setting würde viel Potenzial mitbringen, um ein paar Grautöne in das star-wars-typische Schwarz-Weiß zu mischen, macht das aber nur sehr bedingt und entscheidet sich stattdessen zu oft für eine etwas striktere aber vor allem simple Grenzziehung.

Klone waren etwa in Clone Wars in der Regel eher positive Figuren. Und die Antwort, warum sie das in The Bad Batch nicht mehr sind, fällt einfach viel zu lapidar aus. Da machen sich die Produzenten und Autoren das Leben ein wenig zu einfach.

Wer sollte das gucken?

The Bad Batch wird sich nicht mit Lichtgeschwindigkeit in die Herzen aller Zuschauer katapultieren, so wie es The Mandalorian gelungen ist. Dafür fehlt der Serie noch ein emotionaler Anker. Doch die Saat dafür wurde schon ausgeworfen und zwar in Form eines weiteren Kindes. Wie schon Ahsoka oder Baby Yoda könnte die Rolle der Omega ein gutes Gegengewicht zu den beinharten Soldaten der Schaden-Charge werden.

Ob sie zu genau so einem Fanliebling wie die oben genannten werden kann, bleibt abzuwarten. Doch selbst wenn nicht zeigt The Bad Batch mal wieder, dass Clone Wars nicht unbedingt von Helden wie Anakin oder Obi-Wan abhängig war, um Faszination für sein Universum zu wecken.

Wenn ihr Freude mit Clone Wars hattet (was die meisten Star-Wars-Fans einschließt), dann macht ihr mit The Bad Batch nichts falsch. Hat euch der Comic-Look abgeschreckt, wird euch The Bad Batch nicht zwangsweise überzeugen. Aber vielleicht tut es ja sein ungewöhnlicher Blickwinkel und der Fokus auf eine Zeit innerhalb der Star-Wars-Saga, die bislang eher im Dunkeln blieb.

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