Seite 5: The Elder Scrolls 5: Skyrim im Test - Einfach himmlisch

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Das Crafting: Aufrüstung in Eigenregie

Neben den Kampfkünsten und rollenspieltypischen Talenten à la Schlösserknacken und Redekunst (Wer Verbrechen begeht, darf sogar Stadtwachen überreden, ein Auge zuzudrücken) bietet Skyrim auch Crafting-Fertigkeiten. Das heißt, dass wir eigene Ausrüstung herstellen dürfen. Nun ist das eigentlich nicht nötig, weil uns Skyrim sowieso immer wieder mit nützlicher Beute belohnt.

Anpirschen In Skyrim begegnen uns zahlreiche verschiedene Wildtiere. Hier pirschen wir uns im Schutz der Dunkelheit vorsichtig an einen Elch heran.

Erwischt Nach einem gut platzierten Pfeil ist das Tier hinüber und wir können uns gefahrlos nähern.

Gerben Unsere Fellstücke können wir in der nahegelegenen Stadt Flusswald mittels Gerbgestell weiterverarbeiten.

Schmieden In der benachbarten Schmiede können wir nicht nur schwere Rüstungen und Plattenpanzer, sondern auch Lederrüstungen fertigen

Helmbau Aus Leder und Lederstreifen basteln wir uns so unseren ersten einfachen Pelzhelm.

Werkbank Das reicht uns aber noch nicht. An der Werkbank dürfen wir unsere hergestellten Gegenstände aufwerten.

Ergebnis Aus unserem Pelzhelm wird mit etwas zusätzlichem Leder ein hochwertiger Pelzhelm mit mehr Rüstungspunkten.

Spaß macht die Bastelei trotzdem, zumal sie in höheren Talentstufen sehr wertvolle Gegenstände hervorbringt. Aus abgebautem und in Barren gegossenem Erz (sowie diversen weiteren Zutaten) und gegerbtem Leder lassen sich zum Beispiel Waffen und Rüstungen schmieden, aus gesammelten Pflanzen und Monster-Innereien mehr oder minder nützliche Zaubertränke brauen. Und mit Lebensmitteln kochen wir leckere Mahlzeiten, die unter anderem Lebensenergie wiederherstellen.

Dank des Verzauberungs-Talents können wir Gegenstände mit magischen Eigenschaften versehen. Dank des Verzauberungs-Talents können wir Gegenstände mit magischen Eigenschaften versehen.

Als besonders nützlich erweist sich die Verzauberungs-Fähigkeit: Magische Gegenstände dürfen wir beliebig zerlegen, um seine magischen Eigenschaften zu erlernen. Diese Eigenschaften können wir dann fortan anderen, eigentlich nicht-magischen Ausrüstungsstücken einimpfen. So zerlegen wir etwa unsere liebgewonnene Flammen-Stahlaxt, um ihren Feuerschaden auf ein noch besseres, selbst geschmiedetes Schwert zu übertragen.

Im Gegensatz zu Oblivion und Morrowind dürfen wir jedoch keine eigenen Zaubersprüche mehr basteln und etwa einen Feuerball mit Giftschaden aufmotzen. Okay, dafür können wir nun zwei unterschiedliche Zauber gleichzeitig einsetzen, indem wir sie in die linke und die rechte Hand nehmen. Dennoch hätten wir uns auch in Skyrim über einen Magie-Generator gefreut So lernen wir Hexereien lediglich aus schnöden Büchern.

Die Bedienung: Auf Gamepads ausgelegt

Die Achillesferse von Skyrim liegt – abgesehen von der blassen Hauptstory – in der Bedienung. Während sich die Kämpfe problemlos (wenn auch minimal ungenau) steuern, ist die Menübedienung mit der Maus extrem umständlich. Denn die Optionsbildschime sind eindeutig auf Gamepads ausgelegt.

Das Inventar beispielsweise besteht aus einer schmucklosen Liste, durch die wir umständlich scrollen müssen, um die gewünschten Gegenstände zu finden. Dass das Spiel unsere beste Ausrüstung mit kleinen Dreiecken markiert, hilft kaum. Vor allem dann nicht, wenn wir statt den Panzerstiefeln mit dem höchsten Rüstungswert nach den Lederstiefeln suchen, mit denen wir am besten schleichen können. Die markiert Skyrim nämlich nicht. Unsere am häufigsten eingesetzten Gegenstände dürfen wir zu Favoriten ernennen. Dann landen sie in einem gesonderten Mini-Menü, aus dem wir sie direkt ausrüsten können – eine kleine Erleichterung.

Im Inventar kramen wir durch schmucklose Listen. Im Inventar kramen wir durch schmucklose Listen.

Im Vorfeld hatte Bethesda versprochen, dass sich Skyrim dabei merkt, wie wir die Waffen kombinieren, um uns die jeweils richtige Zweitwaffe zuzuweisen. Wenn wir also unser Flammenschwert immer mit einem Orkschild einsetzen, dann soll unser Held automatisch diesen Schild in die linke Hand nehmen, wenn wir die Feuerklinge in die rechte nehmen. Im Test funktionierte das allerdings nicht immer, oft mussten wir die Zweitwaffe von Hand anpassen.

Auch das Talentmenü ist eindeutig auf die Gamepad-Bedienung ausgelegt: Mit dem linken Analogstick können wir von einem Talent zum nächsten springen. Wer von den Illusionszaubern zu den Einhand-Waffen möchte, muss mal eben durch das halbe Menü blättern, was mit dem Gamepad und mit der Tastatur immerhin recht flott geht. Mit der Maus hingegen klicken wir uns mühsam von einem Talent zum nächsten.

Ebenfalls nervig ist, dass wir mit der Escape-Taste keine Menüs schließen können. Stattdessen öffnet sie lediglich das kombinierte Quest-Tagebuch und Optionsmenü – das sich über die anderen Menüs legt. Wenn wir alsim Talentmenü Escape drücken, kommen wir ins Quest-Tagebuch. Wenn wir dann ein weiteres Mal Escape drücken, kommen wir wieder zurück ins Talentmenü. Erst ein Druck auf die Tab-Taste schließt dann auch Letzteres.

Video: Die ersten 10 Minuten in Skyrim (Xbox 360) Video starten 10:13 Video: Die ersten 10 Minuten in Skyrim (Xbox 360)

Wenn wir per »E«-Taste einen erledigten Gegner untersuchen, können wir zwar mit weiteren Drücken auf »E« (oder Mausklicks) dessen Gegenstände aufsammeln, müssen das Beutemenü dann aber ebenfalls per Tab-Taste schließen. Das ist nicht sonderlich intuitiv: Warum können wir das Beutemenü nicht per »E« öffnen, den Kram mit Mausklicks einsacken und das Menü dann wieder mit »E« schließen? Um Gegenstände im Inventar wegzuwerfen, müssen wir sie mit dem Mauszeiger anvisieren und anschließend die »R«-Taste drücken – ebenfalls umständlich. Zwar lassen sich alle Tasten frei belegen, für die viele Menü-Aktionen brauchen wir aber ein paar Mausklicks oder Tastendrücke zu viel. Es sei denn, wir spielen Skyrim mit dem Gamepad. Aber mal ehrlich: Die Menüs eines so großen Rollenspiels sollten sich auf dem PC auch mit der Maus gut bedienen lassen.

Die Bugs: Mini-Macken auch auf dem PC

Beim Test der Xbox-360-Version von Skyrim sind uns nur wenige Bugs gefunden, keines der Probleme erwies sich als gravierend. So lief mal ein Elch rückwärts, mal hingen Häuser in der Luft, mal wurden Texturen unsichtbar. Und in manchen Sequenzen stimmt die Ton-Abmischung nicht, teils sind wegen allzu prominenter Hintergrundgeräusche die Stimmen selbst dann nicht zu hören, wenn die Sprecher direkt vor uns stehen. Alles in allem sind solche leichten Fehler bei einem derartigen Riesen-Rollenspiel aber verschmerzbar. Auch in der PC-Version haben wir bislang einige keinere Fehler entdeckt, beispielsweise war ein Wachturm unsichtbar. Nachdem wir den Spielstand neu geladen hatten, war das Gemäuer allerdings wieder sichtbar. Außerdem stürzte Skyrim mehrmals ab – allerdings, weil wir zu häufig per Alt+Tab zwischen Desktop und Spiel hin und her gesprungen waren.

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